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SV Babelsberg 03

  • 12.10.2015
  • von Peter Könnicke

SV Babelsberg 03: Achtelfinale des Fußball-Landespokals: Ein Spiel mit Geduld

von Peter Könnicke

Regionalligist SV Babelsberg 03 nimmt die Hürde gegen Brandenburgliga-Spitzenreiter Grün-Weiß Brieselang. Allerdings war diese - wie zuvor erwartet - eine sehr hohe. Erst in der Verlängerung machte Nulldrei das Weiterkommen klar.

Brieselang/Potsdam - Die Nachmittagssonne hatte einen weiten Bogen um den Fichte-Sportplatz in Brieselang gezogen. Schließlich hatte sie auch 120 Minuten Zeit, die Seite mit dem Heimpublikum in wärmendes Herbstlicht zu packen und die andere Seite mit einem hölzernen Trainerbänkchen in kühlen Schatten zu legen. Dass Cem Efe, der Trainer des SV Babelsberg 03, dennoch ins Schwitzen geriet, lag an seinem hohen Bewegungsradius an der Seitenlinie. Denn gut zwei Stunden lang musste er seine Mannschaft intensiv dirigieren, ehe diese einem mühevollen 1:0 (0:0)-Erfolg im Landespokal-Viertelfinale gegen Grün-Weiß Brieselang perfekt gemacht hatte.

Es war für den Fußball-Regionalligisten die erwartet hohe Hürde, die sich mit dem Tabellenführer der Brandenburgliga in den Weg stellte. Auf ungewohntem Kunstrasen gingen Spielanteile und Chancenplus klar auf das Konto des Viertligisten. Doch wehrte sich Brieselang lange tapfer gegen den Favoriten, bei dem bis auf Lovro Sindik und Torhüter Marvin Gladrow das gesamte Regionalliga-Stammpersonal im Laufe der 120 Minuten zum Einsatz kam.

Severin Mihm erzielte das Tor des Tages

„Wir wollten es Babelsberg richtig schwer machen und das ist uns auch gelungen“, meinte Brieselangs Kapitän Jess Gastene nach Spielende. Daher sei er sehr zufrieden. Zumal eine Sensation greifbar war. Bei einen ihrer Intervalle, in denen die Brieselanger jeweils kurz Druck und Tempo erhöhten, wäre Charly Graf fast der Führungstreffer gelungen: Das bei Energie Cottbus ausgebildete Talent hatte in der 68. Minute aus halblinker Position einfach mal abgezogen – für den bereits geschlagenen Kevin Otremba im SVB-Tor rettete die Latte.

Ansonsten waren es die Nulldreier, die das Grün-Weiß-Gehäuse regelmäßig attackierten, jedoch lange ohne Erfolg: Entweder blieben Schüsse und Pässe in der vielbeinigen Brieselanger Abwehr hängen oder die Abschlüsse von Shala, Uzun, Usculan oder Steinborn verfehlten ihr Ziel. Oder Grün-Weiß-Keeper Eike Doht rettete sehenswert wie in der 54. Minute, als er einen Distanzschuss von Severin Mihm noch an den Pfosten lenkte. Beim Siegtreffer des SVB-Außenverteidigers in der 103. Minute war er allerdings machtlos. „Die haben gut mitgespielt“, lobte der Torschütze die Gegenwehr des Brandenburgligisten und fügte hinzu: „Wir mussten geduldig bleiben.“ Für seinen Trainer Cem Efe hätte die Geduldsprobe allerdings etwas kürzer sein können. 

SVB: Otremba - Mihm, von Piechowski, Akdari, Saalbach - Fiegen (45. Steinborn), Hellwig - Usculan (74. Grundler), Cubukcu, Uzun (105. Cepni) - Shala. Tor: 1:0 Mihm (103.)

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