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  • 26.09.2015
  • von Peter Könnicke

Babelsberg verliert weiße Weste

von Peter Könnicke

Starke Leistung. BAK–Verteidiger La’vere Corbin Ong (l.) traf mit einem sehenswerten Schuss zum 3:0 in der 68. Minute – dem konnte der SV Babelsberg nichts mehr entgegensetzen. Bereits in der dritten Minute war die Mannschaft in Rückstand geraten. Foto: Jan Kuppert

Bei deutlicher 0:3-Niederlage beim Berliner AK hat der SV Babelsberg 03 trotz spielerischer Überlegenheit kaum Torchancen

Nun hat es auch den SV Babelsberg 03 erwischt. Als bislang einzig ungeschlagenes Team der Regionalliga Nordost kassierte die Mannschaft von Trainer Cem Efe am Freitagabend beim Berliner AK eine 0:3 (0:2)-Niederlage. Vor 916 Zuschauern im Poststadion war der SVB zwar die spielbestimmende und aktivere Mannschaft, die sich bis zum Schluss nicht aufgab. Doch der Gastgeber war ein Meister der Effizienz und schlug bei seinen wenigen Möglichkeiten gnadenlos zu.

Das frühe 1:0 in der vierten Minute spielte den Hausherren in die Karten. Es war noch nichts Nennenswertes passiert, als der BAK – zu Unrecht – eine Ecke zugesprochen bekam, die Süleymann Kapan auf den langen Pfosten zirkelte, wo der Ex-Babelsberger Karim Benyamina das Leder per Kopf über die Linie drückte.

Die Platzherren überließen den Gästen fortan die Initiative: Der SVB hatte deutlich mehr Ballbesitz und suchte nach der Lücke in der BAK-Verteidigungslinie. Ohne Erfolg: Der BAK – ohnehin erst mit zwei Gegentreffern in dieser Saison in der Torbilanz – stand gut mit zwei Viererketten, dem SVB fehlte es an Tempo in den Aktionen. BAK-Torhüter Stephan Flauder hatte keine große Mühe, die wenigen Bälle, die in seinen Arbeitsbereich kamen, abzuwehren. Zweimal wurde es für ihn im ersten Durchgang brenzlig, als SVB-Kapitän Bilal Cubukcu nach einer Ecke abzog, aber das Ziel verfehlte. In der 41. Minute verpasste Enes Uzun eine scharfe Hereingabe von Ugurtan Cepni nur knapp.

Zu diesem Zeitpunkt lagen die Babelsberger bereits 0:2 zurück. Denn der BAK lauerte nur auf Fehler, den Leon Hellwig in der 37. Minute machte, als er in der gegnerischen Hälfte den Ball an den starken Corbin La Vere und das anschließenden Laufduell verlor – Kevin Stephan verwerte zum 2:0-Halbzeitstand.

Nach dem Wechsel erhöhte der SVB zwar das Tempo, vor allem der eingewechselte Onur Usculan belebte das Offensivspiel. „Aber wir waren zu keiner Phase druck- und elanvoll genug vor dem gegnerischen Tor“, sagte Nulldrei-Trainer Efe nach Spielschluss. Daher ginge der Sieg für den BAK auch in Ordnung. Perfekt gemacht hatte den La’Vere Corbin-Ong, der seine starke Leistung mit einem sehenswerten Treffer zum 3:0 in der 68. Minute krönte: Die Babelsberger Mannschaft inklusive Torhüter Marvin Gladrow waren aufgerückt, den der BAK-Verteidiger mit einem Schuss aus gut 35 Metern überlistete.

BAK-Trainer Steffen Baumgart lobte vor allem den läuferischen Einsatz seiner Mannschaft und die Effektivität beim Torabschluss. „Spielerisch hat uns Babelsberg aber den Schneid abgekauft.“ Angesichts der klaren Niederlage und deren Art und Weise ihres Zustandekommens konnte sich sein Gegenüber Efe über das Lob kaum freuen.

SVB Babelsberg: Gladrow; Mihm, von Piechowski, Akdari, Cepni; Hellwig, Sindik (45. Usculan), Uzun (71. Schönwälder), Cubukcu, Steinborn (57. Kwatu), Shala. Tore: 0:1 Benyamina (4.), 0:2 Stephan (37.), 0:3 La Vere Corbin-Ong (68.)

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