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  • 24.02.2011

Kritische Aktionäre warnen vor Greenwashing

Bonn - Nach Einschätzung des Verbands der Kritischen Aktionäre betreiben viele Konzerne „Greenwashing“, um in der Öffentlichkeit und bei Aktionären positiv zu erscheinen. Auto-Konzerne etwa täuschten in Werbung und PR eine „schöne neue Öko-Welt“ vor, die es in der Realität nicht gebe. Ein Beispiel sei das Betanken von Elektroautos aus angeblich „grünen“ Zapfsäulen mit Atomstrom. Es gebe „viele Unternehmen, die sich der Methode des Greenwashing bedienen und damit Investoren, Aktionäre und die Öffentlichkeit täuschen“, sagte der Geschäftsführer des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, Markus Dufner, am Mittwoch in Bonn.

Diesem Zweck dienten vielfach auch die freiwilligen Umwelt- oder Nachhaltigkeitsberichte der Konzerne. „Ein Großteil dieser Berichte ist als Greenwashing einzuordnen“, sagte Dufner. Zu einigen Dax-Konzernen wie RWE, Eon oder Bayer hat der Verband eigene Prüfungsstudien der Nachhaltigkeitsberichte erstellt.  Am gestrigen Mittwoch feierte der Verband der Kritischen Aktionäre sein 25-jähriges Bestehen. dpa

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