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  • 04.12.2014
  • von Peer Straube

Baustart am Brauhausberg

von Peer Straube

In knapp zwei Jahren soll Potsdams neues Schwimmbad eröffnet werden. Am morgigen Freitag beginnen die Arbeiten für das 36 Millionen Euro teure Projekt mit einem symbolischen ersten Spatenstich

Innenstadt - Der Fahrplan für das neue Schwimmbad auf dem Brauhausberg steht fest: Im Mai 2015 soll der Grundstein für das bis zu 36 Millionen Euro teure Projekt gelegt werden, das Richtfest ist für den November geplant, sagte Stadtwerkesprecher Stefan Klotz am Mittwoch auf PNN-Anfrage. Eröffnet werden soll das neue Schwimmbad wie berichtet im Oktober 2016. Den offiziellen Baustart feiern die Stadtwerke als Bauherr des Projekts am morgigen Freitagmittag mit einem symbolischen ersten Spatenstich vor rund 70 geladenen Gästen.

Wegen des großen Interesses der Bevölkerung an dem Projekt seien während der Bauphase zwei Tage der offenen Baustelle geplant, sagte Klotz. Auch die Grundsteinlegung soll öffentlich sein. Alle Potsdamer seien dazu eingeladen und könnten sich anhand der Baugrube bereits einen Eindruck von den Gebäudemaßen verschaffen, so Klotz.

Das neue Sport- und Freizeitbad entsteht wie berichtet nach einem Entwurf des Architekturbüros Gerkan, Marg und Partner (GMP). Im Sportbereich entsteht ein 50-Meter-Becken mit zehn Bahnen, das internationalen Wettkampfstandards für Schwimmen und Wasserball entspricht. Das Becken wird mit Ein- und Drei-Meter-Sprunganlage ausgestattet. Auch ein Lehrschwimmbecken ist geplant, die Beckentiefe soll verstellbar sein, um unterschiedliche Nutzungen zu ermöglichen. Auf der Zuschauertribüne sollen 400 Sitzplätze geschaffen werden. Ebenfalls im Erdgeschoss – durch Drehkreuze und Glaswände vom Sportbecken getrennt – soll das hauptsächlich für Familien gedachte Freizeitbad untergebracht werden. Geplant ist neben einem Kleinkinderbecken mit Minirutsche und Spielgeräten auch ein Freizeitbecken, ausgestattet mit Strömungskanal und Sprudelliegen. Daneben sollen die Wellenrutsche sowie der Aufgang zur 80 Meter langen Röhrenrutsche eingerichtet werden.

Das erste Stockwerk des Gebäudes soll den Schwimmbad-Imbiss beherbergen, der sowohl vom Freizeit- als auch vom Sportbereich zu erreichen sein und als Selbstbedienungsrestaurant konzipiert wird. Daneben entstehen die Umkleidekabinen für den Saunabereich – die Schwimmbad-Umkleiden befinden sich im Erdgeschoss.

Eine Etage weiter oben soll die Wellnessoase mit Innen- und Außenbereich untergebracht werden. Geplant sind mehrere Saunen, ein Dampfbad, ein türkischer Hamam, ein Whirlpool, Ruhe- und Massageräume sowie ein kleineres Schwimmbecken, das den Innen- mit dem Außenbereich verbindet. Von der Terrasse, einzelnen Saunen sowie vom Ruheraum aus haben die Besucher eine gute Aussicht auf Babelsberg beziehungsweise die Havel. In der Tiefgarage sowie im Außenbereich sollen gut 150 Stellplätze für Autos geschaffen werden. Zudem sind 400 Fahrradstellplätze sowie Parkmöglichkeiten für Motorräder und Busse geplant.

Die Eintrittspreise für den Sportbereich stehen bereits fest und sollen sich an jenen im Kiezbad Stern orientieren. Dort kostet eine Zwei-Stunden-Karte derzeit 3,50 Euro, eine Familienkarte sieben Euro. Unklar ist, wie viel man für das Familienbad und den Wellnessbereich bezahlen muss.

Bis zu 36,2 Millionen Euro könnte das Projekt am Ende kosten. Geplant habe man zwar mit 31,4 Millionen Euro, sagte Klotz. Doch sei ein Puffer von 15 Prozent bei den „rasanten Preissteigerungen der Rohstoffe unbedingt nötig“, so Klotz. Ursprünglich hatten die Stadtverordneten für den Badneubau einen Kostendeckel von 23 Millionen Euro beschlossen – allerdings explizit ohne die Parkplätze. Wegen der deutlichen Kostensteigerung hatte der Bund der Steuerzahler bereits scharfe Kritik an der Stadt geübt.

Wenn das Bad Ende 2016 eröffnet wird, soll die alte DDR-Schwimmhalle abgerissen und das Areal so wie der Rest des Berghangs für den Wohnungsbau verkauft werden. Die Stadtwerke wollen damit einen Teil der Kosten refinanzieren. Das „Minsk“ hingegen bleibt vielleicht stehen. Der Landessportbund will es für 1,5 Millionen Euro kaufen und aus dem früheren Restaurant eine Kita machen.

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