22.05.2018, 22°C
  • 18.02.2008
  • von Von Sabine Schicketanz

Der Neue aus Hollywood heißt „Ninja Assassin“

von Von Sabine Schicketanz

Im März soll im Studio Babelsberg Drehstart für den neuen Warner Bros.-Film sein – erwartet werden erneut die Wachowski-Brüder

Babelsberg - Studio Babelsberg steht weiter hoch im Kurs in Hollywood: Bereits Anfang März sollen nach PNN-Informationen in den Potsdamer Filmhallen die Dreharbeiten für den Actionfilm „Ninja Assassin“ beginnen. Damit finden sich die Brüder Andy und Larry Wachowski – berühmt geworden durch ihre weltweit erfolgreiche „Matrix“-Trilogie – und Produzent Joel Silver nach nur siebenmonatiger Pause wieder in Babelsberg ein.

Im Jahr 2007 führten die Wachowskis von Juni bis Ende August im Potsdamer Studio Regie bei der Comic-Verfilmung „Speed Racer“. Mit dabei war neben Stars wie Susan Sarandon und John Goodman auch der südkoreanische Popstar Jung Ji-hoon, genannt Rain. Er soll nun die Hauptrolle in „Ninja Assassin“ übernehmen. Auch der Regisseur des Actionstreifens arbeitete bereits in Babelsberg: James Mc Teigue drehte Anfang 2005 „V for Vendetta“ mit Natalie Portman in Potsdam – Produzenten waren auch bei diesem Hollywood-Projekt die Wachowskis und Silver. Studio Babelsberg wollte das Wiedersehen mit den „alten Bekannten“ auf Anfrage nicht kommentieren. Zahlreiche Branchendienste meldeten aber bereits die Verpflichtung des Popstars Rain sowie den geplanten Dreh in Babelsberg.

Wenig ist dagegen bisher über den Inhalt von „Ninja Assassin“ bekannt. Das Buch sollen Andy und Larry Wachowski selbst geschrieben haben. Darin soll es um Schattenkrieger gehen, die in Geheimbünden trainieren und gefährliche Attentate ausführten. Der Film soll Ende 2009 in den Kinos anlaufen.

Zuvor startet im Mai 2008 aber zunächst „Speed Racer“ auf den Leinwänden. Der Film soll angeblich zum Filmfestival im französischen Cannes, das vom 14. bis zum 25. Mai stattfindet, präsentiert werden. Der Familien-Actionfilm um einen jungen Rennfahrer hatte Babelsberg volle Hallen und gute Umsätze beschert. Nach damaligen Angaben des Studio-Vorstands Carl L. Woebcken gaben die US-amerikanischen Produzenten bis zu 40 Millionen Euro in Babelsberg und der Region aus. Zwölf der 21 Hallen waren für den Film vermietet und 500 feste und freie Mitarbeiter daran beteiligt. Mit einer Tochterfirma ist das Studio zudem Koproduzent. Aus dem Deutschen Filmförderfonds (DFFF) erhielt „Speed Racer“ neun Millionen Euro. Ob auch die neue Produktion über das Steuermodell gefördert wird, ist nicht bekannt; ebenso gibt es bisher keine Angaben zum Budget.

Maßgeblich für den neuen Auftrag könnte aber die technische Infrastruktur in Babelsberg sein: Für „Speed Racer“ hatten die Studio-Chefs die Filmhallen mit „Visual Effects“-Ecken ausstatten lassen. Dort konnten die computeranimierten Szenen sofort mit den real gedrehten zusammengefügt werden – bei „High Tech“-Filmen ein Muss. Verantwortlich für die so genannten „Visual Effects“ bei „Speed Racer“ war Oscar-Preisträger John Gaeta.

Für den südkoreanischen Popstar Rain ist „Ninja Assassin“ bereits der dritte Film. Im vergangenen Jahr präsentierte er auf der Berlinale die schräge Komödie „I“m a Cyborg, but that“s ok“.

Social Media

Umfrage

Die Einengung der Zeppelinstraße in Potsdam hat im Zuge der Dieseldebatte bundesweit Interesse geweckt. Ist die Maßnahme nötig, um ein Dieselfahrverbot in Potsdam zu verhindern? Stimmen Sie ab!