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  • 03.07.2014

HINTERGRUND: Der Uferweg-Experte ist weg

Sven Klosa

Keiner kannte die Fakten rund um die Uferwege am Groß Glienicker und am Griebnitzsee so gut wie er: Sven Klosa. Wie viele Anwohner klagen? An welchen Stellen ist der Weg gesperrt? Wer ist unter Umständen zu einer Einigung bereit? Sven Klosa konnte all diese Fragen aus dem Stegreif beantworten. 2010 wurde er von der Stadtverwaltung zum Leiter der neu gegründeten Projektgruppe Uferwege ernannt und sollte die Stadt in dem immer unübersichtlicheren Streit mit den Anwohnern vertreten. Unübersichtlich ist der Konflikt weiterhin, doch lösen muss ihn nun ein anderer. Denn seit Mitte Mai arbeitet Klosa nicht mehr für die Stadtverwaltung, sondern für die städtische Pro Potsdam. Ein Nachfolger wird derzeit gesucht, die Auswahlgespräche finden nach Angaben der Stadt noch in der ersten Juli-Hälfe statt. Klosa habe sich bereit erklärt, bis zur Einarbeitung seines Nachfolgers noch als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen, hieß es. Der neue Uferwegbeauftragte wird viele ungelöste Probleme vorfinden: Zum einen die Enteignungsprozesse in Groß Glienicke (siehe oben), zum anderen der Konflikt mit den Anwohnern am Griebnitzsee. 18 von ihnen haben gegen den von der Stadt erarbeiteten Bebauungsplan für einen Uferweg geklagt. 2009 hatten sie damit schon einmal Erfolg, nun soll ein Mediator helfen. Doch dieser habe noch immer nicht mit allen Anrainern wie geplant sprechen können, hieß es von der Stadt am Mittwoch. Erst danach wollte der Mediator mit den eigentlichen Verhandlungen beginnen. wik

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