20.01.2018, 2°C
  • 10.04.2014

Aufschub für Babelsberger Kleingärten

Erlaubt. Im Glienicker Winkel sollen Wohnhäuser dominieren. Foto: M. Thomas

Babelsberg - Im Streit um den Bebauungsplan für den Glienicker Winkel deutet sich eine alternative Lösung an: Kleingärtner und Eigentümer sollen die Chance bekommen, sich gütlich auf eine Garantie sowohl für die vorhandenen Kleingärten als auch für die dauerhaft genutzten Wohnhäuser zu einigen. Das hatten die Stadtverordneten Saskia Hüneke (Grüne) und Wolfhard Kirsch (Bürgerbündnis) vorgeschlagen. Der Bauausschuss vertagte deshalb am Dienstagabend die Entscheidung über eine mögliche Teilung des Bebauungsplans „Kleingärten Babelsberg-Nord“.

Vorangegangen war eine emotionale Debatte. Vertreter zweier Kleingartensparten hatten den Erhalt der bestehenden Planungsgrundlage gefordert. Ein Vertreter der Grundstückseigentümer teilte mit, dass dies nicht hinnehmbar sei. Der Vertrag mit dem Kreisverband der Kleingärtner als Zwischenpächter sei bereits gekündigt. Notfalls werde man gerichtlich das Baurecht im Bereich Glienicker Winkel durchsetzen. Unabhängig davon könnten die jetzigen Pächter nach dem Willen der Eigentümer ihre Parzellen behalten.

Aus Sicht der Verwaltung ist der Glienicker Winkel bereits jetzt ein sogenannter ungeplanter Innenbereich, weil dort überwiegend dauerhaft genutzte Wohnhäuser stehen. Bei einer Klage bestehe deshalb die Gefahr, dass der Bebauungsplan für die gesamte Kleingartenanlage aufgehoben werde, wenn er nicht geteilt wird. Dem widersprach unter anderem der Stadtverordnete Pete Heuer (SPD). Die ursprünglichen Planungsziele sollten nicht aufgegeben werden, so Heuer. mar

Social Media

Umfrage

Soll die Biosphäre abgerissen werden, wie es die Grünen-Fraktion im Stadtparlament nun fordert? Stimmen Sie ab!