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  • 13.02.2014
  • von Henri Kramer

Umstrittenes Kirchenbau-Projekt: Bürgerbegehren gegen Garnisonkirche

von Henri Kramer

Daumen rauf oder runter? Die Gegner des Wiederaufbaus der Garnisonkirche starten eine Bürgerbefragung in Potsdam. Foto. dpa

Die einen wollen ihn unbedingt - die anderen unbedingt verhindern: Den Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche. Jetzt wollen die Gegner ein Bürgerbegehren starten - und so herausfinden, was die Mehrheit der Potsdamer will.

Potsdam - Die Initiative für ein Potsdam ohne Garnisonkirche will ein Bürgerbegehren gegen das Wiederaufbauprojekt starten. Das kündigte das Bündnis am Donnerstag an, Details sollen am heutigen Freitag bei einer Pressekonferenz bekannt gegeben werden. Nach PNN-Informationen will die Initiative die Potsdamer voraussichtlich über folgende Fragestellung abstimmen lassen: „Sind Sie für den Austritt der Stadt Potsdam aus der Stiftung für den Wiederaufbau der Garnisonkirche?“ Zudem will die Initiative um Partner für ihr Vorhaben werben. Aus dem Umfeld der Initiative hieß es, auch die genaue Fragestellung sei noch diskutierbar.

Sollte das Bürgerbegehren starten, müsste zunächst ein Zehntel der wahlberechtigten Potsdamer, also knapp 13 000 Bürger, dafür eine Unterschrift geben. Gelingt dies, können entweder die Stadtverordneten für den Austritt stimmen oder es kommt zum Bürgerentscheid. Dabei kann über die gestellte Frage nur mit „Ja“ oder „Nein“ abgestimmt werden. Wenn mindestens 25 Prozent aller stimmberechtigten Potsdamer zustimmen und mit ihrem Ja eine Mehrheit bilden, ist der Entscheid erfolgreich und gilt als gefasster Beschluss. Über den Wiederaufbau der 1968 gesprengten Garnisonkirche wird in Potsdam seit Jahren gestritten.

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