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Themenschwerpunkt:

Rechtsextremismus

  • 23.10.2013
  • von Henri Kramer

Rechtsextreme Aktion in Potsdam: Hakenkreuz am neuen Landtagsschloss

von Henri Kramer

Kein Hakenkreuz: Bis zu drei Jahren Haft kann das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen nach sich ziehen. Foto: dpa

Ein Plakat mit einem Hakenkreuz haben Unbekannte an der Auffahrt zum neuen Stadtschloss aufgehängt. Der Staatsschutz ermittelt jetzt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidrieger Organisationen.

Innenstadt - Unbekannte Täter haben ein Plakat, auf dem ein Hakenkreuz zu sehen war, an der Auffahrt zum neuen Landtagsschloss aufgehängt. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, hätten am Montag gegen 22 Uhr mehrere vorbeifahrende Autofahrer die Polizei wegen des 1,80 mal 1,40 Meter großen Banners alarmiert. Unter dem Hakenkreuz habe die Losung gestanden: „Die Welt soll sehen.“

Nun würden Zeugen gesucht, die die Täter identifizieren könnten, sagte Polizeisprecherin Diane Jende. Der polizeiliche Staatsschutz ermittle wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Für diese Straftat sieht das Gesetz bis zu drei Jahre Haft vor. Hinweise nimmt die Polizei unter Tel.: (0331) 550 812 24 entgegen.

Potsdamer Neonazis haben zuletzt mit mehreren Propaganda-Aktionen für Empörung gesorgt: Ende September schmierten Unbekannte Hakenkreuze vor ein ab 2015 geplantes Flüchtlingsheim in der Heinrich-Mann-Allee. In der Nacht vor der Bundestagswahl versuchten Neonazis den Zugang zu einem Wahllokal in Drewitz zu blockieren und ließen Propaganda-Material vor weiteren Wahllokalen in Potsdam und Umgebung zurück.

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