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Themenschwerpunkt:

Stadtentwicklung

  • 05.09.2013
  • von Alexander Fröhlich

Potsdamer Mieter in Not: Wohnungsnachfrage steigt rasant

von Alexander Fröhlich

In Potsdam zu knapp: Wohnungen. Foto: Manfred Thomas

Potsdam steht in der Rangliste ganz oben: Der Bedarf an Wohnraum wächst stark, im Land aber droht Leerstand.

Potsdam - Die angespannte Lage auf dem Potsdamer Wohnungsmarkt wird sich nach Ansicht des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in den nächsten Jahren drastisch verschärfen. Nach einer am gestrigen Donnerstag in Berlin vorgestellten Studie gehört Potsdam zu den zehn Städten und Landkreisen in Deutschland, in denen bis 2030 die Nachfrage nach Wohnraum am stärksten steigt. Die anderen neun Kommunen liegen allesamt in Bayern, München und Umland. Bei konstanter Wohnfläche pro Kopf wird der IW-Studie zufolge in Potsdam die Nachfrage um fast 12 Prozent steigen. Bei steigender Pro-Kopf-Wohnfläche errechnete das IW einen Anstieg von knapp 31 Prozent bei der Wohnungsnachfrage. Damit landet Potsdam in den Top Ten auf Platz sechs. „Potsdam hat eine Sonderstellung“, sagte IW-Referent Ralph Henger den PNN. „Die Stadt hat sich in den vergangenen zehn Jahren gut entwickelt und profitiert von der Attraktivität Berlins, sie ist ein Ausweichstandort.“


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Das arbeitgebernahe Wirtschaftsforschungsinstitut sprach sich trotz der Konflikte um hohe Mieten und fehlenden Wohnraum gegen eine Mietpreisbremse aus, wie sie von der SPD gefordert wird. Dies sei für Städte wie Potsdam nicht sinnvoll. Am wichtigsten sei es, dass der Wohnungsbau anspringt. Die Mietpreisbremse sei ein falsches Signal an Investoren, weil damit Mieten und Renditen nicht steigen. „Wir sehen die Entwicklung nicht so dramatisch“, sagte Henger. „Die Bautätigkeit muss anspringen, da hinken wir ein paar Jahre hinterher. Die grundsätzliche Entwicklung ist gesund.“

 

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