• 05.09.2013
  • von Ingmar Höfgen

Angriffe auf Hunde: Drei Anzeigen wegen Giftködern

von Ingmar Höfgen

Hunde an der kurzen Leine halten

Drei Anzeigen wegen vergifteter Köder für Hunde sind in der Nacht zu Mittwoch bei der Potsdamer Polizei eingegangen. Details zu den Orten, wo die Tierbesitzer Giftköder gefunden haben, teilte die Polizei am Mittwoch nicht mehr mit. Tiere zu vergiften kann sowohl als Sachbeschädigung als auch Verstoß gegen das Tierschutzgesetz wegen Tötens eines Wirbeltieres strafbar sein.

Insgesamt acht Haustiere, darunter sieben Hunde und eine Freigängerkatze, sind in den vergangenen Wochen gestorben, nachdem sie offenbar vergiftetes Futter im öffentlichen Raum gefressen hatten (PNN berichteten). Das hatte Christoph Wolf vom Verein Tierrettung Potsdam am Dienstag mitgeteilt. Sechs dieser Tiere starben laut Aussage Wolfs am vergangenen Wochenende, vier im Kirchsteigfeld und zwei am Humboldtring. Insgesamt sind dem Verein 42 Giftköder-Funde aus dem gesamten Stadtgebiet gemeldet worden.

Auch bei der Stadt sind wie berichtet fünf Meldungen eingegangen. Die Bürger haben sich an die untere Jagdbehörde gewandt, weil teilweise auch Waldgebiete betroffen sind. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes sollen verstärkt darauf achten, ob sie etwas Verdächtiges bemerken, sagte ein Stadtsprecher. Die Zahl der Mitarbeiter reiche aber nicht, um die Stadt zu durchkämmen. Er rate dazu, die Hunde an die kurze Leine zu nehmen und nichts fressen zu lassen, was auf dem Boden liegt. Um welches Gift es sich handeln könnte, dazu liegen der Stadt derzeit keine Erkenntnisse vor. Rattengift in den entsprechenden Fallen sei im Stadtgebiet allerdings nichts ungewöhnliches. Die Fallen seien so konstruiert, dass Hunde und Katzen an das Gift nicht herankommen können, und müssen gekennzeichnet sein.

Bei der Oberförsterei Potsdam waren am Mittwoch keine Meldungen von Hundebesitzern über giftige Köder im Wald bekannt. Sensibilisiert ist die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten nach den Medienberichten. Auf mögliche Köder achten die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes nun verstärkt, sagte eine Sprecherin der Stiftung. Der Verein Tierrettung Berlin-Brandenburg, dem Schönefelder Pendant zum gleichnamigen Potsdamer Verein, sei zweimal zu möglichen Vergiftungen gerufen worden – es habe sich aber um Fehlalarme gehandelt.

Die Tierrettung Potsdam ist ständig

erreichbar unter (0151) 70 12 12 02. Eine 24-Stunden-Sprechstunde bietet die

Tierklinik Am Wildpark, (0331) 97 30 34 .

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