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  • 14.08.2013

Badneubau, Tierheim, Theater Stadtverordnete vor wichtigen Beschlüssen

Die politische Sommerpause ist vorbei und den Stadtverordneten stehen in ihrer nächsten Sitzung am 4. September wichtige Entscheidungen ins Haus. Eine der bedeutendsten ist sicher das Votum zum Bau des neuen Schwimmbades am Brauhausberg. Bereits am heutigen Mittwoch stellen die Stadtwerke die Ergebnisse des Architektenwettbewerbs im Hauptausschuss erstmals politisch zur Diskussion.

Das Hauptaugenmerk dürfte dabei wohl den Kosten gelten: Keiner der Wettbewerbsteilnehmer konnte die Vorgabe der Stadtverordneten einhalten, dass das Bad nicht teurer als 23 Millionen Euro sein darf, Parkplätze nicht eingerechnet. Inzwischen ist klar, dass das Bad summa summarum etwa 30 Millionen Euro kosten dürfte. Gewonnen hatte den Wettbewerb das Berliner Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner (GMP), das ein rechteckiges Gebäude mit Tiefgarage und Saunalandschaft auf dem Dach entworfen hatte. Mit dem Sieger und den beiden Zweitplatzierten wollen die Stadtwerke Verhandlungen über den Bau des Bades führen. Welcher Entwurf zum Zuge kommt, müssen die Stadtverordneten entscheiden. SPD und Linke haben aber bereits signalisiert, dass sie eine Erhöhung der Baukosten mittragen würden, sofern sie plausibel begründet werden.

Ebenfalls brisant dürfte die Diskussion um die Vergabe des neuen Potsdamer Tierheims werden. Wie berichtet hatte es vor wenigen Tagen Verwirrung um zwei Schreiben gegeben, die die Stadtverwaltung an zwei Teilnehmer des Bieterverfahrens geschickt hatte – den Tierschutzverein (TSV) und den Bad Belziger Verein „Tierfreunde Berlin-Brandenburg e.V.“. Ersterem hatte die Verwaltung – unabgestimmt mit der Rathausspitze – mitgeteilt, dass er dem Mitbewerber unterlegen sei. Aus der Verwaltung hieß es daraufhin, dass noch kein Bescheid ergangen sei, sondern lediglich eine Beschlussvorlage für die Stadtverordneten vorbereitet werde. Der Hauptausschuss soll im September über die Vorlage abstimmen. Um den Bau eines Tierheims wird seit Jahren gerungen. Auf Antrag der Linken hatten die Stadtverordneten im April 2012 beschlossen, das leer stehende Sago-Gelände an der Michendorfer Chaussee für ein Tierheim auszuschreiben – gegen den Widerstand der städtischen Wirtschaftsförderung, die das Areal für die Ansiedlung eines großen Produktionsbetriebs freihalten wollte.

Aktuell beschäftigt sich der Hauptausschuss heute mit den Vorgängen im Hans Otto Theater. Vor der Sommerpause hatte der Betriebsrat der Spielstätte geschlossen seinen Rücktritt erklärt. Grund soll die Unzufriedenheit vieler Mitarbeiter mit dem hohen Arbeitspensum und dem Führungsstil von Intendant Tobias Wellemeyer sein. Dessen Vertrag war von der Stadt erst im Frühjahr bis 2018 verlängert worden. pee

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