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  • 09.07.2013

Schwimmbad-Gewinner wird gekürt

Am heutigen Mittwoch entscheidet sich, wie Potsdams neues Badeparadies aussehen soll. Die fünf Siegerentwürfe werden öffentlich vorgestellt

Innenstadt - Wie wird das neue Schwimmbad aussehen – und wie teuer wird es letztlich werden? Diese Fragen werden am heutigen Dienstag beantwortet. Im Anschluss an die Jurysitzung, die den Sieger des Architektenwettbewerbs kürt, wollen die Stadtwerke Potsdam als Bauherr des neuen Bades am Brauhausberg die Preisträger bekannt geben, wie das kommunale Unternehmen am Montagabend mitteilte. Nach PNN-Informationen soll es insgesamt fünf Siegerentwürfe geben, die heute erstmals öffentlich vorgestellt werden.

Mit dem Bau des neuen Sport- und Freizeitbades wollen die Stadtwerke im Frühjahr 2014 beginnen, die Eröffnung ist für das Jahresende 2016 geplant.

Wie berichtet hatten sich die Potsdamer in einer Bürgerbefragung mit überwältigender Mehrheit von rund 66 Prozent für einen Badneubau auf dem Brauhausberg entschieden. Lediglich ein Drittel der Teilnehmer votierte für den Bau eines neuen Schwimmbades neben der Biosphäre im Bornstedter Feld, wie es die Stadtverwaltung favorisiert hatte.

In einer ersten Wettbewerbsstufe hatten insgesamt 14 Planungsbüros Vorschläge ausgearbeitet, wo das neue Schwimmbad am Brauhausberg errichtet werden kann und in welcher Form sich zusätzlich eine Wohnbebauung realisieren lässt. Als Gewinner kürte eine Jury Anfang März die Potsdamer Architekten Markus Löffler und Markus Engel. Nach ihrem Vorschlag soll das Schwimmbad am Fuße des Brauhausbergs errichtet werden, eine lange Pergolamauer soll den geplanten Außenbadebereich vor dem Lärm und den Autoabgasen des Leipziger Dreiecks abschirmen.

Zwischen neuem Schwimmbad und dem alten Landtag sind mehrere Stadthäuser mit insgesamt fast 180 Wohnungen geplant. Mit dem Verkauf der Grundstücke für den Wohnungsbau wollen die Stadtwerke einen Teil der Baukosten für das Bad refinanzieren, das nach einem Beschluss der Stadtverordneten nicht teurer als 23 Millionen Euro sein darf. Für den Wohnungsbau müssen die alte DDR-Schwimmhalle und das frühere Terrassenrestaurant „Minsk“ abgerissen werden. Löfflers und Engels Vorschlag lässt die Möglichkeit, das „Minsk“ zu erhalten, zwar ausdrücklich offen – allerdings könnten dann weniger Wohnungen gebaut werden.

Den Architektenwettbewerb hatten die Stadtwerke im März ausgelobt, die Teilnehmerzahl war auf 20 begrenzt. Der Sieger erhält ein Preisgeld von 33 000 Euro. In der Jury sitzen unter anderem Baudezernent Matthias Klipp (Grüne) und Stadtwerkechef Wilfried Böhme. pee

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