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  • 21.01.2013

Keine Sicherheit: Polizei schickt Fans heim

Potsdam-West - Die Potsdamer Hallenmasters in der MBS-Arena sind am gestrigen Sonntagnachmittag durch Lücken bei der Absicherung durch die Polizei überschattet worden. Einige Fans mussten vorzeitig abreisen, weil die Polizei ihre Sicherheit nicht mehr gewährleisten konnte. Zeitweise herrschte erhöhte Alarmbereitschaft. Auslöser war die Furcht vor einer gewaltsamen Konfrontation von rund 70 Hooligans des polnischen Zweitligisten Polonia Bytom, die als rechtsextrem und äußerst gewaltbereit gelten, und Fans der U23-Mannschaft von Dynamo Dresden. Überdies waren mit rund hundert weit mehr Dynamo-Fans angereist als vorab vermutet. Die Polizei sei davon überrascht worden, sie war zum Turnierstart am Sonntagnachmittag nur mit rund 30 Beamten angerückt. Die Fans des linken Traditionsvereins Tennis Borussia Berlin verließen dann bereits eine Stunde nach Turnierbeginn auf Bitten der Polizei vorzeitig die MBS-Arena. Als Grund nannten ihnen die Beamten, die Polizei könne nicht mehr für ihre Sicherheit garantieren. Einige Tebe-Fans waren aus Furcht vor Zusammenstößen erst gar nicht zum Turnier angereist, weil sie bereits im Vorfeld von der Zahl der Einsatzkräfte erfahren hatten. Der Einsatzführer der Polizei forderte schließlich weitere Kräfte an, die sich einsatzbereit hielten. Bis Redaktionsschluss blieb die Lage in der MBS-Arena dann ruhig. Auch die Dresden-Fans verließen am frühen Abend das Turnier.

Immer wieder kommt es im Land Brandenburg, begünstigt auch durch fehlende Polizeikräfte, zu Konfrontationen zwischen Fußballfans. Vor mehr als einem Jahr waren Tebe-Fans und Spieler in Frankfurt (Oder) bei einem Hallenturnier antisemitisch beschimpft und attackiert worden.axf/pek

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