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  • 28.11.2012

NACHRICHTEN

Volkspark-Eintritt: Empörung über Stadtverwaltung

Bornstedter Feld - Linke-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg nennt das Vorgehen „eine Frechheit“, der Andere-Stadtverordneten Arndt Sändig bezeichnet es als „nicht plausibel“: Der Vorstoß der Stadtverwaltung gegen einen billigeren Eintritt im Volkspark sorgt in der Stadtpolitik für Empörung. Wie berichtet sollen die Stadtverordneten am nächsten Mittwoch darüber abstimmen, ob die von ihnen vor zwei Monaten beschlossene Reduzierung des Eintrittskartenpreises für den Volkspark von 1,50 Euro auf einen Euro zurückgenommen wird. Diesen Antrag hatte die Bauverwaltung von Grünen-Dezernent Matthias Klipp gestellt. Scharfenberg sagte, er habe rechtliche Zweifel, ob das Vorgehen zulässig sei, ein- und dieselbe Sache mehrmals abstimmen zu lassen. Sändig sagte, die Potsdamer Exekutive solle das Mehrheitsvotum der Stadtverordneten akzeptieren. HK

Zahl der Obdachlosen in der Awo-Notaufnahme verdreifacht

Die Zahl der Personen, die jährlich in der Notaufnahme des Obdachlosenheims der Arbeiterwohlfahrt (Awo) aufgenommen werden, hat sich seit 2003 mehr als verdreifacht. Suchten damals noch 55 Obdachlose dort Hilfe, waren es 2012 allein bis Ende Juli schon 162. Das teilte die Awo am Dienstag mit. Alle Einrichtungen der Potsdamer Wohnungslosenhilfe gerieten an ihre Kapazitätsgrenzen, hieß es weiter. So sei etwa auch die Verweildauer im Familienhaus auf durchschnittlich 15 Monate angestiegen. Die Awo fordert ein landesweites Konzept zur Obdachlosenhilfe sowie Sozialwohnungen in allen Stadtbezirken. Am 21. Dezember organisiert der Awo-Bezirksverband im Dorint-Hotel erneut die Weihnachtsfeier für Obdachlose und von Obdachlosigkeit Bedrohte. Erwartet werden 600 Gäste. Spenden dafür sammelt die Awo beim Böhmischen Weihnachtsmarkt am Wochenende in Babelsberg, am 4. und 6. Dezember vor dem Stadthaus sowie vom 12. bis 14. Dezember in den Bahnhofspassagen. jaha

Günstige Wohnungen für Potsdamer Studenten knapp

Bezahlbarer Wohnraum für Studenten ist laut dem Studentenwerk Potsdam knapp. So gebe es stets lange Wartelisten, sagte Sprecherin Gudrun Wewetzer am Dienstag. „Aber das Geld für den Bau weiterer Anlagen ist nicht da“. Die Angebote des freien Wohnungsmarktes seien für die meisten der rund 25 000 Studenten zu teuer. Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) diskutierte in Berlin gemeinsam mit Studentenwerken und Ländern mögliche Lösungen. Ramsauer sieht vor allem „die Länder in der Pflicht“. Brandenburgs Wissenschaftsministerin Sabine Kunst (parteilos) geht davon aus, dass sich der Bund finanziell für den Wohnheimbau einsetzen wird. „Ich bin gespannt, wie Minister Ramsauer sich eine Kofinanzierung vorstellt.“ dpa

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