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  • 24.08.2012

NACHRICHTEN

Soli-Konzert für „Pussy Riot“

Babelsberg - Für den heutigen Freitag ist in Potsdam ein Solidaritätskonzert für die in Russland zu Lagerhaft verurteilte Punkband „Pussy Riot“ geplant. Das Projekthaus des Inwole-Vereins in der Rudolf-Breitscheid-Straße 164 teilte mit, dass die Erlöse aus dem Konzert an die inhaftierten Musikerinnen der Band gehen sollen. Es handelt sich um die erste öffentliche Solidarisierungsaktion in Potsdam. Die Bands ab 20 Uhr heißen Schmachwanderunk, Dachlawine und Conium. HK

Schröder wechselt zur Polo

Der scheidende CDU-Fraktionschef Michael Schröder kann zweiter Geschäftsführer der kommunalen Pro-Potsdam-Tochter Polo werden. Die Rathauskooperation aus SPD, CDU/ANW, FDP und Grünen lehnte am Mittwochabend mit knapper Mehrheit einen Antrag der Linken ab, in kleinen städtischen Gesellschaften wie der Polo keine zweite vollbezahlte Geschäftsführerstelle einzurichten und entsprechende Entscheidungen auch rückwirkend aufzuheben. Allerdings stimmten auch einzelne Mitglieder der Kooperation mit der Opposition im Stadtparlament. Linke-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg sagte, dass nötige Vier-Augen-Prinzip bei Entscheidungen in kleineren städtischen Gesellschaften lasse sich auch ohne eine weiteren Chefposten sichern. Schröders Beförderung innerhalb der Pro Potsdam – bisher ist er Teamleiter für Immobilien – kam ohne Ausschreibung zustande. Bei der Polo beginnt er Anfang September. Deswegen gibt er sein Stadtverordnetenmandat zurück. In einer persönlichen Erklärung sagte Schröder, er verabschiede sich mit Wehmut, doch er werde in seiner neuen Position weiter „an der Gestaltung der Stadt mitwirken“. HK/SCH

Goethe-Schüler bleiben in Potsdam

Babelsberg - Bildungsdezernentin Iris Jana Magdowski (CDU) hat Befürchtungen widersprochen, dass Schüler der Goethe-Gesamtschule nach Schließung der Einrichtung Mitte 2014 in den Umlandgemeinden lernen müssen. Das Schulamt habe zugesagt, dass die Schüler auch weiter an Potsdamer Gesamtschulen unterrichtet werden könnten, sagte Magdowski am Mittwochabend den Stadtverordneten. Zuvor hatte eine Vertreterin der Schule gewarnt, dass angesichts der ohnehin schon äußerst beliebten Gesamtschulen in Potsdam für die Goethe-Schüler womöglich keine Plätze zur Verfügung stehen könnten. HK

Zukunft der Wagenhausburg unklar

Hermannswerder - Am 19. September soll sich die Zukunft der Wagenhausburg auf Hermannswerder entscheiden. Dann werde er im Hauptausschuss einen Vorschlag einbringen, kündigte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) am Mittwochabend vor den Stadtverordneten an. Die Linke fordert in einem Antrag, mit den Bewohnern der Wagenhausburg über einen Erbbaurechts- oder Kaufvertrag für den Standort Tornowstraße 38 zu verhandeln. Die Stadtverwaltung hatte zuletzt vorgeschlagen, dass die Bewohner fünf Jahre an ihrem angestammten Platz bleiben können. In dieser Zeit würde den 22 Bewohnern sowohl das Vorkaufsrecht für das gut 5000 Quadratmeter große Grundstück zum Verkehrswert von gut 1,9 Millionen Euro eingeräumt als auch ein Alternativgrundstück am Kuhforter Damm in Golm vorgehalten. Das hatten die Bewohner jedoch abgelehnt. HK

Stadt ehrt Carola Müller

Innenstadt - Am 9. November will die Stadtverwaltung die Potsdamerin Carola Müller ehren. Die 1901 geborene Müller hatte in der NS-Zeit ihre jüdischen Freunde unterstützt, die dann in die USA emigrieren konnten. 1945 sei sie selbst dorthin ausgewandert, sagte Kulturbeigeordnete Iris Jana Magdowski (CDU) am Mittwoch im Stadtparlament. Bereits 1979 sei Müller in Israel als „Gerechte unter den Völkern“ ausgezeichnet worden. In Potsdam soll ab dem 9. November eine Gedenktafel an ihrem ehemaligen Wohnort in der Ebräerstraße Ecke Platz der Einheit an Müller erinnern. Weitere Tafeln sollen am 9. November 2013 für das Ehepaar Sell und Dorothea Schneider aufgehängt werden, die ebenfalls Juden retteten, so Magdowski. SCH

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