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  • 16.05.2012
  • von Kay Grimmer

Mode in der Tram und 300 alte und junge Fritze Erlebnisnacht-Verein stellt Fest-Höhepunkte vor

von Kay Grimmer

Unsicher. Der Auftritt der „Mööpps“ ist vakant, weil Geld fehlt. Foto: M. Thomas

Sonst stehen sie in Babelsberg vor der Kamera – am letzten Juli-Wochenende sind die Gesichter der RTL-Daily Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ in einer Potsdamer Straßenbahn zu erleben: Als Models. Die „Fashion Tram“, bei der eine fahrende Straßenbahn zum Laufsteg und Mode von renommierten Labels und Nachwuchsdesignern aus der Region präsentiert wird, ist einer der Höhepunkte der diesjährigen Potsdamer Erlebnisnacht, die traditionell am letzten Juli-Samstag stattfindet.

Wenn am 28. Juli um 15 Uhr auf dem Luisenplatz zum achten Mal das stadtweit größte Fest eröffnet wird, hoffen die Veranstalter vom Verein „Potsdam mittendrin“ vor allem auf eins: Kein Regen. Denn die anhaltenden Wassermassen aus dem vergangenen Jahr sind den Machern des Innenstadt-Festes noch ungut in Erinnerung. Auch deshalb wird es in diesem Jahr eine Wiederholung des Eisfußball-Turniers geben, das 2011 durch den Regen arg beeinträchtigt wurde. Die Kunststoff-Eisbahn soll sogar schon 14 Tage zuvor zum Üben und zur Teambildung genutzt werden können, geht es nach dem Wunsch des Organisators Andree Recker von der Runden Fußballschule. „Aber die 2011 aus der Not geborene Idee, blaue Müllsäcke um die Schuhe zu machen, um keine nassen Füße zu bekommen, darf gern zum Eisfußball-Markenzeichen in Potsdam werden“, forderte er die Teams dieses Jahres auf, sich dem Plastiktüten-Chic am Fuß nicht zu verweigern. In diesem Jahr dürfen sich auch nicht nur Firmen, sondern auch Vereine anmelden.

Zentraler Bestandteil des Festes indes bleiben die Gastronomen und Händler der Innenstadt, die bis in die Nacht mit Aktionen und Livemusik auf sich aufmerksam machen wollen. Während die Geschäftsinhaber mittlerweile keine gesonderte Genehmigung mehr benötigen, um bis Mitternacht zu öffnen, müssen sich Wirte per Antrag um eine mögliche Freiluft-Versorgung kümmern. Noch bis Ende Mai könnten alle Interessierten den Antrag auf www.potsdam-mittendrin.de herunterladen und ausfüllen. „Potsdam Mittendrin“-Vorsitzender Jörn Rohde vom „Hafthorn“ rechnet mit rund 40 Gastronomen, die sich erneut aktiv beteiligen werden. Deren Anmeldegebühr werde in diesem Jahr vor allem für das neue Sicherheitskonzept eingesetzt, das von der Stadt eingefordert und von Security-Profis erarbeitet wurde. „In Anbetracht der Loveparade-Katastrophe von Duisburg fühlen wir uns trotz der hohen Kosten auch viel sicherer mit dem neu erarbeiteten Konzept“, sagt Vereinsvorstand Gitty Oeckel.

So lässt es sich wesentlich entspannter unter Zehntausenden Besuchern feiern. Einziger Wermutstropfen: Bislang fehlt das Geld, die Luzerner Musik-Maskottchen des Fests, die „Mööpps“, wieder einzuladen – auch wenn der Verein weiter nach Sponsoren sucht und um Unterstützung vom Potsdamer Stadtmarketing bittet. Immerhin: Neu im Programm ist eine Straßenkünstler-Schau. Die Musiker, Akrobaten und „lebende Statuen“ sollen auf dem gesamten Festareal verteilt werden. Schließlich gibt es unter Umständen auch einen neuen Rekord zu feiern: Im Themenjahr „Friedrich 300“ suchen die Organisatoren 300 Besucher, die den Namen Friedrich oder Fritz tragen. Diese sollen sich kurz vor der Eröffnung am Luisenplatz einfinden. Und diese Umdeutung des Mottos hätte wohl selbst dem knorrigen Original-Fritz gefallen. Kay Grimmer

Anmeldungen von Teams zum Eisfußball-Turnier bei Gitty Oeckel: gitty.oeckel@potsdam-mittendrin.de oder Renee Recker info@die-runde-fussballschule.de

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