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  • 10.05.2012

Müller-Zinsius: Keine Verkäufe

Verliererstandort: Das von Ein- und Mehrfamilienhäusern dominierte Bornstedter Feld mit Volkspark und Biosphäre.F.: L. Hannemann

Finken will soziale Infrastruktur für Bornstedter Feld

Die kommunalen Flächen im Bornstedter Feld stehen für einen Verkauf zugunsten des neuen Potsdamer Schwimmbads nicht zur Verfügung. Das sagte Pro-Potsdam-Chef Horst Müller-Zinsius, zugleich Geschäftsführer des Entwicklungsträgers Bornstedter Feld, am Mittwoch den PNN auf Anfrage. Einmal sei derzeit kein verkaufbares Bauland ausgewiesen, so Müller-Zinsius – und selbst wenn kämen solche Einnahmen nur dem Treuhandvermögen des Entwicklungsträgers zugute. Damit würden sie nicht zur Finanzierung beliebiger Baumaßnahmen in der Stadt zur Verfügung stehen.

Zum Hintergrund: In der Bad-Debatte hatten Befürworter des Brauhausbergs mehrmals erklärt, zur Finanzierung des Bades könnten auch Flächen am Bornstedter Feld verkauft werden.

Horst Müller-Zinsius selbst hatte sich noch während der Bürgerbefragung explizit für das Bornstedter Feld stark gemacht. Nur dort sei das Bad finanzierbar, nur dort passe es städtebaulich und nur dieser Standort sei erweiterbar, hatte er argumentiert. Am Mittwoch sagte er, die Entscheidung der Bürger sei „schlichtweg zu respektieren“. Für das Bornstedter Feld werde sich vorerst nichts ändern, da die Ansiedlung des Bades „noch nicht integraler Bestandteil der konkreten Planung und der daraus entwickelten Kosten- und Finanzierungsübersicht gewesen sei.“

Enttäuscht über das Ergebnis der Befragung zeigte sich Matthias Finken (CDU) vom Bürgerforum Nord. Die Abstimmung zeige, dass der Norden noch nicht in Potsdam angekommen sei. Speziell für das Bornstedter Feld fehle Infrastruktur – von Kindertagesstätten über Bürgertreffs, Ärztehäuser bis hin zu ausreichend häufigen Tramverbindungen. Dieses Thema müsse von der Stadtpolitik nun offensiv angegangen werden, erklärte Finken den PNN – getreu einem Werbespruch des Entwicklungsträgers: „Schlafstädte sind out!“HK

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