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Themenschwerpunkt:

Stadtentwicklung

Umgang mit DDR-Architektur in Potsdam: Verschwindende Brüche

von Martin Sabrow

Foto: Andreas Klaer

Potsdam präsentiert sich als Modellfall einer politischen und bürgerschaftlichen Verhandlung über die Stellung der Vergangenheit in der Gegenwart – mit einer bemerkenswerten Besonderheit: Das architektonische DDR-Erbe ist in dieser Auseinandersetzung kaum repräsentiert.

Wer heute nach Potsdam kommt, wird im Stadtbild mit einer geschichtspolitischen Anstrengung sondergleichen konfrontiert: dem Wiederaufbau eines vor 66 Jahren zerstörten und vor über 50 Jahren abgetragenen Stadtschlosses, dessen Grundriss anschließend durch Neubauten und eine neue Verkehrsführung Potsdam vollkommen überbaut worden ist. Vor unseren Augen vollzieht sich ein unglaublicher Vorgang der Wiederbelebung einer Vergangenheit, die nur noch als überlieferte Vorstellung existierte, aber praktisch keine authentischen Reste und Spuren mehr in situ aufwies, mehr noch: Die allein noch vorhandenen originalen Baufundamente wurden im Zuge des Wiederaufbaus nach sorgfältiger Analyse beseitigt, das Gelände für den Neu-Altbau tiefenenttrümmert. Wer vor zehn Jahren vom Bahnhof über die Lange Brücke ging, hätte nicht glauben können, dass eines nicht sehr fernen Tages mitten auf der bisherigen Magistrale ein Hohenzollernschloss wieder erstehen würde, das den Weg in die Stadt wie ein Flaschenkorken absperren würde. Und eben dies geschieht in diesen Monaten: Die auf diesen Pfropfen zuführende Lange Brücke ist durch einen wieder etwas nach Norden versetzten Neubau für den Straßenbahn- und Busverkehr ergänzt worden und weist in der neuen Straßenführung nicht mehr zentral auf das Schlossgelände, sondern stattdessen auf sein sozialistisches Gegenstück, das ehemalige Interhotel, die stolze Höhendominante der sozialistischen Bezirksstadt Potsdam. Die hat nun vorerst Vorplatz und Freitreppe verloren, und muss nicht nur zugestehen, dass der Straßenverkehr jetzt unmittelbar dort entlangführt, wo bis vor kurzem der repräsentative Hoteleingang war, sondern für die Zukunft auch um ihre Fortexistenz bangen: Das Hotel „Mercure“ hat eine Bestandsgarantie nur bis Ende 2012. Und in diesen Wochen nimmt die Verschalung des Schlossdachs, für die Hasso Plattner abermals eine Spende in Millionenhöhe getätigt hat, weitere Gestalt an und begräbt damit endgültig die Vergangenheit des sozialistischen Stadtzentrums unter der zukünftigen Vorvergangenheit des preußischen Potsdams.

Nun: Potsdam ist nicht Dresden und der unerhörte Vorgang nicht ohne kritisches Echo. Statt einer gemeinschaftlichen Anstrengung einer Bürgerschaft, ihr im Zweiten Weltkrieg verlorenes Gesicht zu ersetzen, erlebt Potsdam eine publizistisch wie städtebaulich ausgetragene Auseinandersetzung um die zukünftige Stadtsilhouette, in der Schlossbefürworter gegen Schlossgegner streiten – gegen die „Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche Potsdam e.V.“ steht eine Initiative „Nicht mit uns“, die strikt gegen den Wiederaufbau ist, und gegen beide eine mittlerweile in der Öffentlichkeit marginalisierte „Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel“, die den Neubau der Garnisonkirche ganz dezidiert als Renaissance des Geistes von Potsdam verstanden wissen will. Also: Potsdam präsentiert sich als Modellfall einer politischen und bürgerschaftlichen Verhandlung über die Stellung der Vergangenheit in der Gegenwart – mit einer bemerkenswerten Besonderheit: Das architektonische DDR-Erbe ist in dieser Auseinandersetzung kaum repräsentiert.

Warum das so ist, soll im folgenden erörtert werden.

 

Potsdam als städtebauliche Projektionsfläche unterschiedlicher Stadterzählungen

Zunächst hat Potsdam anders als etwa Dresden durch die Jahrhunderte eine Projektionsfläche sehr unterschiedlicher und teils auch gegenläufiger Stadterzählungen gebildet:

 

Potsdam – die Stadt des Militarismus, in der Staat und Militär mehr galten als Zivilität und Bürgertugend;

Potsdam – die Stadt der kulturellen Vielfalt, in der sich italienische Renaissance, französisches Rokoko und holländischer Einschlag zu einem besonderen Potsdamer Geist der Toleranz ergänzt haben;

Potsdam – die Stadt des „preußischen Stils“, „eine Stadt der Selbstzucht und der Lebensverliebtheit, vornehm und einfach, adelig und bürgerlich“ (Hans-Joachim Schoeps);

Potsdam – die Welt der Potsdam-Deutschen, die zusammen mit den Moskau-Deutschen die erste deutsche Demokratie der Weimar-Deutschen in die Zange nahmen und vereint erstickten (Arnold Brecht);

Potsdam – die Stadt der „nationalen Revolution“ von 1933, in der der Marschall und der Gefreite sich die Hände reichten und die alten Eliten das Bündnis mit den neuen schlossen;

Potsdam – die Trümmerstadt, in der die Weltgeschichte zum Weltgericht wurde und Deutschland die Quittung für den zwölfjährigen Machtrausch der NS-Bewegung ausgestellt bekam;

Potsdam – die sozialistische Stadt des „roten Preußen“, in der der braune Ungeist samt seinen feudal-militaristischen Ursachen bis auf den letzten Ziegelstein ausgetrieben wurde;

Potsdam nach 1989 – die Stadt des Brückenbaus, in der sich die Bewahrung des Alten und die Schaffung des Neuen harmonisch zusammenfinden.

 

Zusammengefasst: Potsdam hatte nie eine allgemein akzeptierte eindeutige Identität, sondern war seit Jahrhunderten der städtebauliche Spiegel unterschiedlicher Stadterzählungen. Gefördert noch durch den enormen Bevölkerungsaustausch nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und beeinflusst auch durch die kulturelle Überprägung durch den nahen Nachbarn Berlin, hat sich somit nie ein unumstrittenes Potsdam-Bild ergeben, sondern eher ein patchwork teils konfligierender, teils auch nur diffuser Potsdam-Bilder.

Die Ergänzung von Alt und Neu als Paradigma der SED-Baupolitik in Potsdam

Die Marginalisierung des DDR-Erbes in der heutigen Potsdam-Debatte kann zweitens auch als Reaktion auf die Härte verstanden werden, mit der während der DDR-Zeit in das Weichbild der Stadt eingegriffen worden war. Das Bemühen des SED-Regimes, die Stadt des Geistes von Potsdam im Geist des Fortschritts umzuformen, stellte in der Tat einen konzentrierten Versuch dar, der Stadt ein einheitliches Gesicht zu geben. Mit welcher Suggestivkraft diese Neugestaltung einherging, mag ein kleines Detail illustrieren: die Rodung der alten Bittschriftenlinde im Januar 1949, in der bis zu Friedrichs Tod 1786 Bürger ihre Suppliken zu stecken pflegten:

„Sie ist nicht mehr“, berichtete die Märkische Volksstimme in ihrer Ausgabe vom 10. Januar 1949. „Das Licht des neuen Tages stieg eben über der Stadt empor. An dem ärmlichen Stummel der morschen ,Bittschriftenlinde‘ arbeiteten mit Feuereifer ein paar kräftige Männer und Frauen. Spaten schürften, kurz klangen Beilhiebe auf – und dann fraß sich eine Säge in den hölzernen Stumpf jenes unrühmlichen Zeugen einer tränenreichen Epoche unserer Geschichte. Kräftige Arbeiterfäuste packten zu – mit kurzem Klagen zerbarsten die Überreste der ,Bittschriftenlinde‘. Es war genau neun Uhr. Wenig später flackerte ein Schneidbrenner auf. Auch das verbogene und verbeulte schmiedeeiserne Gitter fiel. ,Stahl für Hennigsdorf', sagte einer. Ein Auto kam vorüber. Der Fahrer riß die Tür auf: ,Gott sei Dank, dass der olle Stummel endlich weg ist - das wurde aber auch Zeit.‘ ... Und die Sonne lachte über einer Stadt, deren fortschrittlichste Bewohner aus eigener Initiative ... den ersten Schritt auf einem neuen Weg in Potsdam getan haben. Der 9. Januar bedeutet für Potsdam eine Wende, ein neuer Geist zieht in die Landeshauptstadt ein.“

In den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde Potsdam zu einer sozialistischen Bezirksstadt umgebaut, die keineswegs alle erhaltenen Bauten aus der friderizianischen Zeit abräumte, aber ihnen doch keine Geltungsautonomie zugestand, wie eine Stadtbeschreibung von 1963 aus der Feder von Wilhelm Kunze verdeutlicht: „Potsdam ist in diesen Jahren ein einziger Bauplatz, wie es 1945 ein einziger Trümmerplatz war. Das Erbe von ‚Preußens Gloria‘, Trümmer, Schutt, Ruinen, ist inzwischen mit der größten Einsatzfreudigkeit und Opferbereitschaft Zehntausender Einwohner weggeräumt worden. Auch die Ruine des ehemaligen Stadtschlosses, das wie viele andere wertvolle Kulturdenkmäler und historische Bauten von den Bomben zertrümmert worden war, mußte abgetragen werden, weil der Grad ihrer Zerstörung keine andere Wahl ließ. Soweit es möglich ist, wird die historische Substanz erhalten, restauriert und in das neue Zentrum der Stadt einbezogen. Sein Gepräge erhält es jedoch durch Neubauten, die ganz vom Geist unseres sozialistischen Zeitalters bestimmt werden, wobei sich das Nebeneinander von Altem und Neuem harmonisch ergänzen wird und Potsdam dadurch in baulicher Hinsicht seinen ganz speziellen, historisch bedingten Charakter nicht verliert.“ Harmonische Synthese statt restlosen Abrisses – unter diesen Auspizien hätte selbst die 1968 abgerissene und in der heutigen Erneuerungsdebatte so prominente Potsdamer Garnisonkirche überleben können, und tatsächlich war ihr Schicksal nach 1945 keineswegs so eindeutig besiegelt, wie oft behauptet wird. Vielmehr waren die DDR-Behörden zunächst überaus uneinheitlich mit der ausgebrannten Turmruine umgegangen. Zwei Jahrzehnte lang, bis Ende 1966, waren an ihr laufende Sicherungs- und Instandsetzungsarbeiten durchgeführt worden, die zum Teil erhebliche Kosten verursacht hatten, und gerade erst mit dem Einbau von Stahlbetondecken in den vier Turmebenen begonnen worden.

Dass die Stadtverantwortlichen sich nur wenige Jahre entsprechend dem Willen der SED-Bezirksleitung anders entschieden, ging nicht alleine oder auch nur primär auf eine angebliche Willkürentscheidung von Ulbricht persönlich zurück, die vom pathologischen Preußenhass des Parteichefs zeugte, sondern ergab sich vor allem aus den Ordnungskriterien einer sozialistischen Denkwelt, in der den Zeugnissen der Vergangenheit kein eigenständiger Rang mehr zukam, sondern in das Paradigma der harmonischen Ergänzung des Neuen durch das Alte passen musste. Dieses Paradigma erlaubte immer die bauliche Spolienverwendung, wie wir sie am klarsten in der Übernahme des Schlossportals IV in das Staatsratsgebäude in Berlin-Mitte erkennen können, aber auch an den beziehungslos herumstehenden Obelisken und Kolonnaden in der Leipziger Straße in Berlin, aber auch an den erhaltenen Säulen der Schlossfreiheit hinter dem Potsdamer Interhotel oder eben an der Garnisonkirche.

Das Paradigma der harmonischen Ergänzung machte die Entscheidung zwischen Abriss und Neubau, die uns heute so schwerwiegend erscheint, für die Baukultur des SED-Staates zu einer Nebensache mit oft fast zufälligem Ausgang: Statt des Berliner Stadtschlosses hätte genauso der Abriss des Berliner Doms die notwendige Freiheit für einen zentralen Aufmarschplatz bieten können, und der bilderstürmerische Furor gegen die Hohenzollernbauten sparte in Berlin ausgerechnet die Zwingburg des Militarismus in Gestalt des Zeughauses aus und in Potsdam ausgerechnet die sakrale Pickelhaube in Gestalt von Schinkels Nikolaikirche. Dort aber, wo das Alte dem Neuen auch nur in der geringsten Anmutung entgegenzustehen schien, hatte es zu weichen. Die Garnisonkirche musste am Ende nicht zuletzt dem Argument weichen, dass durch ein Rechenzentrum an gleicher Stelle die „Durchsetzung des wissenschaftlich-technischen Fortschritts“ und „Voraussetzung für die Anwendung der elektronischen Datenverarbeitung“ sichtbar gemacht werden könnte, wie es in der zeitgenössischen Literatur hieß.

Dass der Abriss gegen erhebliche Widerstände in der Bevölkerung und bis in die bezirkliche SED-Führung durchgesetzt werden konnte, verdankte sich einem sozialistischen Zeitstil, dessen Geltungskraft sich auch in der DDR auf die Zeit zwischen 1955 und 1970 beschränkte, als das nach 1945 zunächst geltende Leitbild der „schönen deutschen Stadt“ durch das Städtebauziel der funktionalen sozialistischen Stadt abgelöst worden war. „Machen Sie das Zentrum hell und licht, damit nachfolgende Generationen sagen können: sie haben gut gebaut“, forderte Ulbricht 1966 im Einklang mit den geltenden Grundsätzen der herrschenden Städtebaupolitik von den Stadtplanern der DDR und enthüllte hierdurch auch die radikale Zukunftsorientierung einer Denkwelt, die das historisch gewachsene Ensemble einer Stadt nicht als gültiges Vermächtnis, sondern als bloße Voraussetzung des sozialistischen Städtebaus ansah. Unter diesen Umständen nur konnte der geringfügige Wärmeverlust in einer geplanten Heiztrasse zu einem Argument werden, das gleichrangig neben kunst- und stadthistorischen Gesichtspunkten rangierte und sie im Konfliktfall sogar überstimmte – wobei in der Denkordnung einer sozialistischen Befreiung von der Vergangenheit die Garnisonkirche aus ästhetischen wie aus ideologischen Gründen zugleich als ein Schandfleck erscheinen konnte: „Schöner denn je wird Potsdam wieder aufgebaut. ... Gespenstisch, aber mahnend zugleich erhebt sich, neben dem Neuen, noch gleichermaßen als Zeuge der finsteren Vergangenheit, die Ruine jener Stätte, in der 1933 die Hitlerfaschisten in den Sattel gehoben wurden.“ Entsprechend setzte die DDR an die Stelle eines barocken Kirchturms einen Plattenbau mit umlaufendem Mosaikfries, der das Ausgreifen der siegreich voranschreitenden Menschheit in den Weltenraum versinnbildlichte und den Triumph der radikalen Moderne in der Formel „E = mc2“ feierte.

 

„Regeneration“ als Leitcode der städtebaulichen Umgestaltung nach 1989

Ein dritter Grund für das Verschwinden der DDR-Bauten aus dem Gedächtnis unserer Zeit ergibt sich aus unserer radikal veränderten Haltung gegenüber der Vergangenheit. Unser Geschichtsdenken hat die ruhmorientierte Erinnerung durch die leidensbetonte Erinnerung ersetzt, und diese Durchsetzung der Opferperspektive schlägt bis auf das Bild der Stadt selbst durch. Auch sie steht unserem Denken nach 1989 nicht als stolze Vaterstadt, als der Zeit oder den Feinden trutzende Civitas vor Augen, sondern als wehrloses und geschundenes Gebilde, das behutsamen Umgang benötige und infolge von Unachtsamkeit und Ignoranz mit dem Tod bedroht sei. Jüngere Stadtgeschichten zeichnen die Stadt und ihre Bauwerke bevorzugt in Metaphern, die um Schädigung, Krankheit und Ohnmacht kreisen - eben als Opfer. In dieser Perspektive erscheint „Die Stadt als barockes Gesamtkunstwerk - entstellt, doch heilbar“ oder als Trägerin tief geschlagener „Wunden“, von verübter „Kulturbarbarei“, die es wiedergutzumachen gelte.

Mit der Opferorientierung hängt zweitens zusammen, dass unsere Erinnerung nach 1989 nicht mehr Vergangenheitsstolz vermittelt, sondern weit mehr Vergangenheitskritik. Auch Potsdam steht mit seinen Gedenkstätten, der Leistikowstraße, der Lindenstraße, dem Lepsius-Haus für eine Erinnerung, die nachdrücklicher auf Distanz, auf Trauer, auf Lernbereitschaft und Wiedergutmachung zielt als auf Stolz und Identifikation. Unsere Erinnerung ist drittens paradox, sie verschmilzt auf eigentümliche Weise Abscheu und Hingezogenheit gegenüber der Vergangenheit. Längst ist die Sehnsucht nach der besseren Zukunft abgelöst durch die Sehnsucht nach der greifbaren Vergangenheit, und das Pathos des Fortschritts hat sich verwandelt in die Aura des historischen Relikts. Das Verlangen nach Authentizität füllt Flohmärkte und Geschichtsmuseen, wie Hermann Lübbe bemerkte, und stellt ganze Städte und Landschaften unabhängig von ihrem ästhetischen Rang unter Denkmalschutz. Wer heute mit Friedrich Nietzsche für das Vergessen plädiert, mit Ernst Nolte über das Nicht-Vergehen der Vergangenheit klagt oder im Namen der Zukunft für die Abrisssanierung votiert, steht schnell außerhalb unserer klar gezogenen Duldungsgrenzen. Die Moderne unserer Stadtzentren sucht, wo immer möglich, nach den vertrauten Zügen einer notfalls um fast jeden Preis wiederzubelebenden Vergangenheit – gleichviel ob in Gestalt von Bürgerhäusern wie am Römerberg in Frankfurt oder von Schlosssilhouetten wie in Braunschweig, Berlin oder eben Potsdam.

Der Sehnsucht nach unmittelbarer Begegnung mit der Vergangenheit kommt ein erweiterter Authentizitätsbegriff entgegen, der im Einklang mit der geltenden Charta des Denkmalschutzes Form und Material sowie Substanz gleichberechtigt neben Form und Gestaltung, Lage und Tradition als Quelle von Authentizität anerkennt. Die wichtigste Rolle übernehmen dabei authentische Relikte, die Reliquiencharakter annehmen, weil sie gleichsam die Aura des alten Gebäudes auf das neue übertragen. Für die Garnisonkirche stellt dies ein schlichter Altartisch dar, der um 1800 in seinen ursprünglichen Abmaßen erneuert worden war und – längst ausgemustert – nach dem Luftangriff vom April 1945 aus der Taufkapelle gerettet werden konnte. Diese Authentifizierungsstrategien erlauben im Selbstverständnis der Wiederaufbauanhänger, auch einen völligen Neubau anzuerkennen, soweit er in Geist und äußerer Gestaltung dem Original entspricht. Diese Sehnsucht nach erlebbarer Authentizität ließ in Potsdam Hasso Plattner zum Mäzen werden, der seine Millionenspenden erst für die originale Rekonstruktion der Sandsteinfassaden und jetzt auch des Kupferdaches ebenso bescheiden wie eindrucksvoll begründete: Er wolle mit dem Geld, das die Rekonstruktion der Knobelsdorffschen Fassade ermögliche, einen kleinen Beitrag zu Potsdams „Regeneration“ liefern. Regeneration ist ihm im Fall des Potsdamer Stadtbildes gleichbedeutend mit der Rückkehr zum Früheren, und das kommt uns selbstverständlich vor, obwohl Wiederbelebung ja umgangssprachlich zumeist mit Umbau oder Erhalt einhergeht, aber nicht mit Rückbesinnung.

Opferdiskurs, Authentizitätsaura und Regenerationsparadigma bilden den dritten und wohl entscheidenden Grund, warum die DDR-Bauten und die DDR-Kunst in den Potsdamer Rekonstruktionsdebatten bislang so gut wie keine Rolle spielen: Sie werden nicht als Teil des historischen Erbes anerkannt, sondern umgekehrt als unheilvoller Versuch der Enterbung verstanden. Sie genießen keinen Opferschutz, weil sie gleichsam als steinerne Tatwerkzeuge identifiziert werden und ihr Verschwinden als Wiedergutmachung erscheint. Diese Wiedergutmachung hat freilich ihren reinigenden, befreienden Grundzug verloren, wie ihn etwa der Abriss der Berliner Mauer ab Dezember 1989 trug und vielleicht auch noch die Abtragung des Palastes der Republik. Sie hat in der Vorstellung unserer Zeit vielmehr heilenden, regenerierenden Charakter gewonnen: Hinter der verstellenden Hässlichkeit der DDR-Bauten kommt im Denkhorizont unserer Zeit mit dem Abriss die Schönheit oder zumindest die Authentizität der Vergangenheit wieder zum Vorschein. Dies festzustellen, heißt nicht, es zu bedauern. Auch der beobachtende Historiker ist Kind seiner Zeit und ihrer Wertvorstellungen – aber er muss von Berufs wegen mit der Vergänglichkeit dieser Werthorizonte kalkulieren, die sich nur allzu rasch wieder von der heute vorherrschenden „Veraltertümelung“ unserer Städte abkehren könnte.

 

Das sprachlose Verschwinden der DDR-Architektur

Auch in Potsdam triumphiert ein städtebauliches Heilungskonzept, das mit den DDR-Relikten die Brüche der Potsdamer Baugeschichte zum Verschwinden zu bringen sich anschickt. Ungeachtet erster Proteste gegen den Abriss des Hauses des Reisens oder zur Zukunft des Terrassenrestaurants Minsk am Brauhausberg wird diese Abwertung des städtebaulichen und architektonischen DDR-Erbes weithin immer noch nicht offen und diskursiv erörtert, sondern vollzieht sich gleichsam vorsprachlich und hinter dem Rücken der Akteure. Sie fußt auf dem Paradigma der heilenden Regeneration, und sie argumentiert vor allem mit visuellen Zeichen.

So markierten Blumenrabatten bis zum Beginn der archäologischen Ausgrabung in Potsdams Stadtmitte jahrelang Lage und Größe des verlorenen Schlosses, um die verlorene Vergangenheit als nur verborgene Vergangenheit zu markieren. Diese Lesart einer rettbaren Vergangenheit wurde eindrucksvoll unterstützt von dem mit Sponsorengeldern wiedererrichteten Fortunaportal, das als Solitär den Alten Markt ebenso stadtwirksam beherrschte wie Wilhelm von Boddiens Schlosssilhouette den leeren Schlossplatz in Berlin.

Die nicht zusammen findenden Farblinien des Pflanzenschmucks, der den Schlossgrundriss andeutete, aber auch das Fortuna-Portal und jetzt von Tag zu Tag machtvoller der raumgreifende Baukörper des Stadtschlosses weisen in ihrer bloßen Visualität die noch stehen gebliebenen Bauwerke aus der SED-Zeit als Störfaktoren ohne weiteres Existenzrecht aus. Das Portal steht in hilfloser Nachbarschaft zu einem unansehnlich gewordenen Nachkriegsbau, mit dem einst der Gestaltungsanspruch des Sozialismus über das Vergangene triumphiert hatte und der heute – noch – eine Fachhochschule beherbergt. Dessen bröckelnder Putz unterstreicht so eindrucksvoll wie wortlos, dass der einstige Vorzeigebau der sozialistischen Stadtplanung sich längst in einen steinernen Abrissappell verwandelt hat.

Dort, wo die DDR-Überformungen verschwinden, kommt zugleich die Vergangenheit in ihrer Authentizität wieder zu unmittelbarer sinnlicher Geltung. Das zeigt sich im kleinen, wie in der wieder erlebbaren Giebelkontur an der Schlossstraße ebenso wie im Großen, wenn in Potsdam die Dimensionen des wieder auferstehenden Schlosses wieder erlebbar werden und das nur wenige Jahre vorher nachgebildete Fortunaportal wie ein historischer Überrest wirkt, der legitimerweise die Rolle der auratischen Übertragung übernehmen kann. Tatsächlich wird das neue Schloss mit einer Behutsamkeit um das Fortunaportal herumgebaut, wie sie üblicherweise nur historischen Relikten zukommt.

Dort, wo DDR-Bauten diese diskursive Marginalisierung überstehen, tun sie es in der Regel mit Hilfe einer Mimikry, die die Baukörper im Stile einer europäischen Baumoderne rekonstruiert und sie zugleich ihrer DDR-Bezüge entkleidet. Dies gilt für namentlich für die nach 1990 sanierten Hauszeilen in der Schlossstraße oder für den im Umbau befindlichen Baukörper der Stadt- und Landesbibliothek, aber auch die Häuser der in den fünfziger Jahren wiederaufgebauten Wilhelm-Staab-Straße, dieser „ersten Barockstraße der DDR“ verdanken ihre Unantastbarkeit in erster Linie dem Umstand, dass ihr historischer Anmutungscharakter heute als barockes Original missverstanden wird.

 

Fazit:

Trotz einer politisch stark fragmentierten Bürgerschaft mit einem hohen Anteil an Linkspartei-Wählern und einer rot-roten Landesregierung verläuft die Umgestaltung Potsdams bislang in erstaunlicher Weise ohne deutlichen Bezug auf die Bauten der DDR-Zeit. Die kulturelle Deutungskraft eines opferorientierten Regenerationsparadigmas hat dafür gesorgt, dass das städtebaulich zunächst utopische Projekt einer Schlossrenaissance Wirklichkeit werden konnte und zugleich die Bauten der SED-Zeit aus der schützenswerten Vergangenheit herausfielen. Ganz im Gegenteil als bloße Hindernisse auf der Freilegung einer verborgenen Vergangenheit verstanden, erleiden sie das Schicksal einer visuellen Ausgrenzung, die ihr Verschwinden als Heilung zu verstehen erlaubt, ohne dass dies bislang überhaupt Gegenstand einer öffentlichen Debatte geworden ist.

 

Prof. Dr. Martin Sabrow ist

seit Dezember 2004 Direktor des Potsdamer Zentrums für Zeithistorische Forschung.

Von 2004 bis 2009 war er

Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Universität Potsdam, seit 2009 lehrt als Professor im gleichen Fach an der Humboldt-Universität zu Berlin.

 

47 Kommentare

  • von Potsdamer22.01.2012 00:18
    Hier ein Foto zum Schloss / Gutshaus vom Rittergut in Satzkorn. Schloss oder Gutshaus beide Bezeichnungen sind möglich. Beide sind auch richtig.

    http://www.strassenkatalog.de/panoramio/gutshaus_von_satzkorn,29478976.html

    Man hätte es vor ein paar Jahren von privat für lächerliche 18.000 Euro kaufen können. Der aktuelle Zustand ist erheblich schlechter als auf dem Foto.

    Wobei die Treuhand hier auch eine erhebliche Schuld trifft.

    Vor 20 Jahren ein nutzbares Gebäude heute eine Ruine So wird mit Kulturgut in Potsdam umgegangen.

    Aber für 300 Millionen mittels eines komischen rosa Klotzes am Alten Markt die Stadt verschandeln.

    Kein einziger dieser angeblichen Architekturfreunde von MITTEL SCHÖN hat sich für die originale Bausubstanz des Ritterguts in Satzkorn eingesetzt.

    Daran kann man sehen wie verlogen dieser Verein ist.

    Pfui.
  • von Freitag21.01.2012 18:01
    Liebe PNN! Zur Bereinigung der Kommentarfunktion gäbe es folgende Möglichkeiten: Name "Springer" sperren. E-Mail-Adressen, die hier Unsinn fabrizieren, sperren. Unsinnge oder sachfremde Einträge löschen. Das wäre schön.
  • von Rumpelstilzchen21.01.2012 17:51
    Die aus dem Westen eingereiste Bourgeoisie , die 1990 die sowjetische Besatzungsmacht abgelöst hat , und ihr Verein „Mitteschön" haben dank ihres Geldes und ihrer Macht die DDR-Bauten im Zentrum von Potsdam als „Notdurftarchitektur" diffamiert und gleichzeitig verfallen und schleifen lassen . Wegbereiter dafür waren die Herren Doktoren Gramlich und Scharfenberg von der Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft der DDR , die jeder auf seine Weise der neuen „Demokratie" zum Durchbruch verhalfen . Der Theaterneubau wurde abgerissen und wird durch eine Knobelsdorff-Imitation ersetzt , in der man die Diskussion über Stasizugehörigkeiten ohne Ende fortsetzen kann , da andere Probleme in und für Brandenburg nicht existieren . Und auf dem Weg in die Stadt dürfen wir Potsdamer Bürger künftig das Stadtschloß als den Hut auf der Stange ehrerbietig grüßen .
    Die Gestaltung des Stadtzentrums geschah und geschieht ausschließlich unter machtpolitischem und nicht unter architektonischem Aspekt .
  • von Gerechter21.01.2012 15:31
    ><((((º> 21.01.2012 12:28 Das war wieder die Sockenpuppe

    Meine neue ist Gerechter
  • von Luftpost21.01.2012 11:54
    Luftpost ist die eine neue vom Troll Michael Springer
  • von Luftpost21.01.2012 11:09
    Hallo PNN,

    es ist erstaunlich, nein bedenklich, dass die Redaktion den so offensichtlich Angegriffenen und Diffarmierten mit seinen Beiträgen hier entfernt, während diejenigen, die Angreifen und Diffarmieren weiter dieses durchführen können. Ist dies Freie Presse oder Meinungsmache mit Zensur?

    Weiterhin sollte sich die Redaktion der PNN über die Folgen dieses Handeln bewusst sein: damit werden Sie zum Erfüllungsgehilfen derer, die hier Herrn Michael Springer Verleumden (§187 StGB) und Übel nachreden (§186 StGB).

    Entsetzt über dieses Verhalten.
    Luftpost
  • von Frühling21.01.2012 11:02
    Meldung:
    In den Potsdamer Gartenstädten Drewitz und Semmelhaack -Quartier am Bahnhof sind die ersten Frühlingsblüher gesichtet worden: 2 Schneeglöckchen
  • von Vorschlag21.01.2012 10:53
    Zur Gestaltung der Fläche am Wissensspeicher - entstehendes Gebäude in der Kubatur einer sozialistischen Bibliothek - für alle, die es nicht kennen hier die Wegbeschreibung: Sie treten durch die grauen Quader der Reste des Atlantikwalls genannt Wilhelmgalerie, laufen durch die sich kreuzenden Schützengräben hin zum entsprungenen Deserteur und stehen dann an einer weißen Fläche eines riesigen Gebäudes - Sie sind angekommen.
    Nun der Vorschlag: rechts unten eine Figur in den Maßen 1,60 mal 1,60 einen Potsdamer darstellend. Den Rest füllt ein gebückter Riese ( Bill Gates ), der sich zu diesem winzigen Durchschnittsbürger beugt und ihm einen Wissensspeicher der Neuzeit, einen sogenannten Chip in den Maßen 1 mal 1 cm ( natürlich stark vergrößert - man muss ihn jedoch erkennen können ) überreicht. Dazu die Sprechblase: Das gesamte Wissen der Menschheit für Dich!
    P.S. Auf die Rückseite, wenn es geht, könnte der DDR-Fries ( Breite Straße ) zwischen den trostlosen Fenstern eingepasst werden. Überschriftliche Losung: Nur wenn die eine Hälfte der Menschheit plant und der andere Teil abrechnet, gibt es ausreichend Freizeit für alle.
  • von Jens M.20.01.2012 17:56
    Auf die gestellte Frage:

    Gibt es wirklich so wenig DDR Architektur bei uns das wir uns über jeden Stein der Mitte aufregen?

    Die Frage kann man nur mit ja beantworten,

    Sie sollten sich mal von ideologischen Einschätzungen wie DDR Architektur trennen und Architektur ohne ideologischen Scheuklappen betrachten.
  • von Potsdamer20.01.2012 17:46
    an den anderen hier der unter Potsdamer schreibt

    oder sind sie es Troll Michael Springer ?

    Michis heiße Luft-Kommentare wurde hier gelöscht -

    Gute Arbeit von der PNN

    zu Thema:

    Die Kommerz-Architektur macht aus Potsdam nur eine langweilige Architektur-Mischung aus westdeutsch Bahnhofsvorplatz mit Einschlägen eine Preußischen Disneylands
  • von Potsdamer20.01.2012 17:46
    an den anderen hier der unter Potsdamer schreibt

    oder sind sie es Troll Michael Springer ?

    Michis heiße Luft-Kommentare wurde hier gelöscht -

    Gute Arbeit von der PNN

    zu Thema:

    Die Kommerz-Architektur macht aus Potsdam nur eine langweilige Architektur-Mischung aus westdeutsch Bahnhofsvorplatz mit Einschlägen eine Preußischen Disneylands
  • von Potsdamer20.01.2012 17:30
    Betrachten wir unsere Stadt doch mal im Gesamtbild und nicht nur einzelne Baustellen.

    Gibt es wirklich so wenig DDR Architektur bei uns das wir uns über jeden Stein der Mitte aufregen?

    Abgesehen von den Wohngebieten und Komplexen die das Stadtbild prägen (die historischen Sichtachsen geben ja einen hervorragenden Blick darauf frei), schafft es doch im Moment die Firma Semmelhaack die architektonischen Grundzüge der DDR wieder bestens aufzunehmen.

    Man hätte ihm ja auch den Zuschlag geben können und z.B. einfach den Palast der Republik an die Stelle bauen lassen. Das würde dann auch das Ensemble FH und Bibliothek und auch passend dazu die IHK Currybude in der Breiten Straße in Sichtweite.
  • von Potsdamer20.01.2012 16:31
    So den Troll Michael Springer sind wir los. Endlich.

    Lautes Lachen.

    Friede Springer stimme ihnen voll und ganz zu, Friede Springer Zitat:

    Das Schloß wird niemals Mittelpunkt einer belebten "Potsdam Mitte" sein, auch nicht mit etlichen historisierenden neu gebauten (und den wenigen originalen) drumherum. Allenfalls ein touristischer Haltepunkt auf dem Weg durch die Stadt Richtung Sanssouci entsteht dort.

    Was sollte man als Potsdamer Bürger auch dort?

    Mit der Nutzung als Landtag wurde eine große Chance vertan, wirklich eine belebte, interessante, pulsierende "Neue Mitte" zu generieren. Ein Landtag strahlt kein Leben aus, es wird kein für die Einwohner geöffnetes Haus. Das ist illusorisch. Im Gegensatz, es wird regelmäßig Sperrungen rund um den Landtag geben und diese werden für weitere Probleme an diesem Nadelöhr sorgen.

    Der Schloßneubau wird als Landtag immer ein Fremdkörper in der Stadt bleiben
  • von Potsdamer20.01.2012 13:05
    zu dem Troll Michael Springer der hier den Namen eines anders users hier nutzt

    infolge dessen haben sich andere user als Michael Springer angemeldet und stellen sein banalen und von DDR Hass geprägten Beiträge bloß.

    Wenn es nach den Troll geht würden alle Gebäude zwischen 45 -90 abgerissen.

    Typisch für den Troll ist es sich mit anderen Namen anzumelden wie auch hier mit ramueller und dann sich selber beweihräuchert.

    Einfach lächerlich

    Die letzten Tage waren doch recht aufschlussreich zu dem Troll Michael Springer. So hat Troll Michael Springer bereits zugegeben hier für seine Kommentare bezahlt zu werden.

    Zu finden in der Online PNN Ausgabe vom 13.01.12 / Zerplatzte Friedrich-Klischees (http://www.pnn.de/potsdam-kultur/613709/):

    Trotz der Warnung von usern an den Troll Michael Springer seine blödsinnigen Meinungen hier nicht immer mit seinem Halbwissen zu untermauern zu versuchen, konnte er nicht wieder stehen.

    Das Michael Springer kein Ahnung zu Wirtschaftsfragen hat, konnte der Troll Springer uns auch heute eindrucksvoll demonstriert. Er glaubt im Ernst das 1,6 Billionen im Osten investiert wurden.

    Es ist schon erstaunlich wie ein Ex-Treuhand-Mitarbeiter mit sowenig Sachverstand sich als Retter des Ostens aufspielen kann.

    Nicht nur das Michael Springer zu Wirtschaftsfragen seine ideologisch verzerrte wirre Sicht verbreitet, sondern auch zu Preußen.

    Seine Wissenslücken versucht Michael Springer mit geklauten Texten aus dem Internet zu verbergen.

    Das alles erinnert an Guttenbergs-Doktor-Arbeit. Vielleicht hat er diese auch geschrieben? Michael Springer hat durch Umstellung seiner Texte auf

    www.pnn.de/potsdam-kultur/610484/

    versucht deren Ursprung zu verschleiern versucht. Somit denke ich nicht das er der Autor des Originaltextes Alexander Bringmann ist, warum sollte dieser sich die Mühe machen seinen Text umzustellen.

    Somit hat der Troll Michael Springer geistiges Eigentum von Alexander Bringmann geklaut und dies mit Vorsatz wie die Textumstellungen bezeugen.

    Hier die Vergleiche der Texte:

    Michael Springer schreibt bei der PNN:

    Sowjetzone gab es bei KPD und SPD auch vor der Vereinigung zur SED keinerlei Differenzen in der Bewertung Preußens.

    Originaltext:

    In der Bewertung des Preußischen gab es in der Sowjetzone bei KPD und SPD auch vor der Vereinigung zur SED keinerlei Differenzen.

    Anmerkung vom mir hierzu:
    Anfangs gab sich Michi noch etwas Mühe bei dem Unkentlichmachens des Textes, später ließ dies aber nach. Vobei auch hier nur Worte umgestellt wurden.


    Michael Springer schreibt bei der PNN:

    in der DDR sollte die preußische Traditionslinie erklärtermaßen ein Ende finden

    Originaltext:

    Die preußische Traditionslinie sollte mit der DDR ein für alle mal ein Ende finden.


    Michael Springer schreibt bei der PNN:

    Und noch heute ist jenes Buch in fast jeder Stadtbibliothek zu finden, das 1970 zwei HU-Geschichtsdozenten veröffentlichten: "„Preußen. Von den Anfängen bis zur Reichsgründung” - das bis 1984 sieben Mal aufgelegt wurde - und einen Wandel in der Betrachtung Friedrich des Großen einleitete ( ich hab das auch noch im Bücheregal).

    Originaltext:

    1970 erschien dann die erste geschlossene Darstellung der preußischen Geschichte durch zwei junge Geschichtsdozenten der Humboldt Universität mit dem Titel „Preußen. Von den Anfängen bis zur Reichsgründung”. .............., dass es bis 1984 zu 7 Auflagen kam. In fast jeder DDR-Bibliothek war dieses Buch zu finden.

    Anmerkung vom mir hierzu:

    Michi hat die Info aus dem Ende der Vorlage am Anfang seines Textes genutzt "In fast jeder DDR-Bibliothek war dieses Buch zu finden" und weil es Michi so schön gefiel gleich nochmal

    Original
    In fast jeder DDR-Bibliothek war dieses Buch zu finden.

    Wird beim Michi zu:
    ich hab das auch noch im Bücheregal


    Michael Springer schreibt bei der PNN:

    1980 sprach dann Erich Honecker in einem Interview erstmals wieder von "Friedrich dem Großen"

    Originaltext:

    1980 sprach Erich Honecker in einem Interview von Friedrich dem Großen


    Michael Springer schreibt bei der PNN:

    ... sie [Mittenzwei] mahnte zusammen mit anderen DDR-Historikern eine differenzierte Betrachtung an „damit über der notwendigen Bekämpfung und entschiedenen Zurückweisung des Reaktionären an Preußen nicht die positiv-progressiven Momente missachtet oder gar negiert werden."

    Originaltext:

    In einem Grundsatzartikel von Mittenzwei und anderen DDR-Historikern wird die differenzierte Betrachtung von Preußen angemahnt: „damit über der notwendigen Bekämpfung und entschiedenen Zurückweisung des Reaktionären an Preußen nicht die positiv-progressiven Momente missachtet oder gar negiert werden.”


    Michael Springer schreibt bei der PNN:

    Die Zeitung „Horizont” schrieb 1978 das erste Mal wieder von "Friedrich der Große" - und es war ausgerechnet der sowjetische Botschafter, der das damalige Tabu brach

    Originaltext:

    In einer Artikelserie für die Zeitung „Horizont” wurde er 1978 das erste Mal wieder bei seinem alten Titel Friedrich der Große genannt. Ausgerechnet der sowjetische Botschafter war es, der das Tabu brach.


    Michael Springer schreibt bei der PNN:

    Das Denkmal des Freiherrn von Stein wurde 1981 neben der Schlossbrücke wieder neu aufgestellt..

    Originaltext:

    ....das Denkmal des Freiherrn von Stein wurde 1981 neben der Schlossbrücke wiederaufgestellt.

    Anmerkung vom mir hierzu:
    Hier ist Michi ein Fehler unterlaufen beim Versuch des Unkenntlichmachens des Textes: "wieder neu aufgestellt" - Michi - falscher Ausdruck in den Zusammenhang oder ist es einmal aufgestellt und dann noch 2 mal wieder aufgestellt worden ?????


    Michael Springer schreibt bei der PNN:

    Es gab eine aufwändige über den „Philosophen von Sanssouci” zu Friedrichs 200. Todestag - die ein gewaltiger Publikumserfolg wurde.

    Originaltext:

    Es gab eine aufwändig vorbereitete Ausstellung über den „Philosophen von Sanssouci” zu Friedrichs 200. Todestag. Die Ausstellung wurde ein gewaltiger Publikumserfolg.

    Anmerkung vom mir hierzu:
    Michi hat versehentlich hier 2 Worte gelöscht, ohne diese macht der Text keinen Sinn - man setzte anstelle der Sterne unten "vorbereitete Ausstellung " ein und man erhält Sinn und Originaltext zurück.

    Es gab eine aufwändige ****************** über den „Philosophen von Sanssouci” zu Friedrichs 200. Todestag - die ein gewaltiger Publikumserfolg wurde.


    Michael Springer schreibt bei der PNN:

    Und wenig später wartete das DDR-Fernsehen mit dem aufwändig produzierten Fernsehdrama „Sachsens Glanz und Preußens Gloria” auf - die auch ein voller Erfolg wurde.

    Originaltext:

    Nur wenig später wartete das DDR-Fernsehen mit dem aufwändig produzierten Fernsehdrama „Sachsens Glanz und Preußens Gloria” auf. Die Sendung wurde ein voller Erfolg.


    Michael Springer schreibt bei der PNN:

    ... aus der einseitig kritischen Betrachtung der Anfangsjahre der DDR hat sich bis heute eine erstaunlich differenzierte Sichtweise entwickelt - die Kritik und Sympathie nebeneinander stellt.

    Originaltext:

    Aus der einseitig kritischen Betrachtung der Anfangsjahre hatte sich eine erstaunlich differenzierte Sichtweise entwickelt. .....– kritisch, aber nicht ohne Sympathie.

    Wer selber mal vergleichen will oder weitere kopierte Texte suchen möchte hier das Original:

    http://freidenker.cc/friedrich-ii-und-die-ddr/13/
  • von Potsdamer20.01.2012 12:38
    @ Michael Springer

    Was hat ASBEST mit dem Potsdam zu tun .
    Wenn sie etwas Ahnung hätten, dann wussten sie auch das im vielen West-Gebäuden ein Asbest Problem besteht. Wie zum Beispiel beim Berliner ICC:

    Aber was will man auch von einen Textklauer wie Michael Springer erwarten.

    Was hat ASBEST mit dem Potsdam zu tun ????

    Ein sinnvoller Kommentar überfordert sie Offensichtlich
  • von ramueller20.01.2012 11:19
    @Micheal Springer

    Sie haben einen sehr guten, sachlichen Beitrag verfasst. Es ist bedauerlich, dass dies nicht zu einer sachlichen Diskussion, sondern zu einer unwürdigen, wüsten Schlammschlacht führt.

    Offensichtlich ist diese Stadt derart ideologisch zugemüllt, dass auch noch die Gestaltung eines Hundeklos zu Gesellschafts- und Glaubensdebatten führen würde. Schade. Dabei geht es nur um Ästhetik. Wir sollten diskutieren, wie die Räume in denen wir uns aufhalten, auch Stadt genannt, am schönsten gestaltet werden können. Und schön sind die DDR-Plattenbauten nicht. Die Aufenthaltsqualität in den von ihnen geprägten Räumen ist unterdurchschnittlich. Ein Freund aus Düsseldorf, der keineswegs ideologisch belastet ist, brachte es einmal krass auf den Punkt: "...da bekommt man Augenkrebs". Dem kann nur zugestimmt werden.

    Brüche sind in einer Stadt sehr wichtig. Sie sind ein Gestaltungsmittel. Der Bruch hat aber nur dann eine Existenzberechtigung, wenn er aus ästhetischen Gründen angestrebt wird. Brüche müssen das Ursprungskonzept ergänzen und kommentieren. Aber immer mit einem positiven, konstruktiven Bezug zum Gesamtkonzept. Sehr gute Beispiele hierfür sind die DDR-Bauten der 50iger Jahre und das Gebäude am Neuen Markt. Auch die Wilhelm-Galerie kann noch dazu gezählt werden.

    Wenn der Bruch aber nur das beiläufige Resultat einer Missachtung des Gesamtkonzeptes ist, muss er geheilt werden. Dies ist bei den DDR-Plattenbauten der Fall. Aber auch bei der IHK und der Nordseite des Hauptbahnhofs. Sie missachten die Umgebung.

    Ich folge der Argumentation von Herrn Springer und plädiere für eine sachbezogene, rein ästhetische Diskussion auf Einzelobjektebene.

  • von Markus Wicke19.01.2012 23:54
    Wann führt die PNN endlich eine Kommentarfunktion ein, für die man sich anmelden muss, damit dieser idiotische Springer-Kleinkrieg hier endlich aufhört?
  • von xxxxxx19.01.2012 19:43
    Das Niveau dieser Diskussion entspricht dem Niveau der rückwärtsgewandten,
    ideenlosen Städteplanung und Architekturgestaltung in Potsdam.

    Etwas Anderes, aber Ähnliches:
    In meiner Heimatstadt entfernte man nach 1945 den fürstlichen Landesvater,
    Bismark entfernte man ebenfalls und ersetzte ihn später durch eine Büste von
    Karl Marx. Jetzt verlangt unser Verkehrsminister die Entfernung der Denkmäler von Marx und
    Engels aus der Berliner Stadtmitte. Die Veranzwortlichen waren und sind geistige Kleinrentner.

    Unsere Größte ist ja Frau Saskia Ludwig.
  • von Dr. M. J. Mierscheidt 19.01.2012 18:58
    ... und jetzt haben wir eine Sockenpuppen-Invasion!
  • von Jens M.19.01.2012 18:50
    Andere Beleidigen - das ist also das Niveau der Fans des rosa Klotzes.

    Was zahlen sie den ihren Praktikant ????

    Soll dies eine Antwort zu ihrem Textklau sein ???????

    Das ist also das Niveau der Fans des rosa Klotzes:




  • von Jens M.19.01.2012 18:13
    @ Michael Springer

    Ihre Antwort zu ihrem Textklau ist höchst unglaubwürdig und nur lächerlich.

    Sie halten offensichtlich alle anderen hier für Vollidioten.
  • von Jens M.19.01.2012 17:16
    @ Michael Springer

    Sie haben noch nicht geantwortet zu den Vorwurf des Textklauens nach Guttenberg.
  • von Potsdamer19.01.2012 16:59
    Pu der Bär und der Troll sind eine Person

    Für wie blöd halten sie den die PNN Leser ??????

  • von Alex19.01.2012 16:50
    "dass die neuborussen in dieser stadt diese architektur vernichtet wissen wollen - aus ideologischen gründe" schrieb irgendein Geistesblitz, der offenbar wieder überhaupt nicht verstehen will, worum es sich handelt.
    Nein, nicht um Ideologie geht es, Herr oder Frau pnnk. Nicht aus ideologischen Gründen verschwindet diese Architektur, das war bei deren Vorgängerbauten der Fall, etwa bei Ugners Post, ganz zu schweigen von Garnisonkirche.
    Aus rein künstlerisch-ästhetischen Gründen (zT vielleicht am Rande auch aus ökonomischen Gründen, weil diesen Schrott zu sanieren etwas kostspielig wäre) verschwinden diese Drecksbauten aus dem Stadtbild. Die einzigen Ideologen sind Sie und Ihresgleichen, die diese längst überlebte Epoche mit Krampf konservieren will, obwohl eben keinerlei Schutzwürdigkeit besteht: nur weil die SED in Potsdam einen SELTENEN Dreck gebaut hat, muss man diesen nicht für alle Zeit bestehen lassen.
    Ihr DDR-Fetischismus ist wirklich lächerlich.
  • von Pu der Bär19.01.2012 16:40
    Tja, so versucht der Potsdamer Pöbel halt gegen die Kommentare des einzigen Mitschreibers, der Hirn und Fachwissen hat, anzukämpfen. Diese Vorgangsweise desavouiert sich wohl selbst.
  • von Potsdamer19.01.2012 16:31
    Die letzten Tage waren doch recht aufschlussreich zu Herrn Michael Springer. So hat Michael Springer bereits zugegeben hier für seine Kommentare bezahlt zu werden.

    Zu finden in der Online PNN Ausgabe vom 13.01.12 / Zerplatzte Friedrich-Klischees (http://www.pnn.de/potsdam-kultur/613709/):

    Trotz der Warnung von usern an den Troll Michael Springer seine blödsinnigen Meinungen hier nicht immer mit seinem Halbwissen zu untermauern zu versuchen, konnte er nicht wieder stehen.

    Das Michael Springer kein Ahnung zu Wirtschaftsfragen hat, konnte der Troll Springer uns auch heute eindrucksvoll demonstriert. Er glaubt im Ernst das 1,6 Billionen im Osten investiert wurden.

    Es ist schon erstaunlich wie ein Ex-Treuhand-Mitarbeiter mit sowenig Sachverstand sich als Retter des Ostens aufspielen kann.

    Nicht nur das Michael Springer zu Wirtschaftsfragen seine ideologisch verzerrte wirre Sicht verbreitet, sondern auch zu Preußen.

    Seine Wissenslücken versucht Michael Springer mit geklauten Texten aus dem Internet zu verbergen.

    Das alles erinnert an Guttenbergs-Doktor-Arbeit. Vielleicht hat er diese auch geschrieben? Michael Springer hat durch Umstellung seiner Texte auf

    www.pnn.de/potsdam-kultur/610484/

    versucht deren Ursprung zu verschleiern versucht. Somit denke ich nicht das er der Autor des Originaltextes Alexander Bringmann ist, warum sollte dieser sich die Mühe machen seinen Text umzustellen.

    Somit hat der Troll Michael Springer geistiges Eigentum von Alexander Bringmann geklaut und dies mit Vorsatz wie die Textumstellungen bezeugen.

    Hier die Vergleiche der Texte:

    Michael Springer schreibt bei der PNN:

    Sowjetzone gab es bei KPD und SPD auch vor der Vereinigung zur SED keinerlei Differenzen in der Bewertung Preußens.

    Originaltext:

    In der Bewertung des Preußischen gab es in der Sowjetzone bei KPD und SPD auch vor der Vereinigung zur SED keinerlei Differenzen.

    Anmerkung vom mir hierzu:
    Anfangs gab sich Michi noch etwas Mühe bei dem Unkentlichmachens des Textes, später ließ dies aber nach. Vobei auch hier nur Worte umgestellt wurden.


    Michael Springer schreibt bei der PNN:

    in der DDR sollte die preußische Traditionslinie erklärtermaßen ein Ende finden

    Originaltext:

    Die preußische Traditionslinie sollte mit der DDR ein für alle mal ein Ende finden.


    Michael Springer schreibt bei der PNN:

    Und noch heute ist jenes Buch in fast jeder Stadtbibliothek zu finden, das 1970 zwei HU-Geschichtsdozenten veröffentlichten: "„Preußen. Von den Anfängen bis zur Reichsgründung” - das bis 1984 sieben Mal aufgelegt wurde - und einen Wandel in der Betrachtung Friedrich des Großen einleitete ( ich hab das auch noch im Bücheregal).

    Originaltext:

    1970 erschien dann die erste geschlossene Darstellung der preußischen Geschichte durch zwei junge Geschichtsdozenten der Humboldt Universität mit dem Titel „Preußen. Von den Anfängen bis zur Reichsgründung”. .............., dass es bis 1984 zu 7 Auflagen kam. In fast jeder DDR-Bibliothek war dieses Buch zu finden.

    Anmerkung vom mir hierzu:

    Michi hat die Info aus dem Ende der Vorlage am Anfang seines Textes genutzt "In fast jeder DDR-Bibliothek war dieses Buch zu finden" und weil es Michi so schön gefiel gleich nochmal

    Original
    In fast jeder DDR-Bibliothek war dieses Buch zu finden.

    Wird beim Michi zu:
    ich hab das auch noch im Bücheregal


    Michael Springer schreibt bei der PNN:

    1980 sprach dann Erich Honecker in einem Interview erstmals wieder von "Friedrich dem Großen"

    Originaltext:

    1980 sprach Erich Honecker in einem Interview von Friedrich dem Großen


    Michael Springer schreibt bei der PNN:

    ... sie [Mittenzwei] mahnte zusammen mit anderen DDR-Historikern eine differenzierte Betrachtung an „damit über der notwendigen Bekämpfung und entschiedenen Zurückweisung des Reaktionären an Preußen nicht die positiv-progressiven Momente missachtet oder gar negiert werden."

    Originaltext:

    In einem Grundsatzartikel von Mittenzwei und anderen DDR-Historikern wird die differenzierte Betrachtung von Preußen angemahnt: „damit über der notwendigen Bekämpfung und entschiedenen Zurückweisung des Reaktionären an Preußen nicht die positiv-progressiven Momente missachtet oder gar negiert werden.”


    Michael Springer schreibt bei der PNN:

    Die Zeitung „Horizont” schrieb 1978 das erste Mal wieder von "Friedrich der Große" - und es war ausgerechnet der sowjetische Botschafter, der das damalige Tabu brach

    Originaltext:

    In einer Artikelserie für die Zeitung „Horizont” wurde er 1978 das erste Mal wieder bei seinem alten Titel Friedrich der Große genannt. Ausgerechnet der sowjetische Botschafter war es, der das Tabu brach.


    Michael Springer schreibt bei der PNN:

    Das Denkmal des Freiherrn von Stein wurde 1981 neben der Schlossbrücke wieder neu aufgestellt..

    Originaltext:

    ....das Denkmal des Freiherrn von Stein wurde 1981 neben der Schlossbrücke wiederaufgestellt.

    Anmerkung vom mir hierzu:
    Hier ist Michi ein Fehler unterlaufen beim Versuch des Unkenntlichmachens des Textes: "wieder neu aufgestellt" - Michi - falscher Ausdruck in den Zusammenhang oder ist es einmal aufgestellt und dann noch 2 mal wieder aufgestellt worden ?????


    Michael Springer schreibt bei der PNN:

    Es gab eine aufwändige über den „Philosophen von Sanssouci” zu Friedrichs 200. Todestag - die ein gewaltiger Publikumserfolg wurde.

    Originaltext:

    Es gab eine aufwändig vorbereitete Ausstellung über den „Philosophen von Sanssouci” zu Friedrichs 200. Todestag. Die Ausstellung wurde ein gewaltiger Publikumserfolg.

    Anmerkung vom mir hierzu:
    Michi hat versehentlich hier 2 Worte gelöscht, ohne diese macht der Text keinen Sinn - man setzte anstelle der Sterne unten "vorbereitete Ausstellung " ein und man erhält Sinn und Originaltext zurück.

    Es gab eine aufwändige ****************** über den „Philosophen von Sanssouci” zu Friedrichs 200. Todestag - die ein gewaltiger Publikumserfolg wurde.


    Michael Springer schreibt bei der PNN:

    Und wenig später wartete das DDR-Fernsehen mit dem aufwändig produzierten Fernsehdrama „Sachsens Glanz und Preußens Gloria” auf - die auch ein voller Erfolg wurde.

    Originaltext:

    Nur wenig später wartete das DDR-Fernsehen mit dem aufwändig produzierten Fernsehdrama „Sachsens Glanz und Preußens Gloria” auf. Die Sendung wurde ein voller Erfolg.


    Michael Springer schreibt bei der PNN:

    ... aus der einseitig kritischen Betrachtung der Anfangsjahre der DDR hat sich bis heute eine erstaunlich differenzierte Sichtweise entwickelt - die Kritik und Sympathie nebeneinander stellt.

    Originaltext:

    Aus der einseitig kritischen Betrachtung der Anfangsjahre hatte sich eine erstaunlich differenzierte Sichtweise entwickelt. .....– kritisch, aber nicht ohne Sympathie.

    Wer selber mal vergleichen will oder weitere kopierte Texte suchen möchte hier das Original:

    http://freidenker.cc/friedrich-ii-und-die-ddr/13/
  • von Roman P.19.01.2012 15:15
    "Habe den Mut, Nein zu sagen. Kündige die grenzenlose Hinnahmebereitschaft auf. Dies ist der erste Schritt zum Ausstieg aus der Alternativlosigkeit. Er eröffnet Denkräume und Handlungsperspektiven" (R. Roth 2011: Bürgermacht.Eine Sreitschrift für mehr Partizipation)


    Ein enger, elitärer Kreis der Stadtgesellschaft spaltet weiter OHNE zu integrieren. Multiple Demokratie in Zeiten globaler Auswirkungen auf die Stadt im 21. Jhd. muss Stadtgespräche über die gestalterische Stadtentwicklung zulassen!!

  • von wbhhz19.01.2012 15:01
    Gleiches Recht für alle!
    Die Diagnose "Pathologischen Preußenhass" einerseits verführt mich dazu, andererseits "der heute vorherrschenden Veraltertümelung" gleichfalls "pathologisch" zu attestieren.

    Exemplarisch pathologisch - zu deutsch: krankhaft - erscheinen mir z.B. jene,
    die uneingeschränkt der Abrisssanierung das Wort reden
    die die Wohnbebauung an der Neustädter Havebucht wegen der Beeinträchtigung von Sichtachsen "zurückbauen" möchten
    die Geld für ihre "Regeneration" der Stadt haben, bis hin zur Subventionierung privaten Hausausbaues, sich aber außerstande sehen, ausreichend bezahlbaren Wohnraum zu sichern.
    .
    .
    .
    Bei Minsk und Schwimmhalle am Brauhausberg, um nur zwei Beispiele zu nennen, kommt noch der "Pathologische DDR-Hass" hinzu.
    (Komisch: Hier werde ich wieder erinnert an jenen hofierten Kandidaten für das Bundespräsidentenamt, für den wohl auch die Stasiakten die Widerspiegelung des Lebens in der DDR waren. Ein Kandidat, der anscheinend seinen Seelenfrieden fand und seine persönliche Integration in die Bundesrepublik vollendete, indem er einen Großteil seiner ehemaligen Landsleute diskreditierte.)

    Und schon lange ist mir das praktizierte und propagierte Sponsoring suspekt. Hier wird, so scheint es mir, viel Geld, das, wie auch immer, erlangt wurde, nach privatem Gutdünken eingesetzt. Hosianna und "Dankbarkeit" (im weiteren Sinne vielleicht Abhängigkeit) der Beschenkten sind gewiss.

  • von wbhhz19.01.2012 14:46
    Gleiches Recht für alle!
    Die Diagnose "Pathologischen Preußenhass" einerseits verführt mich dazu, andererseits "der heute vorherrschenden Veraltertümelung" gleichfalls "pathologisch" zu attestieren.

    Exemplarisch pathologisch - zu deutsch: krankhaft - erscheinen mir z.B. jene,
    die uneingeschränkt der Abrisssanierung das Wort reden
    die die Wohnbebauung an der Neustädter Havebucht wegen der Beeinträchtigung von Sichtachsen "zurückbauen" möchten
    die Geld für ihre "Regeneration" der Stadt haben, bis hin zur Subventionierung privaten Hausausbaues, sich aber außerstande sehen, ausreichend bezahlbaren Wohnraum zu sichern.
    .
    .
    .
    Bei Minsk und Schwimmhalle am Brauhausberg, um nur zwei Beispiele zu nennen, kommt noch der "Pathologische DDR-Hass" hinzu.
    (Komisch: Hier werde ich wieder erinnert an jenen hofierten Kandidaten für das Bundespräsidentenamt, für den wohl auch die Stasiakten die Widerspiegelung des Lebens in der DDR waren. Ein Kandidat, der anscheinend seinen Seelenfrieden fand und seine persönliche Integration in die Bundesrepublik vollendete, indem er einen Großteil seiner ehemaligen Landsleute diskreditierte.)

    Und schon lange ist mir das praktizierte und propagierte Sponsoring suspekt. Hier wird, so scheint es mir, viel Geld, das, wie auch immer, erlangt wurde, nach privatem Gutdünken eingesetzt. Hosianna und Dankbarkeit (im weiteren Sinne vielleicht Abhängigkeit) der Beschenkten sind gewiss.
  • von ppnk19.01.2012 13:10
    oh gott... wieder eine ansammlung dusseliger kommentare. die schnuckeligen kommunistenjäger wettern wieder wie die stalinorgel. dass das "moderne bauen" als form von architektur nicht respektiert wird, ist hier überdeutlich. zurecht merkt prof. dr. sabrow an, dass die architektur von 40 jahren ddr kaum in der bürgerschaftlichen diskussion berücksichtigt wird. bei der gesamten stadtumgestaltung der mitte blitzte diese epoche nur kurz beim "haus des reisens" auf und jüngst beim staudenhof. das ist nun einmal fakt. und auch diese 40 jahre gehören zu potsdams geschichte - geschmack hin oder her: ich möchte nicht über stinkende toiletten diskutieren, wenn es um architektur geht! ich verwehre mich dagagen, dass die neuborussen in dieser stadt diese architektur vernichtet wissen wollen - aus ideologischen gründen.
  • von Potsdamer19.01.2012 13:01
    Was Potsdam sich da in der angeblichen Mitte bauen lasst, ist doch der reinste Kitsch.

    Potsdam hat wirklich noch ein Schloss gefehlt.
  • von Potsdamer19.01.2012 12:52
    @ Michael Springer

    Was hat ASBEST mit dem Potsdam zu tun .
    Wenn sie etwas Ahnung hätten, dann wussten sie auch das im vielen West-Gebäuden ein Asbest Problem besteht. Wie zum Beispiel beim Berliner ICC:

    Aber was will man auch von einen Textklauer wie Michael Springer erwarten.

    Was hat ASBEST mit dem Potsdam zu tun ????

    Ein sinnvoller Kommentar überfordert sie Offensichtlich
  • von AuchPotsdamer19.01.2012 12:38
    "Das architektonische DDR-Erbe ist in dieser Auseinandersetzung kaum repräsentiert." - es wurde durch Aufbauhelfer Ost, Fördermittelprofitierer und kalte Krieger, hier besonders ewig gestrige Preußen-, Hitler- und Kriegsfans, planmäßig zerschlagen, selbst das letzte funktionierende Stadtteilzentrum ehemaliger Neubaugebiete.

    Die typische Methode ist das Vorgaukeln einer angeblichen Progression für den Bürger, hinter der der Verfall und Abriss ehemals erhaltenswerter Gebäude und Anlagen versteckt wird.

    Die DDR- Architektur soll weder historisch als Schlußfolgerung aus der mit der Nacht von Potsdam endenden unheilvollen Stadtgeschichte eingeordnet werden, noch soll sie den Vergleich zur damaligen Welt- Architektur erlauben. Und niemals dürfen gar die wirklich ernsthaften Bemühungen in diesem Teil Nachkriegsdeutschlands um angemessene Sicherheit und Wohlstand für Alle erkennbar sein.

    Deshalb wurde ein moderner Stadtteil wie z.B. der Schlaatz, in welchem Menschen aller Art, Bildung und Kultur bis 1990 zufrieden leben konnten, trotz Kaltmieten ab 5,50 Euro aufwärts zu einem sozialen Brennpunkt heruntergeritten (ich kenne die Ratio- Wohnungen). Deshalb wird im Moment aus der ehemals fortschrittlichsten Allgemein- und wissenschaftlichen öffentlichen Bibliothek Deutschlands ein kastrierter "Wissensspeicher" gebaut. Nur deshalb vergammeln z.B. Einrichtungen wie die Schwimmhalle am Brauhausberg, das Minsk, PH, Sporthalle H.-Mann-Alle und Blauhaus usw. - verschlechtert das Zentrum seit 20 Jahren die Wohnqualität und wirkt auch abschreckend auf jeden einzelnen Besucher.

    Irgendwie scheinen das jedoch OB und Stadtverordnete zu übersehen. Bereits die Einfahrt nach Potsdam von Süden, der Weg vom Bahnhof in die Stadt, die halbe Einfahrt von der Nuthestraße in den Kanal, die zusätzlichen Verkehrshindernisse Berliner Straße, Zeppelinstraße usw. - Potsdam ist eine architektonische Katastrophe ohne Gesamtkonzept zum täglichen Leben der Bürger.

    Ja, es fehlen zeitgemäße und bürgerfreundliche Ideen, die möglichst schnell zu einer funktionierenden Stadt führen und nicht auf Schleichpfaden Krieg und preußischen Militarismus wieder hoffähig machen. Dazu hat Potsdam viele eigene Köpfe, die aber bisher vor den Kopf gestoßen werden.
  • von Max19.01.2012 12:00
    Nach dem Lesen der übrigen Kommentare bin ich doch erstaunt ob zweier Dinge.
    Erstens ob des offenbaren Hasses einiger Kommentatoren auf alles, was mit der DDR Vergangengheit zu tun hat.
    Zweitens ob der anscheinlichen Lesart dieser Kommentatoren, die den Text von Herrn Prof. Dr. Sabrow offensichtlich als Appell für die Erhaltung der DDR-Gebäude missverstehen.
    Hier ist der Text nur Analyse, die sich fragt, warum es so wenig politisch explizite Apologeten einer Erhaltung dieser Gebäude gibt. Das wird aber nicht bedauert. Im Gegenteil.

    Ich dagegen, bedaure es schon.
  • von Max19.01.2012 11:24
    Die Architektur der DDR-Zeit wird nicht als Architketur gesehn, diese Epoche gilt offenbar eher als ein Vergehen an einem gefühlten göttlichen Plan zum Potsdamer Stadtbild.
    Dieses hat zu sein eine Mischung aus neuer Konsumtempelarchitektur und historischem Themenpark.

    Ich habe den Bau der Schwimmhalle auf dem Brauhausberg nicht erlebt, aber wenn ich höre, dass der Denkmalschutz sich weigert, sie zu schützen, weil es in der DDR noch 4 andere dieser Art gab und in Dresden eine saniert wurde, krieg ich ehrlich WUT. - Reißen wir neogotische Kirchen ab, weil es mehr als eine gibt?! Was soll das?
    Wie konnte der Denkmalschutz die Ruinierung des Werner-Alfred-Bades zulassen? Wer möchte diese Behörde danach noch ernst nehmen?
    Wieso wird der Abriss der Fachhochschule nie unter dem Aspekt der Schutzwürdigkeit des Gebäudes debattiert sondern nur unter dem Aspekt eines angestrebten Stadtbildes?
    Wieso sind DDR Bauten immer nur Verfügungsmasse ohne eigenen Wert?
    40 Jahre wertlose Architektur? Wertloses Lebenswerk? Wertloses Leben?
  • von Bob Kelso19.01.2012 10:32
    An dieser Stelle mal eine andere Frage:

    In der heutigen Ausgabe der PNN wird berichtet das mit der Ausschreibung der Grundstücke auf dem
    Areal der FH kaum vor 2018 zu rechnen sei. Ist das nicht ein Druckfehler? Sollte es nicht heißen das
    mit der Ausschreibung vor 2013 zu rechnen sei. Ich meine die Herren Klipp und Goetzmann haben bei
    der gestrigen Sitzung 2013 gemeint.
  • von Pu der Bär19.01.2012 10:28
    dieser Monumental-Angriff auf die architektonische Vergangenheit vor DDR-Zeit mit gleichzeitigen geschichtsverfälschenden Behauptungen zu DDR-Bauten, die die zuvor verunglimpfte Vergangenheit "ersetzten", ist einfach nicht mehr zu überbieten!

    So wird nun Geschichtsklitterung in Potsdam betrieben. Nachdem die Rekontruktionsbefürworter Mäzene aktivieren konnten, um wesentliche Bauten wieder zu erstellen (Stadtschloß, und vielleicht kommt auch noch die Garnisonkirche), kommen nun die ewig Gestrigen aus ihren Löchern und tischen einem die DDR-Propagande nochmals als "Wahrheit" auf. Und tragen dabei auch noch den Titel "Direktor des Potsdamer Zentrums für Zeithistorische Forschung"...

    Grüße aus Potsdam, Hauptstadt der kleinen DDR
  • von DirkS.19.01.2012 10:01
    Das Dilemma der modernen Architektur besteht nicht im Fehlen grandioser Bauvorstellungen sondern ganz einfach in ökonomischen Zwängen, keine gesellschaftlichen Träger und Kommunen als auch private Bauherren haben schlicht das Geld herausragende Architektur für eine Stadt zu schaffen. Die Ökonomie bestimmt unsere Gesellschaft, im Kleinen wie im Großen.
    Da ziehe ich lieber einen halbwegs orginalen Aufbau des Stadtschlosses vor, der duch großzügige Spenden dann auch an Ansehnlichkeit gewinnt und im Gegensatz zu den heute konzipierten gesellschaftlichen Bauten mehr als 50 -70 Jahre überdauern wird.
    Ich möchte mal behaupten, dass herausragende Bauten nur in Staaten absolutistischer Macht wie auch in Diktaturzeiten (die DDR hatte das Geld dazu nicht) oder in schwer reichen Ländern wie in den "Ölländern" noch möglich ist.

  • von Zugezogener19.01.2012 09:30
    Zitat:
    "Entsprechend setzte die DDR an die Stelle eines barocken Kirchturms einen Plattenbau mit umlaufendem Mosaikfries, der das Ausgreifen der siegreich voranschreitenden Menschheit in den Weltenraum versinnbildlichte und den Triumph der radikalen Moderne in der Formel „E = mc2“ feierte." ... "Trotz einer politisch stark fragmentierten Bürgerschaft mit einem hohen Anteil an Linkspartei-Wählern und einer rot-roten Landesregierung verläuft die Umgestaltung Potsdams bislang in erstaunlicher Weise ohne deutlichen Bezug auf die Bauten der DDR-Zeit. Die kulturelle Deutungskraft eines opferorientierten Regenerationsparadigmas hat dafür gesorgt, dass das städtebaulich zunächst utopische Projekt einer Schlossrenaissance Wirklichkeit werden konnte und zugleich die Bauten der SED-Zeit aus der schützenswerten Vergangenheit herausfielen."

    Die verklärte DDR-.Sichtweise des Verfassers wird besonders deutlich, an diesem Plattenbau in der Dortustraße. Er verherrlicht den Grund, warum die SED diesen Bau dort errichtet hat und verkennt, unter welchen Umständen die Menschen heute dort arbeiten. Auf den Gängen stinkt es nach Urin und Kot aus den innenliegenden Toiletten. Die Räume sind unzweckmäßig und unter thermischen Gesichtspunkten im Sommer und Winter eine ökologische Katastrophe. Die Sichtweise des Verfassers des Artikels ist rein ideologisch und nicht an den Menschen orientiert, die unter unwürdigen Umständen dort arbeiten.

    Es gibt an dieser Stelle auch nichts speziell Schützenswertes. Reißt das Gebäude ab und baut den Fries in das neue Schwimmbad am Bornstedter Feld ein. Gebt den Menschen in der DDR-Ruine in der Dortustraße einen menschenwürdigen Arbeitsplatz. Wer an die DDR erinnert werden will, kann auch die Lindenstraße 54/55 oder die Leistikowstr.1 oder das neue Schwimmbad aufsuchen und sich den Fries dort ansehen. Potsdam ist keine Stadt von gestern, sondern lebt und verändert sich mit den Menschen über die Jahrhunderte hinweg, ob dies dem atheistischen Verfasser passt oder nicht und das ist auch gut so.
  • von bildarchiv-mb19.01.2012 09:25
    Warum wird Architektur immer ideologisiert und mit Bedeutungsinhalten wie Militarismus, Toleranz etc. überfrachtet? Es geht hier ausschließlich um Ästhetik und sonst nichts. Die Architektur der DDR war häßlich und die historische Architektur des alten Potsdam war schön, und wer das leugnet, dem ist nicht zu helfen. Es gibt jetzt die Chance die alte Schönheit wieder zu gewinnen und die muss genutzt werden.
  • von Meinung19.01.2012 09:06
    Ein ausgezeichneter Artikel - jedoch spart er völlig die "Krise" der modernen Architektur - ein sicher besonderer Zweig davon die DDR-Architektur - aus. Das Problem - im Artikel wird Frankfurt genannt - besteht ja nicht nur in Potsdam. Ein großer Teil der Bevölkerung in Deutschland und in anderen besonders von den Kriegen betroffenen Ländern, jedoch auch anderswo, hat nie einen emotionalen Bezug zur "kopfgeborenen" und funktional-orientierten Bauweise entwickelt.
    Ich erinnere nur an Potsdams " Zinkdebatte". Hier ist es eine Materialform, die in besonders ausgeprägter Form durch die Moderne verwendet wird und zu fast Überreaktionen der Ablehnung führte. Auch die Gestaltung der Plattenbauten, die überdimensionierte Straßenbauweise durch Innenstädte, um den Verkehr bis zur Haustür zu leiten und das bis ins Groteske kindliche Spielen mit dem Baustoffen Beton und Glas ( Zigarre in London, Potsdamer Platz ), konnte emotionale Zugänge zum Betrachter nur geringfügig finden.
    Mittlerweile ist die Ablehnung dieser Bauweisen so stark in Teilen der Bevölkerung, dass in Worten und Taten gegen die moderne Architektur demonstriert wird, ja dass es sogar zu Anfeindungen der Architektenwelt kommt.
  • von Kritizismuskritik19.01.2012 09:04
    etwas absonderlich, der Kommentar von Kritizismus. Der Abriss des Schlosses war zwar ein Fehler, aber niemals um alles in der Welt darf ein Fehler nachträglich behoben werden!!! Wo käme man dahin!
  • von ein Potsdamer19.01.2012 08:57
    Vielleicht ist es halt leider so, dass die SED in Potsdam nur zerstörerisch gewirkt hat und nichts von Belang hinterlassen hat - anders als in Dresden (Prager Straße), Chemnitz oder Rostock. Das vergisst dieser selbstgefällige Artikel etwas. Was sollte man denn in Potsdam aus der DDR-Zeit unter Denkmalschutz stellen? Die öden Brachen um den vormaligen Alten Markt?
    Es gibt eben nichts, das mit der Qualität der einstigen barockklassizistischen Bebauung auch nur im Entferntesten mithalten kann. Daher ist es gut, dass mit diesem pseudosozialistischen, in Wirklichkeit erbärmlichen Stadtbild aufgeräumt wird. Stadtreparatur statt infantiler Vergötzung einer politisch wie ästhetisch überholten Kurzzeit-Episode, die niemals einer Kulturstadt vom Range Potsdams als unantastbares Non-plus-ultra übergestülpt werden dürfte!
  • von kritizismus19.01.2012 06:58
    Schlossrenaissance? Verstehe ich da etwas falsch oder hat man in Urzeiten auch schon in Beton gegossen? Wenn man sich das Gesamtbild anschaut, erkennt man schnell, dass ein solches Gebäude in dieser Kubatur, an diesem Platz und mit dieser Umgebung unter anderen politischen Umständen nach gesetzlichen und verkehrsplanerischen Aspekten keinesfalls genehmigungsfähig wäre. Ich möchte den aus der Verwaltung sehen, der mir da nach fachlich präziser Abwägung widerspricht. Dazu bedarf es zuallererst einmal eines Verkehrsführungskonzeptes, welches bis auf den heutigen Tag nicht im Ansatz steht. Der Abriss des Stadtschlosses war ein mehr als grober Fehler. Der Aufbau eines nicht einmal ähnlichen Baus an gleicher Stelle ist es heute aber auch.
    DDR-Architektur ist kaum noch päsent: Ja wer um Himmels Willen hat an dieser Stelle denn noch anderes erwartet?
  • von Freitag19.01.2012 00:28
    In Potsdam bin ich groß geworden, mit Anfang 40 erkenne ich die Stadt bald nicht mehr wieder, sie ist mir nicht mehr vertraut. Potsdam war nicht schön, aber verbesserungswürdig. Es wird aber nichts verbessert, sondern ein Stadtbild inszeniert, dass allenfalls heute 85-Jährige noch bewusst intakt erlebt haben. Wenn ich mich mit Freunden darüber unterhalte, sehen die das häufig genauso. Muffelt es nicht, wenn man lauter Gräber wieder öffnet?

    Dass sich Potsdam städtebaulich weiterentwickeln muss, macht Sinn. Aber müssen so viele Spuren aus 40 Jahren verwischt werden? Wo es sein muss: Hat die heutige Zeit keine eigenen Ideen, für die sich Sponsoren finden? Dürfen die dann auch mal was kosten?

    Mir jedenfalls sind die Heilig-Geist-Kirche und die Wilhelmgalerie lieber als das Stadtschloss und die Garnisonkirche. Ich mag auch die Schwimmhalle am Brauhausberg (früher gab es Springbrunnen auf dem Weg nach oben), das "IFL" (da gab es auch Springbrunnen) und den Globus Am Kanal, das gehört zu meiner Vergangenheit. Ich sage das frei von politischer DDR-Nostalgie.

    Historische Bezüge sind ja hübsch, aber sie müssen als Bezüge der heutigen Zeit kenntlich gemacht werden, so habe ich die Denkmalpflege jedenfalls immer verstanden. Das andere nennt sich Geschichtsklitterung. Der Text von Prof Sabrow ist ein netter Denkanstoß, im Fazit vielleicht ein bisschen dunstig.
  • von Friede Springer18.01.2012 22:31
    Demnächst wird ein Kommentar des Herren (?) "Michael Springer" kommen, danach kann dann die Kommentarfunktion eigentlich geschlossen werden.

    Wahrscheinlich wäre es besser, dies sofort zu tun bzw. für eine gewisse Zeitspanne die Möglichkeit, Textbeiträge zu kommentieren, nicht zu gestatten.
  • von Friede Springer18.01.2012 22:28
    Ein guter Text, der leider in der Quintessenz, dem Umgang mit der Architektur aller bisherigen Epochen, den "besonderen Potsdamer Geist der Toleranz" vermissen lässt.
    Schade.

    Die offensichtlich unkritische Betrachtungsweise des Umbaus Potsdams erschwert eine Auseinandersetzung und wird nicht zu einem toleranteren Umgang zwischen "Schloßgegnern" und "Schloßbefürwortern" führen.

Aktuellste Kommentare

  • von Potsdamer22.01.2012 00:18
    Hier ein Foto zum Schloss / Gutshaus vom Rittergut in Satzkorn. Schloss oder Gutshaus beide Bezeichnungen sind möglich. Beide sind auch richtig. http://www.strassenkatalog.de/panoramio/gutshaus_von_satzkorn,29478976.html Man...
  • von Freitag21.01.2012 18:01
    Liebe PNN! Zur Bereinigung der Kommentarfunktion gäbe es folgende Möglichkeiten: Name "Springer" sperren. E-Mail-Adressen, die hier Unsinn fabrizieren,...
  • von Rumpelstilzchen21.01.2012 17:51
    Die aus dem Westen eingereiste Bourgeoisie , die 1990 die sowjetische Besatzungsmacht abgelöst hat , und ihr Verein „Mitteschön" haben dank ihres Geldes...

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