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  • 02.12.2011

NACHRICHTEN

Bad-Debatte: Pro Brauhausberg fordert Planungsstopp

Innenstadt / Bornstedter Feld - In der Schwimmbad-Debatte hat Thomas Hintze, Sprecher der Bürgerinitiative Pro Brauhausberg e.V., die Stadt aufgefordert, alle Aktivitäten für den Neubau eines Schwimmbads im Bornstedter Feld zu stoppen. Hintze hatte Rederecht im Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung am Mittwochabend gewährt bekommen. Er zog eine Bilanz der Ideenwerkstatt, zu der die Bürgerinitiative am vergangenen Wochenende eingeladen hatte. Dort hätten sich 99 Prozent der Teilnehmer für den Erhalt des ehemaligen Terrassenrestaurants „Minsk“ und der Schwimmhalle am Brauhausberg ausgesprochen, so Hintze. Bekanntlich favorisiert die Stadtspitze den Badneubau im Bornstedter Feld neben der Biosphäre, will dazu jedoch im März 2012 die Potsdamer per Bürgerbefragung entscheiden lassen. In einer aktuellen Stellungnahme zur „Schwimmbadversorgung“ in Potsdam, die offenbar an die Bürger gerichtet ist, äußerte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), die Stadtverwaltung gehe „ohne Vorgaben in den Beteiligungsprozess“. Er selbst allerdings werde mit seiner Position „nicht hinter dem Berg“ halten: Nur der Neubau eines Familien- und Sportbades erfülle die Voraussetzungen, um den Bedarf in Potsdam zu decken. Scharfe Kritik daran übte Linke-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg: Jakobs tue nur so, als ob die Bürgerbefragung mit offenem Ausgang stattfinde. Die Stadt habe beim Bäder-Variantenvergleich das Ergebnis „zurechtgerechnet“. Danach ist der Neubau im Norden die günstigste Variante im Vergleich zur Sanierung der Brauhausberg-Halle und der Doppelvariante mit sanierter Schwimmhalle und Kiezbad im Norden.SCH

Wagenhausburg: Stadt muss bessere Angebote machen

Hermannswerder - Neue Perspektiven für die 22 Bewohner der Wagenhausburg nahe der Tornowstraße auf Hermannswerder: Der Hauptausschuss hat am Mittwochabend beschlossen, dass die Stadt den Wagenburglern bessere Angebote machen muss. Bis April 2012, so heißt es im von der SPD veränderten Linke-Antrag, müsse die Verwaltung entweder den Verbleib der Wagenhausburg „auch über fünf Jahre hinaus auf eine tragfähige vertragliche Grundlage stellen“. Oder aber sie müsse bis zu diesem Zeitpunkt die „Verwertungsinteressen“ für das Areal nachvollziehbar spezifizieren und gleichzeitig mit den Wagenhausburg-Bewohnern „ernsthaft über vertretbare Alternativstandorte“ verhandeln. Bisher hat die Stadt den Wagenhausburglern ein Ultimatum bis Ende 2012 gesetzt, sollten sie nicht freiwillig innerhalb von fünf Jahren das Gelände räumen. Die Stadt will die Grundstücke verkaufen und dort Wohnungen bauen lassen. Damit sollen sechs Millionen Euro in die Stadtkasse kommen – dringend benötigte Einnahmen. Endgültig muss die Stadtverordnetenversammlung über den Linke/SPD-Antrag entscheiden. SCH

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