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PRO & Contra

von Sabine Schicketanz

Foto: Edgar Herbst /Haus Hohenzollern

Natürlich muss der Landessender RBB die Potsdamer Preußen-Hochzeit übertragen. Wer anderes behauptet, negiert Realitäten, geriert sich provinziell – und bedient plumpe Vorurteile. Wie auch immer man dazu stehen mag, Fakt ist: Potsdam und Preußen sind miteinander verbunden, aus der Historie heraus untrennbar. Mit dem Adel ist es ähnlich: Selbstverständlich ist der Adelsstand abgeschafft. Trotzdem sind die Familien, die Jahrhunderte die Geschicke lenkten – ob gut, ob schlecht – nicht ausgelöscht. Das Heute lässt sich eben nicht nach Belieben abtrennen vom Gestern und Vorgestern. Gleichzeitig gilt: Wer sich die Prinz-und-Prinzessinnen-Hochzeit im Fernsehen anguckt, ist in den allermeisten Fällen kein glühender Preußen-Verehrer – genauso, wie die Millionen Menschen weltweit, die bei Kate und William einschalteten, dies wohl nicht taten, um der britischen Krone zu huldigen. Sie waren einfach neugierig, sie wollten zugucken. Daran ist nichts Verwerfliches. Ob Hollywood-Star, Schlager-König oder Preußen-Prinz: Menschen interessieren sich für Menschen – oft besonders für jene, deren Leben ganz anders verläuft als „normal“. Dem Rechnung zu tragen, ist auch Aufgabe der Medien, des RBB. Die Politiker der rot-roten brandenburgischen Regierungskoalition unterstellen nun „Adels-Kult“, spielen Vorurteile aus gegen den öffentlichen Auftrag, den der Sender ihrer Meinung nach nicht zur Zufriedenheit erfüllt. Die indirekt transportierten Gleichsetzungen – wer überträgt, gar wer einschaltet, huldige der Monarchie – sind unlauter. Was bleibt? Ob’s gefällt oder nicht: Die Preußen-Hochzeit ist ein gesellschaftliches Ereignis. Den Kritikern sei zum Trost gesagt: Kate und William, Albert und Charléne, Georg Friedrich und Sophie – Demokratien haben wahrlich andere Feinde. Sabine Schicketanz

Der RBB hat sich also die Ehre verschafft und überträgt die Hochzeit von Nachfahren von ehemals Adligen. Live. Mit Seelmann-Eggebrecht. Nach dem Kleinen Einmaleins der öffentlichen Erregung ergeben die Zutaten „Adel“, „Hochzeit“, „Übertragung“, „öffentlich-rechtlich“ und „live“ hierzulande immer: „Aufregung!“. Dabei muss man in diesem Fall keiner der Leicht-Entflammbaren sein, die sich auf ewig an alten Stammbäumen reiben – und die ja zu Recht darauf verweisen, dass es keinen deutschen Adel gibt, dass von und zu, Gräfin, Prinz etc.pp. nur noch Namenszierat sind. Man könnte also den Ex-Adel ruhig mal wieder Adel spielen lassen im TV: Populärkultur und Preußen-Schlager. Wat für’t Herz eben.

Könnte man – ginge es nicht um den RBB. Die Kritiker haben recht, soweit sie die Prioritätenfrage beim Funkhaus stellen. Denn es gäbe keine nennenswerte Debatte, leistete der RBB die Grundversorgung, berichtete er im TV noch relevant auch aus Landesecken. Stattdessen: Ein gebührenfinanzierter Sender, der sich zwar Polizeiruf und Tatort leistet, sich sogenannte Volksmusiker auf einem Dampfer und anachronistische SFB- ORB-Moderatorenduos hält, aber am Informieren aus ganz Brandenburg scheitert. Ein Sender, im TV dümpelnd im Nirgendwo zwischen MDR und Garnichtsmehr, bei dem im Informationsbereich ein Heer von Nicht- Festangestellten programmprägend ist; Freie, die aus Angst vor Scheinselbstständigkeit alle sechs Jahre zu einer monatelangen Zwangspause verdonnert werden.

Dieser Sender kann diesen Aufwand nicht guten Gewissens betreiben. Dafür können das Hochzeitspaar nichts und auch kein adliger Urahn und erst recht nicht die, für die Hochzeitgucken Grundversorgung ist. Aber die Senderleitung. Wer sonst nur über über das Land schleichen lässt, hier aber den Achtspänner rausholt, gehört gebremst. Peter Tiede

54 Kommentare

  • von Frei.Herr07.08.2011 22:19
    Drei gute Gründe, das preußische Herrscherhaus nicht blind zu verdammen:

    1664: Toleranzedikt im Kurfürstentum Brandenburg
    1685: Edikt von Potsdam
    1812: Preußisches Judenedikt

    Und nein, ich zumindest will keine feudalen Verhältnisse wiedererrichten. Nur ein bißchen entideologisierte, reflektierende Geschichtsbetrachtung.

    @ Madstoper: Preußenverherung schreibt man mit zwei e...
  • von Der rote Baron07.08.2011 22:14
    @ madstoper:

    das sich die Befürworter hier so ins Zeug legen ist wohl ausschließlich der Tatsache geschuldet, dass die Herrschaften in der Kritik ausschließlich kommunistische Propaganda von alt und Jungstalinisten erblicken, die ja bekanntlich überall in Potsdam herrumlungern und nur darauf warten den ersten Superdemokraten (für die sie sich wohl selber halten), der vorbei kommt unter Zwang zu enteignen und ins Gulag zu verfrachten.

    Kann ja auch nur rote Propaganda sein, wenn es um den Adel geht!
    Dass der gar nicht Thema der Kritik ist sondern die Programmgestaltung des rbb und der Umgang mit den Rundfunkgebühren, bei an sich klammen Kassen, vergisst man dann einfach mal. Geht ja um die Eindämmung bolschewistischer Untriebe in Potsdam, dam muss jede Gelegenheit genutzt werden die sich bietet!

    P.S. Liebe Superdemokraten und Royalisten! Einen Kleinen Tipp hab ich noch für euch. Wenn Ihr euch ganz viele Pseudonyme zulegt, könnt ihr hier ohne Ende Kommentare ablegen und erweckt so den Eindruck ihr seid ganz viele und nicht nur die selben drei Hansels die immer und immer wieder die selben Frasen dreschen.
    Und wenn Ihr die Seite ständig aktualisiert, könnt ihr auch immer wieder aufs neue bei der Umfrage pro & contra die Stimmung für das "tolle" Event hochhalten. Aber was rede ich, wusstet ihr doch bestimmt schon oder?
  • von Madstoper07.08.2011 20:48
    Aber er hat doch Recht!
    Was hat das mit Neid zu tun? Das ist ein unsägliches Totschlagargument. Citoyen ist nicht neidisch auf unrechtmäßig angeeigneten Reichtum.
    Was nur bewegt die Fürsprecher zu ihrer Haltung? Ich kann es nicht nachvollziehen.
    Bitte sagen Sie mir doch mal, warum Sie ein solches Spektakel befürworten und was sie so toll an der preußischen Vergangenheit finden. Wollen Sie gar feudale Verhältnisse wiedererrichten?
  • von Musiker07.08.2011 19:14
    an Citoyen.
    Hören Sie bitte auf, Ihre Neidparolen fortwährend ins Netz zu stellen und der Öffentlichkeit Ihre verqueren Gedanken zu offerieren!
    Schon kurz nach dem Mauerfall gab es im "Spiegel" einen Artikel "Die
    Neidgesellschaft".
  • von RKW07.08.2011 18:25
    Sollen sie heiraten. Aber bitte keine Übertragung im RBB davon!!!!
  • von Citoyen an M.K.H.: Was ist gegen das 'Haus Preußen' und den Adel, wenn es die nicht mehr gibt?07.08.2011 16:00
    @M.K.H. "Von Anfang an richteten sich die Kritiken (...) gegen das Haus Preußen, den Adel ..."

    Was ist nicht zielführend? Was kann sich gegen das "Haus Preußen" und den Adel" richten, wenn es beides seit 1919, seit der Abschaffung des Adels durch die Weimarer Reichsverfassung, nicht mehr gibt.

    Abgeschafft, der Adel, die Adelsprädikate und alle Privilegien des bis dahin bevorrechtigten Standes. Seither gibt es nur noch eine Familie Preußen mit bürgerlichem Familiennamen, mit bürgerlichen Rechten, wie jede andere Familie in diesem Land sie auch hat.

    Das mit der Darstellung vom "Chef des Hauses Preußen", die im Zusammenhang mit der Heirat am 27. August von div. Medien verbreitet wird, ist eine rein private, familiäre Regelung, ohne jede öffentlich-rechtliche Bedeutung, ohne irgendwelche öffentliche Regelungen, soweit sie das Familien- oder Erbrecht, innerfamiliäre Erbregelungen der Familie Preußen, betreffen.

    Wir reden hier über Nachkommen früherer Adelsfamilien, die nur dadurch eine besondere Behandlung erfahren haben, dass ihnen im Unterschied zu Österreich, mit dem Adelsaufhebungsgesetz von 1919, nicht auch die früheren Adelsbezeichnungen und das 'von' aus dem bürgerlich gewordenen Familiennamen gestrichen wurden, wie bei der Familie Habsburg, und ihnen die Vermögenswerte nicht genommen wurden, die sich der Adel in der feudalen Ständezeit mit seinem bevorrechtigten Stand auf seine Weise angeeignet hat.

    Wie das in adeligen Herrschaftshäusern in der Feudalzeit zustande gekommen ist - und unter welchen gesellschaftlichen Bedingungen sich die Adel- und Herrschaftshäuser ihre Vermögenswerte angeeignet haben, davon wird einiges zu sehen sein, wenn der RBB die glitzernden Auftritte diverser betuchter Hochzeitsgäste bei der Preußen-Hochzeit auf Sanssouci Live übertragen sollte.
  • von M.K.H.07.08.2011 15:13
    Ein Weiterführen dieser Diskussion erachte ich, mittlerweile, als nicht zielführend.

    Von Anfang an richteten sich die Kritiken, mit einigen Ausnahmen, sofort gegen das Haus Preußen, den Adel und sonstige damit verbundene Themen; und nicht gegen den Sender selbst und dessen bisherige Sendekultur. Auch die "Linke" führte in ihrer Kritik zuvorderst einen möglichen "Adels-Kult" ins Feld, bevor sie Kritik am Sender selbst äußerten.

    Solang diese Verteufelungen stattfinden, solang wird eine, nach allen Richtungen offene, Berichterstattung kaum möglich sein. Geschweige die Menschen hätten die notwendige Toleranz, auch solche Themen zuzulassen.

    MfG

  • von Citoyen an M.K.H.: Konkrete Antwort zum Programmgrundsatz offen07.08.2011 15:12
    @M.K.H.: "unter § 4 Absatz 1......."

    Nun werde doch mal konkret. Der genannte $ 4, Abs. 1, ist ein allgemeiner Programmgrundsatz.

    Daher nochmal. Wir diskutieren und wollen hier klären: Woher (s.u.) leitet sich eine Live-Übertragung der privaten Hochzeit der bürgerlichen Familie auf Sanssouci durch den RBB begründet ab und lässt sich von den Programmgrundsätzen und den relevanten publizistischen Kriterien her erklären.

    Ihre konkrete Antwort
  • von .07.08.2011 14:53
    @Rebrak

    Wieso? Kommt sonst die Stasi? Bleib mal locker Kumpel...
  • von M.K.H.07.08.2011 14:38
    @Citoyen


    unter § 4 Absatz 1.......
  • von Citoyen07.08.2011 14:25
    @M.K.H. RBB-Programmgrundsätze: "Unter diese Grundsätze fällt, m. E auch diese Übertragung"

    Jetzt mal konkret: Unter welchen Gesichtspunkten und publizistischen Bewertungskriterien aus den Pogrammgrundsätzen des RBB lässt sich eine Übertragung der Hochzeit der Familie Preußen ableiten und begründen?
  • von Musiker07.08.2011 13:38
    Danke Frau Schicketanz für Ihre Pro-Meinung!
    Dem Brautpaaar wünschen wir eine wunderschöne Hochzeit - bitte tun Sie sich die Übertragung nicht an! Die Meinungsmacher in Potsdam, die ja größtenteils aus der linken/roten Ecke kommen, sind noch zu mächtig und das angekündigte Pfeifkonzert wäre eine zu große Blamage und Peinlchkeit für Potsdam (das übrigens aus aller Welt besucht wird wegen der Preußen-Vergangenheit, s. Schlösser usw.).
    Große Enttäuschung über die SPD, dass sie sich da anschließt!Die "Kommentatoren", die immer wieder nach "Volkesmacht" und Abschaffung von "denen da oben" rufen, sollten sich doch einmal vergegenwärtigen, wozu diese "Herrschaften" in den ganzen Ländern des Sozialismus, und dort, wo es keine intelligente Regierungen gibt, heute noch Kuba und Nordvietnam, führten. Es ist ein weites Feld.
    Jedenfalls hatten wir in Deutschland, trotz aller Schrecklichkeiten (!), doch soviel kluge Köpfe in den Jahrhunderten, die uns den höchsten Lebensstandard(und zwar auf allen gebieten und immer noch!) bescherten. Und da gehörte eben auch der intelligente Adel dazu (von Ausnahmen rede ich hier nicht).
  • von Brandenburger07.08.2011 12:56
    M.K.H. ich hoffe auf ihre Stimme bei Facebook die Seite dazu werde ich mich sogar dort anmelden um eine Seite aufzumachen.

    Gleiches Recht für alle wer das anders sieht ist ein Gegner der Demokratie wir sind vor dem Gesetz doch alle gleich oder sehen sie das anders?.

    Na dann ist doch alles klar Leute meldet euch beim Heiratssender meine Stimme habt ihr ich hoffe auf eure.
    Die Bud Spencer Kampagne läßt mich hoffen so wird Brandenburg wirklich berühmt in aller Welt.

    Wenn dann für alle Bügerinnen unseres wunderschönen Landes die dazu Lust haben.
    Der Gerechtigkeitswahnsinnige ist wieder einmal mit mir durchgegangen.
    Sorry
  • von Madstoper07.08.2011 12:50
    Mich nervt einfach dieses Einsortierung der Gegensprecher. Ich bin kein Parteimitglied der Linken und auch kein DDR-Verherrlicher. Ich habe lediglich eine Meinung zu diesem Kasperspektakel zweier völlig belangloser Menschen in einem öffentlich-rechtlichen TV-Sender. Und ich habe etwas gegen undifferenzierte Preußenverherung.
  • von M.K.H.07.08.2011 12:16
    § 4 Programmgrundsätze
    (1) Der Rundfunk Berlin-Brandenburg trägt durch die Herstellung und Verbreitung seiner Programme und Angebote zur freien individuellen und öffentlichen Meinungsbildung bei. Dabei stellt er sicher, dass die Vielfalt der bestehenden Meinungen in der Gesamtheit seiner Programme und Angebote ausgewogen und angemessen Ausdruck findet. Sein Programm dient der Information und Bildung sowie der Beratung und Unterhaltung und erfüllt den kulturellen Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

    (2) Der Rundfunk Berlin-Brandenburg hat in seinen Sendungen einen objektiven und umfassenden Überblick über das internationale, europäische, bundesweite sowie länder- und regionenbezogene Geschehen in allen wichtigen politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Fragen zu geben. Die Programme des Rundfunk Berlin-Brandenburg tragen der regionalen Vielfalt der Länder Berlin und Brandenburg sowie der Sprache und Kultur des sorbischen (wendischen) Volkes Rechnung.

    (3) Durch seine Programme und Angebote trägt der Rundfunk Berlin-Brandenburg zur Zusammengehörigkeit im vereinten Deutschland und zur Förderung der gesamtgesellschaftlichen nationalen und europäischen Integration in Frieden und Freiheit und zu einer Verständigung unter den Völkern, insbesondere zu den polnischen Nachbarn, bei.

    (4) Bei der Gestaltung seiner Programme berücksichtigt der Rundfunk Berlin-Brandenburg alle gesellschaftlichen Gruppierungen, insbesondere die Anliegen behinderter Menschen und die Anliegen der Familien und Kinder. Er trägt der Gleichberechtigung von Männern und Frauen Rechnung.

    -------------------------
    Unter diese Grundsätze fällt, m. E auch diese Übertragung.
  • von Rebrak07.08.2011 12:03
    von. Griff in die Requisitenkammer der Geschichte
    Komm aus Deiner ideologisch befrachteten Schublade heraus.

    Keine Agrumente kein Inhalt nur pöbeln trollen sie sich.
  • von Ingo Schneeweiss Bäume und Grün07.08.2011 12:00
    Es kann nichts daran ändern das M. absolut richtiges schrieb. Die pausenlosen Angriffe gegen ihn und sein geschriebenes Wort werden ganz sicher nicht das Ziel erreichen. Das Ziel der Denunziation.
  • von peter lewandoski07.08.2011 11:55
    ein fröhliches pfeifkonzert kann wohl kaum als stören bezeichnet werden! auch der unsinn zum kommunistischen system ist tatsächlich unfug. weder gab, noch gibt es auch nur ein kommunistisches land. vielleicht überlegen sie mal bevor sie hier unlauter werden. m. hat vollumfänglich recht. ihre vorwürfe ziehlen ins leere. Citoyen, ihr kommentar ist ausgezeichnet. vielen dank.

  • von .07.08.2011 11:48
    @Citoyen: Griff in die Requisitenkammer der Geschichte
    Komm aus Deiner ideologisch befrachteten Schublade heraus.
  • von Citoyen: Griff in die Requisitenkammer der Geschichte07.08.2011 11:18
    @M.K.H.: "Kann eine Hochzeit ein politischer Komplott sein, der die Demokratie gefährden kann? Kann unsere Demokratie diese Hochzeit nicht vertragen und/oder verkraften? Ist sie nicht so sehr gefestigt, wie wir es glauben sollen?"

    Komm doch mal zur Sache. Es geht hier nicht um parteiideologisches Geplänkel, um Pfeifkonzerte oder politische Komplotte, die die Demekratie gefährden könnten. Es geht auch nicht darum, die Meinungs- und Pressefreiheit zu beeinträchtigen. Du machst nicht nur merkwürdige Feststellungen, sondern wirfst auch noch die falschen Fragen auf. Komm aus Deiner ideologisch befrachteten Schublade heraus.

    Wenn Du den Blog sorgfältig gelesen hättest, müsste Dir ohne irgendwelche aus der Luft gegriffenen Fragestellungen klar sein, worum sich das Pro und Contra dieser Diskussion dreht: ob eine solche Hochzeit berichterstattensrelevant ist, wieweit das mit den Programmvorgaben des RBB zu vereinbaren ist und ob schließlich bei den Kostenregelungen und -begrenzungen eines öffentlich-rechtlich organisierten Senders sich aus der Live-Übertragung einer privaten bürgerlichen Hochzeit, die allein schon aus journalistisch relevanten Gründen mehr als in Frage gestellt werden muss, Kosten entstehen, die aus alldem nicht erklärbar und vertretbar sind, für die es auch sinnvoller einzusetzende Berichterstattungsmöglichkeiten beim RBB gibt.

    Auch darum, ob das eine Demokratie "vertragen und/oder verkraften" kann, geht es nicht, allerdings darum, dass
    diejenigen, die für eine Fernsehübertragung der Hochzeit eintreten, in einem gesellschaftlich-demokratischen Verständnis - mehr oder weniger - noch nicht angekommen sind. Oder weshalb geht es ihnen darum, sich ausgerechnet aus der angestaubt-antiquierten Requisitenkammer einer historisch überkommenen Feudalzeit bedienen und diese öffentlich zur Schau stellen zu wollen. Die öffentlich und via TV zur Schau getragene Hohenzollern-Umbettung in Sanssouci war dafür bereits ein anschauliches und - auch vor dem geschichtlichen Hintergrund - mehr als bizarres, merkwürdiges Beispiel.
  • von M.K.H.07.08.2011 10:58
    Werter M.,

    wenn Sie sich die Kommentare von Anfang bis Ende durchgelesen hätten, wäre Ihnen mit Sicherheit aufgefallen, daß sich die Kritik vieler, auf die Vergangenheit der Familie Hohenzollern stützt. Ja, ich bin weiterhin der Meinung, das Kosten und Orientierung des Senders nur ein Vorwand sind.

    Bezüglich des Pfeikonzertes möchte ich folgenden Beitrag zitieren:

    "von Kotschemassow04.08.2011 07:47
    Die Gegner dieses monarchistischen Auflaufs haben die Chance sich zu einem fröhlichen Pfeifkonzert zu versammeln. Oder wird diese Veranstaltung gar durch die Polizei abgeriegelt? Ob in Uniform oder/und zivil?

    Also alle hin."

    Dies ist für mich ein Aufruf zu einem Pfeifkonzert.

    Mein Beispiel kommunistischer und sozialistischer Systeme, bezog sich auf die selbigen, welche bislang in Europa existierten.

    Hiermit möchte ich Sie fragen, ob es in ihren Kreisen zu einer Diskussion dazu gehört, andere Diskussionsteilnehmer zu beleidigen?


    MfG


  • von Ausnahmezustand07.08.2011 10:51
    Guten Tag M.,

    glauben sie wirklich das es hier auf Wahrheiten ankäme? Glauben sie wirklich das es hier um die rationale Betrachtung ginge?

    Das könnte ich kaum glauben. Der durch Sie Angesprochene ist mit seinem "Talent" - falsch zu reden - kein Unbekannter. Eher ein Vertrauter. Ihrem Beitrag kann ich nur zustimmen!

    Guten Tag Madstoper,

    ganz sicher werden die Hauptdarsteller schon längst - mindestens - Zaungäste der Foristen sein. Die plumpen und bräsigen Kommentare der blinden Zustimmung suggerieren unter anderem, als würden sie hier selbst Foristen sein. Letztes nur eine Annahme.

  • von M.07.08.2011 10:27
    @ M. K. H.

    Ihrer furiosen Fehleinschätzungen , bzw. Fehlinterpretationen, bzw. vorsätzlichen falschen Darstellungen können nur dazu führen, Sie als wirren Geist zu bezeichnen.

    1.)
    Nicht das zwei Menschen heiraten gibt Anlass zur Kritik.
    In Ihren Einlassungen suggerieren Sie etwas was es nicht gibt.

    2.)
    Niemand hat zu einem Pfeifkonzert aufgerufen!
    Das ist eine Lüge. Auch, wenn man Unwahrheiten pausenlos wiederholt, werden sie nicht wahrer.

    3.)
    Von welchem kommunistischen System reden Sie hier?
    Zu keiner Zeit existierte eine kommunistische Ordnung. Allenfalls nannten sich Personen Kommunisten, bzw. wurden so genannt. Die Ihrige geschichtliche Kompetenz ist nicht erkennbar.

    Dem Brautpaar ist alles Gute zu wünschen.

    VG:
    M.
  • von M.K.H.07.08.2011 09:40
    Es ist schon sehr fragwürdig, warum sich die "Linke" und SPD über diese Hochzeit echauffieren. Nach meiner Meinung, ist der Vorhalt der Übertragungskosten und der Orientierung des RBB jedoch nur ein Vorwand.
    Weiterhin ist sehr verwunderlich wie sich einige Gegner und scharfen Kritiker äußern. So wird zum Bsp., in einem anderen Diskussionsstrang, ganz offen zu Pfeifkonzerten der Gegner aufgerufen. Interessant ist hierbei immer wieder, daß die Vergangenheit als Grund angeführt wird, eine Übetragung nicht zu rechtfertigen.

    Ganz offensichtlich sind bei einigen, die Vergangenheiten (millionenhafter Tod, keine Pressefreiheit, kein Recht der freien Meinungsäußerung um nur einige Bsp. zu nennen) kommunistischer und sozialister Systeme stets legitim gewesen.

    Kann eine Hochzeit ein politischer Komplott sein, der die Demokratie gefährden kann? Kann unsere Demokratie diese Hochzeit nicht vertragen und/oder verkraften? Ist sie nicht so sehr gefestigt, wie wir es glauben sollen?
  • von AltLinker06.08.2011 18:09
    Schon interessant mit wieviel Engagement die Linken sich um solche Themen kümmern. Wirklich wichtige Probleme wie Sozialabbau, sinkende Löhne, Mindestlohn etc... scheinen nicht mehr ganz so wichtig zu sein. Traurig, traurig...
  • von Zur Pro-Autorin: Plumpe Vorurteile selber verbreitet06.08.2011 13:58
    @Kommentar 28 stammt von Citoyen, der noch eine Anmerkung zu der Pro-Autorin S. Schicketanz hat.

    Wenn Frau Schicketanz schreibt, "Natürlich muss der Landessender RBB die Potsdamer Preußen-Hochzeit übertragen. Wer anderes behauptet, negiert Realitäten, geriert sich provinziell – und bedient plumpe Vorurteile", fragt man sich, wo Realitäten negiert werden und ob nicht 'adelige' Scheinwelten zelebriert werden. Wer wie Frau Schicktanz anderen mit ihren kritischen und begründeten Vorbehalten gegen die Live-Übertragung vorhält, sie bedienten "plumpe Vorurteile" hat offensichlich ein eigenes Problem übersehen, dass die Autorin es selber ist, die plumpe Vorurteile verbreitet und diese auf andere zu projizieren versucht. Kein guter Stil, zumal, wenn man so undifferenziert mit Contra-Auffassungen umgeht.
  • von Wo ist das Interesse an einer Live-Übertragung?06.08.2011 13:24
    @Exil-Potsdamer

    Du musst da einiges missverstanden haben: Es geht nicht darum, wie Du meinst, dass "hier Kommentarspalten ohne Ende gefüllt" werden (wo denn bei bisher 27 Kommentaren zu diesem Pro und Contra), weil die Hohenzollern-Hochzeit "so besonders sein soll". Das hat auch nichts mit sehr großem Interesse "selbst am abgeschafften oder ausländischem Adel" zu tun, sondern ergibt sich einfach aus der Absicht des RBB, eine Live-Übertragung von einer privaten bürgerlichen Hochzeit zu machen, die von ihrer Bedeutung eine solche Übertragung nicht hergibt, auch wenn es da um den Familiennamen Preußen geht und einige betuchte Gäste kommen. Passt auch mit einer Einblendung in der Abendschau. Es ist auch nicht die Frage, ob das für den RBB legitim ist, was immer Du damit meinst, sondern ob es von der Berichterstattung her relevant ist. Daran misst sich die journalistische Berichterstattung. Viele die Contra sind meinen, das Ereignis ist es nicht, weil es für eine Berichterstattung keine besondere Bedeutung hat. Kann man auch nicht mit der Übertragung von Sport- oder Unterhaltungsveranstaltungen im Fernsehen vergleichen. War bei Deiner Hochzeit RBB dabei? Vermute nicht und wenn, wahrscheinlich höchstens der Freibeuter-Privatsender RTL 2, der rücksichtslos Privatsphären bloßlegt.
  • von Madstoper06.08.2011 12:31
    Mich würde doch glatt mal interessieren, ob die beiden Hauptdarsteller hier mitlesen.
  • von Exil-Potsdamer06.08.2011 12:08
    @Citoyen: Ich kann auch nicht erklären, was an der Hohenzollern-Hochzeit so besonders sein soll, dass hier Kommentarspalten ohne Ende gefüllt werden. Offensichtlich ist aber das Interesse darüber sehr groß. Und offensichtlich hat ein Teil selbst am abgeschafften oder ausländischem Adel noch Interesse. Solch ein Interesse zu bedienen von Seiten des RBB ist genauso legitim wie Sportübertragungen oder Volksmusikfeste oder den Karneval in Cottbus. Die auch nicht von allen gemocht werden.
  • von citoyen06.08.2011 12:01
    @Frei-Herr

    Was hat die Kritik an der TV-Übertragung mit ideologischen Grabenkämpfen zu tun? Bei der Kritik an der Live-Übertragung geht es schlicht und einfach darum, was von einem Landesfernsehsender wie dem RBB mit seinem Programmauftrag an Berichterstattung erwartet werden kann. Sicher nicht die mehrstündige Live-Berichterstattung einer Hochzeit eines bürgerlichen Brautpaares, deren Vorfahren vor Generationen mal dem Adel angehört haben. Damit können Yellow Press und Klatschorgane ihre Leser mit ihren Geschichten berieseln. Das RBB-Fernsehen hat sich um die wesentlichen Ereignisse in seiner Berichterstattung aus Berlin und Brandenburg zu kümmern und darauf zu konzentrieren.
  • von Frei-Herr06.08.2011 11:27
    Diese ganze Diskussion zeigt deutlich auf, wie tief sich viele hierzulande heute noch von den ideologischen Grabenkämpfen des 20. Jahrhunderts in ihrem Denken leiten lassen. Ist unser demokratisches Selbstverständnis 93 (!) Jahre nach Abschaffung der dt. Monarchie noch immer so schwach, dass es von läppischen drei Stunden TV-Übertragung einer Adelshochzeit derart erschüttert werden kann? Werden wir wohl je die Chance haben, mit unserer deutschen, auch mit der preußischen Geschichte selbstbewußt und vor allem auch etwas gelassener umzugehen, jenseits von huldigender Preußenverehrung oder Stadtschlossspreng-Enteignungs-Mentalität? Das wäre ein Schritt nach vorne!
  • von Citoyen06.08.2011 11:24
    @Zum Exil-Potsdamer und seiner Anmerkung "Das Interesse an Blaublut ist nach wie vor vorhanden (...). Verständlich, dass der RBB die Chance ergreift, gerade in diesem Jahr, dem Jahr der großen Blaublut-Hochzeiten von Großbritannien und Monaco aufzuspringen", um "das als Live-Event zu vermarkten."

    Gestatten, Euer Ehren, können Sie mal erklären, was Sie unter "Blaublut" verstehen und was die bürgerliche Hochzeit eines Preußen-Nachkommen, dessen Vorfahren bis vor drei Generationen das Kaiserhaus in Deutschland stellten, mit Hochzeiten in GB oder Monaco zu tun haben, wo der Adel immerhin noch repräsentativ existiert. Bei dem Brautpaar in Potsdam geht es um ein bürgerliches Brautpaar, deren Vorfahren bis zur Abschaffung des Adels zum deutschen Adel gehörten, die aber seit 1919 von ihrer familiären Herkunft genauso wie ihre Eltern und Großeltern Bürgerliche seit ihrer Geburt sind. Was ist an dieser bürgerlichen Hochzeit also Besonderes, dass sie im Fernsehen übertragen wird?
  • von Fritz06.08.2011 08:15
    Frank Steiner es gibt keinen Adel mehr wir sind alle gleich und der Adel hatte doch gemeinsam mit der Kirche Jahrhunderte Zeit um das Leben lebensfroher zu gestalten aber Dank ihrer guten Geschichtsbildung wissen sie ja das alles selbst.

    Erinnert sei nur kurz an dem Deuschen Bauernkrieg.

    "Niemand sollte etwas gegen Adel und Reichtum haben,aber alle sollten sich gegen Profitgier und Verursachung von Arbeitslosigkeit und Armut einsetzen" von was lebte der Adel denn von der Arbeit seiner Untertanen. Da der Adel nicht mehr existiert kann ich ja auch schlecht gegen ihn was haben.

    "aber alle sollten sich gegen Profitgier und Verursachung von Arbeitslosigkeit und Armut einsetzen" sehen sie und das haben die Demokratischen Linken seit 1848 versucht.

  • von Frank Steiner06.08.2011 06:03
    Im Gebiet zwischen Oder,Neiße und Elbe ist es auch gut das Leben und die schönen Ereignisse des Adels zu zeigen.
    Hier gab es einmal eine sehr gute Bildung auch in Geschichte.
    Niemand sollte etwas gegen Adel und Reichtum haben,aber alle sollten sich gegen Profitgier und Verursachung von Arbeitslosigkeit und Armut einsetzen.
    Vielleicht wäre ein verantwortungsvoller Adliger oder Adlige sogar ein guter Bundespräsident für fünf Jahre und würde dieses Amt nicht einfach verlassen wenn er keine Lust mehr hätte.
  • von Exil-Potsdamer06.08.2011 00:36
    Es ist ausgesprochen interessant, dass ein Yellow-Press-Thema die Gemüter so dermaßen erhitzen kann. Noch erstaunlicher, dass einige der hochzeitsbefürwortenden Kommentatoren ohne jeden Grund sofort in politisches Schubladen-Denken verfällt.

    "Potsdam-Fan" oder "Heinz" schwenken ja sofort ein und finden die Live-Übertragung der Hochzeit besser als einen Parteitag der Linken. Ein "Musiker" erklärt alle, die die Live-Übertragung ablehnen, als "Rote". M.K.H. faselt auch etwas von linken Parteitagen und bringt noch das SED-Vermögen in die Diskussion um eine Adels-Hochzeit...

    Nur ganz kurz: Wann wurde je ein Linken-Parteitag beim RBB live drei Stunden übertragen? Und vor allem: Geht es hier um eine Hochzeit oder Politik-Bashing bei einigen Kommentatoren? Wenn jeder der die Übetragung ablehnt, ein "Roter" sein soll, darf man dann auch alle Zuschauer von Adels-Hochzeiten als "Monarchisten" bezeichnen, die die Demokratie abschaffen und einen König zurück wollen? Das wäre zumindest die plausible Kausalkette.

    Fakt ist: Adel ist abgeschafft. Hohenzollern spielen politisch keinerlei Rolle mehr. Fakt ist auch: Hohenzollerns wollen in Potsdam heiraten. Europäischer Adel will kommen. Das Interesse an Blaublut ist nach wie vor vorhanden und sorgt deshalb auch für Werbung für Potsdam und Brandenburg.

    Verständlich, dass der RBB die Chance ergreift, gerade in diesem Jahr, dem Jahr der großen Blaublut-Hochzeiten von Großbritannien und Monaco aufzuspringen und man versucht, das als Live-Event zu vermarkten. Eine schöne Möglichkeit, für den Tourismus in Potsdam zu werben. Es ist aber alles Unterhaltung, Entertainment - nichts Weltbewegendes, nichts Politisches. Umso absurder und armseliger sind die poltischen Angriffe der Pro-Hochzeits-Fraktion hier im Forum. Adelshochzeit ist Gossip! Nicht mehr, nicht weniger.
  • von Nicolas Peucelle05.08.2011 23:41
    Hoffentlich wird es ein schoener Hochzeitstag. Das Leben ist nicht immer so einfach wie manche sich das so vorstellen und eine Hochzeit soll man nicht vermiesen mit haesslichen Bemerkungen. Neid und Hass sind hier fehl am Platz.
  • von Madstoper05.08.2011 23:06
    @ MKH: Mit der "Linken" habe ich nix zu tun.

    @Architekt: Es tut mir leid, aber ihr zusammenhangloses Zeug verstehe ich nicht. Bitte drücken Sie sich deutlicher aus.
  • von Demokrat05.08.2011 22:39
    "Wir schauen uns das natürlich nicht an, wir fragen uns eher, warum der RBB nicht mehr den Karneval der Kulturen überträgt oder aber die Hanf-Parade, die findet am Samstag zum 15. Mal statt, diesmal lautet das Motto: „40 Jahre sind genug – BtMG ade!“ Nun ja."

    Supi-Zitat
  • von erkämpfte Demokratie05.08.2011 22:26
    Der Unterschied zwischen links und rechts, ist und bleibt nur die Farbe.

    Ihr Geschichtsverständnis ist einfach für einen wie mich aus der breiten Mitte doch sehr merkwürdig.

    Für mich spielt auch die Zeit vor 1918 eine Rolle es sei an 1848 erinnert
    "Wie in Frankfurt bildeten sich bald auch in Berlin unterschiedliche Fraktionen heraus. Der äußere Anlass war dabei die Frage, ob sich die Abgeordneten zur Eröffnung der Nationalversammlung ins königliche Schloss begeben sollten. Während die liberale und konservative Rechte darin kein Problem sah, war dies für die demokratische Linke eine Grundsatzfrage. Der Abgeordnete Temme betonte, dass die Abgeordneten „Repräsentanten des preußischen Volkes und nicht als Diener eines Monarchen gewählt [seien]. Es sei überall Recht des Volkes und daher parlamentarischer Brauch, dass der Fürst sich zu den Vertretern des Volkes in ihr Sitzungslokal begebe, nicht umgekehrt sie bei ihm zu Hofe kämen."
    Wikipedia

  • von Heiratswilliger05.08.2011 22:13
    Wieso darf denn der Pöbel nicht in diesen edlen Gemächer seine Hochzeiten feiern egal entscheidend ist in diesem Falle nur das von und wir sind alle gleich nur einige sind gleicher.

    Davon habe ich langsam mal die na sie wissen was ich meine voll.

  • von Architekt05.08.2011 21:55
    @Madstoper
    rechnen Sie nun die Untaten jeder unserer Vorfahren auf? Und hängen diesen den Heutigen an ? Wie viele Mörder, Säufer, Vergewaltiger waren in Ihrer eigenen 10 000 jährigen Vorfahrenreihe? Mann, was haben Sie in Ihrer Rein- und Zartheit für ein gewaltiges Schwert gegen die übrige Menschheit? Wen wollen Sie heute dafür bluten lassen?
    Da werden schon mal gute Artikel geschrieben und Sie setzten Ihren Firlefanz dagegen. Wenn Sie nur Ihre Meinung kundtäten, aber Sie greifen an. Sie sprechen von "kotzen", wenn Sie andere Meinungen hören und Sie meinen, wenn Sie vom Pöbel sprechen, dass es in Potsdam Leute gibt, die sich mit diesem Wort identifizieren und damit ihre Position stärken. Ich glaube, dass Sie da wenige finden...
    Übrigens - kein Mensch will huldigen!!!
  • von M.K.H.05.08.2011 20:26
    @ Madstoper

    Im Umkehrschluß ließe sich auch die Frage stellen, welche Traurigkeiten vorhanden sein müssen, sich einen linken Parteitag anzuschauen. Wie wäre es, wenn man endlich das Vermögen der SED von der "Die Linke" holen würde. Damit ließen sich jede Menge, sinnvolle und soziale Projekte gestalten. Die Toleranz die die Linken, sein es nun SPD oder die Linke, so gern für sich reklamieren, gilt offensichtlich nur Gleichgesinnten, getreu dem Motto, bist du nicht für mich, bist du gegen mich. So war es schon in der DDR. Offensichtlich hat sich daran noch nichts geändert.

    Der Unterschied zwischen links und rechts, ist und bleibt nur die Farbe.

    @ Demokrat

    Die Familie Hohenzollern ist der größte Leihgeber von Kunstwerken und Mobilar an die Stiftung. Ohne diese, würden wir heute nur kahle Wände und leere Räume sehen können. Mit dieser Hochzeit brechen wir uns nichts aus der Krone. Im Übrigen kann die Orangerie in Potsdam, als auch in Charlottenburg, von jedermannn gemietet werden.
  • von Madstoper05.08.2011 20:24
    Ihre Ansichten sind fernab jeder Realität!
    Preußen war ein absolutistisch-monarchisches Reich, welches durch aggressive Kriegshandlungen seine Macht ausbaute. Der König hat die schicken Schlösser nicht aus seiner Tasche bezahlt, sondern durch Raubzüge und Ausbeutung der eigenen Bevölkerung ermöglicht.
    Wie kann man nur so revisionistisch auf die Geschichte schauen. Diese romantisierende Sche... kotzt mich an!
    Der gemeine Pöble hat wenig zu lachen, zu Zeiten der Preußenherrscher. Es hat zwar lange gedauert, aber letztendlich wurde die Monarchie überwunden und dafür mussten Abermillionen Menschen ihr Leben lassen. Die Großmannssucht einiger "von Gott Gesandter" ist Schuld an jahrhundertelangem Blutvergießen. Und nun huldigen wir Demokratiegesegneten einem personifiziertem Anachronismus, in Form dieses "Thronfolgers" und seiner Zukünftigen.
  • von Musiker05.08.2011 19:39
    Es stimmt, Preußen gibt es nicht mehr - aber haben nicht die Hohenzollern in 500 Jahren einen funktionierenden Staat geschaffen?
    Noch heute liest jeder Staatsmann auf der Welt, der auf sich hält und ein guter Regierungschef sein will, mit Interesse die Geschichte speziell vom und über den Preußenkönig Friedrich den Großen, der hier in Potsdam residierte. Er war nicht nur ein großer Staatsmann (auch mit Fehlentscheidungen, die man aus seiner Zeit sehen muss), er verkörperte Toleranz, Klugheit, er war Architekt, ein großer Künstler (noch heute werden u.a. seine Kompositionen ! gespielt), sein erster Bauauftrag bei Regierungsantritt war das Opernhaus in Berlin, die noch heute in der Welt berühmte "Lindenoper" (übrigens 1741 in Auftrag gegeben und die erste Aufführung fand einundeinhalbes Jahr später im Dezember 1742 statt! - heute diskutieren die Rot-Roten 20 Jahre über den Bau eines Freibades in Potsdam!!). Zu welcher Zeit sind die attraktivsten Wohnungen und Gebäude entstanden? Zur Zeit unserer drei letzten Kaiser zwischen 1871 und 1918! Wohin zieht es die Potsdam-Besucher/Touristen? Antwort: in die von den Hohenzollern geschaffenen Ensembles/ Schlösser/Parks. Oder etwa in die von den Roten erbauten Neubaugebiete?
    Wollen wir stolz sein auf die Nachfahren aus dem Hause Hohenzollern und uns erfreuen an einer wunderschönen Hochzeit eines sympathischen Brautpaares! Ein Dankeschön an den RBB für diese Idee der Übertragung.
    Mit Ablehnung dieser Sendung demaskieren sich einmal wieder die Roten.
    Über das, was sie geschaffen haben, sollten sie sich schämen und ihre Mäuler halten!!
  • von Architekt05.08.2011 17:32
    Die Pro und Contra - Artikel der beiden Journalisten Frau Schicketanz und Herrn Tiede sind einfach Spitze!! Das nenne ich guten Journalismus und ich kann nur sagen, dass ich den Beiden von ganzem Herzen recht gebe. Was aber nun? Bei wem kann man sich einordnen? Ich hoffe nur auf das Verständnis der Hohenzollernfamilie, wenn diese unsere Kommentare durchliest. Es sind Kommentare von Bürgern einer von politischen Grabenkämpfen geschüttelten Stadt, die sich nun einmal Luft machen - gut so. Dass es zu einem Frieden kommt und einem Gleichklang in der Stadt der Bürger im Stolz auf gemeinsam Erlebtes - Entstehen einer neuen Stadt - dem kann man sich aus den unterschiedlichsten Vergangenheiten kommend, getrost anschließen und sollte dabei bedenken, dass die Hohenzollernfamilie mit dieser Hochzeitfeier friedensstiftend wirkt. Pro hat recht und Contra auch und eine Hochzeit ist immer etwas Schönes - umso mehr als diese letztendlich Geld in die Taschen der Bürger bringt - wenn der RBB es schafft, diese unsere Stadt so zu vermarkten, dass es in der Welt ankommt.

    Übrigens an die PNN: Wie läuft denn der Abstimmungszähler? Ich kann das Ergebnis nur sehen, wenn ich erneut abstimme... Ich habe den Verdacht, dass er mehrfache Abstimmungen des gleichen Absenders zulässt.
  • von demokrat05.08.2011 16:47
    die fernsehübertragung halte ich für den kleineren skandal. natürlich werden dabei öffentliche gebührengelder verbraten, allerdings ist davon auszugehen, es gibt auch zuschauer für genau solche sendungen. wütend macht mich allerdings, dass die stiftung schlösser und gärten diesen menschen räume zur verfügung stellt, welche gewöhnlicherweise nicht mietbar sind. selbst wenn die stiftung für das zurverfügungstellen der räumlichkeiten gelder erhält (was ich nur hoffen kann), so ist und bleibt die stiftung eine öffentliche und folgerichtig sollten ausnahmen von gesetzten regeln eben auch ein öffentliches interesse bedienen. ein solches interesse wird nicht alleine bedient, wenn den vermeindlichen voreigentümern eine schöne kullisse für ihre hochzeit gegeben wird (vermeindlich, immerhin waren herrschaftsfamilie und staat stark verbandelt), immerhin wurde die monarchie in diesem lande abgeschafft.
  • von rbb abschaffen05.08.2011 15:20
    Die Entschädigungen an den Adel waren 1926 so üppig, daß man auch heute noch davon leben kann. Aber zurück zum Thema: Ist denn hier das richtige Forum für die Debatte? Wenn die Gebührenzahler bei jeder miesen Sendung, bei jeder mißglückten Liveschaltung, bei jeder billigen Zote und bei jeder Wiederholung sich direkt an den rbb wenden, damit dieser täglich säckeweise Rückmeldungen bekommt, würde eventuell das Programm eines Tages nicht mehr ganz so beliebig und manipulativ sein. Oder man macht es wie ich: Ich habe keinen Rundfunkempfang und zahle auch keine Gebühren für diesen Mist. Daß ab 2013 eine versteckte Fernsehsteuer pflichtweise für nicht erbrachte Leistung erhoben wird, ist der wahre Skandal. Es gab mal Zeiten, da reichte der ARD das Regionalprogramm ab 17 Uhr. Nun bläht sich der Apparat auf, konzentriert sich nicht nur auf das Nötige und läßt die Gebührenzahler eben etwas mehr bluten. An Geld mangelt es ja zum Glück nicht. Ist ja auch nicht das eigene.
  • von 05.08.2011 15:13
    Die Entschädigungen an den Adel waren 1926 so üppig, daß man auch heute noch davon leben kann. Aber zurück zum Thema: Ist denn hier das richtige Forum für die Debatte? Wenn die Gebührenzahler bei jeder miesen Sendung, bei jeder mißglückten Liveschaltung, bei jeder billigen Zote und bei jeder Wiederholung sich direkt an den rbb wenden, damit dieser täglich säckeweise Rückmeldungen bekommt, würde eventuell das Programm eines Tages nicht mehr ganz so beliebig und manipulativ sein. Oder man macht es wie ich: Ich habe keinen Rundfunkempfang und zahle auch keine Gebühren für diesen Mist. Daß ab 2013 eine versteckte Fernsehsteuer pflichtweise für nicht erbrachte Leistung erhoben wird, ist der wahre Skandal.
  • von locker bleiben05.08.2011 13:12
    @Madstoper

    die von Ihnen so genannten "Adels-Spinner" sind bereits zweimal enteignet worden, 1926 durch die Weimarer Republik und 1945 durch die Sowjetische Besatzungsmacht. Im Staatsbürgerkundeunterricht nicht aufgepasst? Tut mir also sehr leid für Sie, nichts mehr zu holen von den "verkappten Ex-Adligen".
  • von Preußen ist erloschen05.08.2011 12:39
    @ Heinz

    niemand hat in Rede gestellt ein Pfeifkonzert abhalten zu wollen!
    Warum sagen Sie hier die Unwahrheit - Sie Heinz?
  • von Madstoper05.08.2011 12:11
    Ich frage mich ernsthaft, wie traurig das eigene Leben sein muss, um verkappten Ex-Adligen beim Heiraten zuzuschauen - oder gar zuzuwinken. Leute wacht auf! Preußen ist tot - und das ist auch gut so! Kümmert euch um das Elend und Unrecht auf dieser Welt und enteignet diese Adels-Spinner endlich!
  • von Heinz05.08.2011 11:25
    Die Übertragung,eine sehr schöne Werbung für unsere Stadt.Und die Kaoten
    die gerne ein Pfeiffkonzert veranstalten wollen,zeigen mal wieder ihr wahres Gesicht.
    Die Motzköpfe von links brauchen ja ihren Fersehapparat nicht eizuschalten.Nach der Übertragung werden die Einschaltquoten zeigen,daß der RBB mit seiner Entscheidung recht hatte.
    Auch wir,die diese Übertragung befürworten, zahlen Rundfunkgebüren und müssen auch die Übertagungen der linken Parteitage tolerieren.
  • von Potsdam-Fan05.08.2011 10:26
    Von der Abstimmung kann man wohl keine objektive Meinung erwarten. Viele Ältere,die gegen eine Übertragung nichts hätten, sind mit dem Internet nicht vertraut.
    Ich frage mich allerdings, wo die Toleranz jener Leute ist,die die Hochzeit mit einem Pfeiffkonzert stören wollen. Was ich bisher in der Zeitung gelesen habe, heiraten die Beiden in Potsdam ( oder darf man das nicht) und der RBB hat sich um die Übertragung gekümmert und nicht umgekehrt. Wenn man schon intolerant ist, muss man den RBB auspfeiffen. Ich finde es allerdings eine tolle Werbung für Potsdam, die Hochzeit zu übertragen. Besser als einen Parteitag der Linken.
  • von R. Herrmann05.08.2011 09:40
    Von Peter Tiede durfte man nichts anderes erwarten.

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  • von Der rote Baron07.08.2011 22:14
    @ madstoper: das sich die Befürworter hier so ins Zeug legen ist wohl ausschließlich der Tatsache geschuldet, dass die Herrschaften in der Kritik...
  • von Madstoper07.08.2011 20:48
    Aber er hat doch Recht! Was hat das mit Neid zu tun? Das ist ein unsägliches Totschlagargument. Citoyen ist nicht neidisch auf unrechtmäßig angeeigneten...

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