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  • 04.08.2011

PNN-INTERNET-DEBATTE ÜBER RBB-LIVEÜBERTRAGUNG: „Dort ist der Kaiser durchgekommen ...“

Auf der PNN-Homepage im Internet wird die geplante RBB-Liveübertragung der Hohenzollernhochzeit kontrovers diskutiert – und mitunter sarkastisch kommentiert. So schreibt etwa der User „Rundfunkstaatsvertrag“: „Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Sozialisten, werte Kommunisten, mein Name ist Zwetlana Curie. Ich begrüße Sie beim rbb Berlin Brandenburg und freue mich in den nächsten 3 Stunden das Defilee aller aufrechten Mitbürger und Mitbürgerinnen hier an der Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde kommentieren zu dürfen. Mit an meiner Seite begrüße ich den ARD-Kommunistenexperte Karl-Theodor von Schnitzler. Schalten wir auch gleich runter zur Gedenkstätte, soeben zieht die Familie Ulbricht, angeführt von Kevin Ulbricht, amtierendes Familienoberhaupt, an den Gräbern vorbei. Welch ergreifende Szene! Herr von Schnitzler, welche Bedeutung hat die Familie Ulbricht heute noch in der Bundesrepublik Deutschland?...“ Der User „Hilfe – Deutschland verblödet!“ zitierte ein 1841 geschriebenes Gedicht von Hoffmann von Fallersleben aus seinen „Unpolitischen Liedern“: „Wie ist doch die Zeitung interessant Für unser liebes Vaterland! Was haben wir heute nicht Alles vernommen! Die Fürstin ist gestern niedergekommen, Und morgen wird der Herzog kommen, Hier ist der König heimgekommen, Dort ist der Kaiser durchgekommen, Bald werden sie alle zusammenkommen – Wie interessant! Wie interessant! Gott segne das liebe Vaterland!“

User „Henry“ ist nicht amüsiert: „Im Jahr 1945 waren wir froh, die adligen Schmarotzer los zu sein. Nun bricht mit meiner finanziellen Unterstützung die Restauration herein.

Das hast du nicht verdient, Brandenburg!“

Doch es gibt auch Stimmen wie User „Locker bleiben“: „Die Kritiker dieser Liveübertragung sollen doch bitte die Kirche im Dorf lassen und einfach nicht einschalten (...) Letzlich ist diese Übertragung vor allem eine kostenlose Werbung für Potsdam, die Stiftung Schlösser und Gärten und die Friedenskirche. Und immer schön tolerant bleiben.“ „fricericus“ schreibt: „Die Hohenzollern gehören zu Potsdam, sie sollen hier heiraten, ihre Kinder in der Garnisonkirche taufen lassen und ihren Besuch hier empfangen können. Nur der, der mit sich und der Welt nicht zurecht kommt, mag dies anstößig finden.“ PNN

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