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Adels-Spektakel in Potsdam: Blaublüterhochzeit sorgt für böses Blut

von Peer Straube

Vor laufender Kamera. Georg Friedrich Prinz von Preussen und seine Verlobte Sophie Prinzessin von Isenburg heiraten am 27. August in der Friedenskirche. Fotos: dpa/Andreas Klaer

UPDATE. Die brandenburgische SPD schließt sich der Linken-Kritik an der RBB-Übertragung der Hohenzollern-Hochzeit an – der Sender wehrt sich.

Sanssouci - Eigentlich soll es das gesellschaftliche Ereignis des Jahres werden. Doch weil auch Kameras des öffentlich-rechtlichen RBB-Fernsehens surren, wenn am 27. August Georg Friedrich Prinz von Preussen und Sophie Prinzessin von Isenburg in der Friedenskirche vor den Traualtar treten, mehrt sich die Kritik an dem Aufwand der geplanten dreistündigen Liveübertragung.
So bringt die zum Fernsehevent stilisierte Hochzeit der Blaublüter das rote Blut der Politiker mehr und mehr in Wallung. Insbesondere das der roten Politiker. Die Linksfraktion im brandenburgischen Landtag äußerte ihr Befremden und sprach von „Adels-Kult“. Angesichts der vom RBB selbst mehrfach angeführten Kostenbelastungen durch Live-Formate verbiete sich der Aufwand, kritisierte Stefan Ludwig, Vize-Fraktionschef und designierter Landeschef der Linken. Auch vom Koalitionspartner SPD kam Kritik: „Das ist eine Prioritätensetzung, die ich nicht nachvollziehen kann“, sagte deren medienpolitischer Sprecher Klaus Ness am Mittwoch. „Ich bin sicher, dass es darüber Diskussion geben wird bei der nächsten Aufsichtsratssitzung“, meinte Ness, der auch SPD-Generalsekretär und Mitglied des RBB-Rundfunkrates ist.
Der Sender wies die Vorwürfe zurück. „Wir wollen den unterschiedlichen Interessen der Zuschauer gerecht werden“, sagte RBB-Sprecher Justus Demmer. Es sei willkürlich, sich einen einzelnen Programmpunkt herauszugreifen, es komme auf das Gesamtangebot an. Angaben zu den Kosten machte er nicht.
Für die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, über deren Hoheitsgebiet einst Georg Friedrichs Ururgroßvater, Kaiser Wilhelm II., gebot, schlägt sich das Spektakel in einem Geldsegen „in niedriger fünfstelliger Höhe“ nieder. Die Summe setze sich aus den Mieteinnahmen für die Neuen Kammern und die Pflanzenhalle der Orangerie sowie den entsprechenden Nebenkosten zusammen, sagte Stiftungssprecher Ulrich Henze den PNN. Für die Besucher von Park Sanssouci ist der Hohenzollernhochzeitstag mit Einschränkungen verbunden. Der Haupteingang durch das Grüne Gitter, die Christuspforte hinter der Friedenskirche, der Marly-Garten und die Neuen Kammern sind ganztägig gesperrt, die Orangerie ab 16 Uhr.
Polizeisprecher Mario Heinemann erklärte, noch sei unklar, ob und wo Straßensperrungen nötig sind. Dies werde mit dem Veranstalter abgestimmt. Für die Sicherheit der rund 700 geladenen Gäste, die zum Teil dem internationalen Hochadel angehören, werde ein „angemessenes Polizeiaufgebot“ sorgen.
Stiftungssprecher Henze sagte, seines Wissens nach sollen die Maulbeerallee und die Allee nach Sanssouci gesperrt werden, allerdings verwies er für Details an das Ordnungsamt der Stadtverwaltung. Dort hüllte man sich auf Nachfrage indes in nahezu untertäniges Schweigen: „Uns liegen keine Detailangaben in der von Ihnen gewünschten Form vor bzw. wir sind nicht berechtigt, derartige Anfragen zu beantworten.“ Dazu berechtigt sei Michaela Blankart, Leiterin der Generalverwaltung des vormals regierenden Preussischen Königshauses, so das Rathaus.
Blankart erklärte, die Beeinträchtigungen für die Öffentlichkeit hielten sich „sehr in Grenzen“, Sperrungen gebe es allenfalls kurzzeitig. Verstimmt reagierte sie auf die Anfeindungen aus der Politik. Das Brautpaar habe lange gezögert, ob es der Liveübertragung zustimmen solle, sagte sie den PNN. Schließlich werde die Privatsphäre eingeschränkt. Der RBB habe jedoch „darauf gedrungen“, die Hochzeit zu übertragen. Die Kritik daran sei allein Sache des Senders. Niemand werde gezwungen, die Sendung zu schauen. „Soll Herr Ludwig doch zu RTL II umschalten“, empfahl Blankart. Sie verstehe die Aufregung nicht, sagte sie. „Für Potsdam ist das eine Riesen-, Riesenwerbung.“ Die Hotels rundum seien alle ausgebucht. Französische Zeitungen hätten bereits Artikel über die Hochzeit und Potsdam veröffentlicht.
Den Grünen treibt die Hochzeitsübertragung den Puls nicht nach oben. Ihre innenpolitische Fraktionssprecherin Ursula Nonnemacher sagte, öffentlich- rechtliches TV habe auch einen Unterhaltungsauftrag. „Und manche Leute sehen solche Sendungen eben gerne.“ (mit dpa)

87 Kommentare

  • von Willy und die Windzors05.08.2011 20:59
    Wir wünschen allen Hochzeitspaaren dieser Welt ob wir sie kennen oder nicht alles Glück dieser Welt und ich muss zugeben die meisten kenne ich gar nicht persönlich aber egal.
    Müssen deswegen alle Hochzeiten live übertragen werden?

    Im Westen nichts neues tolles Buch vom ollen Remarque da lernt man(n) die Ideologie des Kaiserreiches mal so richtig kennen und schätzen.

    PS. Ein klasse Film von Hape Kerkeling --Willy und die Windzors---.

    Das sind Menschen wie du und ich, sie sind nichts besonderes und ich will auch nicht irgendwelche Politiker oder Banksterkinder im Öffentlichen Fernsehen sehen.
    Die Idee eines Mitforisten zur Einrichtung eines Hochzeitsenders für alle Menschen ist doch gar nicht schlecht.




  • von Musiker05.08.2011 19:52
    Gratulation zur Idee der Übertragung durch den RBB!
    Dem sympathischen Paar wünschen wir alles Glück dieser Welt.
  • von Bürgerin05.08.2011 16:00
    Unser wichtigstes Problem ist die Bildung !!!!

    Fernsehen bildet ein leises hüsteln meinerseits das war vielleicht mal der Plan wenn ich mir das Programm heute so ansehe ausschalten Bücher lesen Spazieren gehen auf den Uferwegen.





  • von witzig05.08.2011 15:55
    Echt witzig witz ein echt nicht witziges und obendrein völlig sinnloser Spam

    Sollte sich das Niveau einer Zeitung in den Kommentaren ihrer Leser widerspiegeln, dann: Gute Nacht PNN.

    Die wünsche ich ihnen.
  • von Rebreak05.08.2011 15:52


    Da brüstet sich diese Stadt mit einem ganz, ganz tollen Toleranzedikt und bei ner Linken Landesregierung tickt die halbe Stadt aus und glänzt zu allem Überfluss auch noch mit ihrem (lückenhaften/schwarz gefärbten) Kaiser-Geschichtswissen.
    Ha, ha. Was für 'ne Lachnummer...
  • von Wat'n hier los?05.08.2011 14:42
    Da brüstet sich diese Stadt mit einem ganz, ganz tollen Toleranzedikt und bei ner Adelshochzeit tickt die halbe Stadt aus und glänzt zu allem Überfluss auch noch mit ihrem (lückenhaften/rot gefärbten) DDR-Geschichtswissen.
    Ha, ha. Was für 'ne Lachnummer...
  • von witz05.08.2011 14:42
    Sollte sich das Niveau einer Zeitung in den Kommentaren ihrer Leser widerspiegeln, dann: Gute Nacht PNN.
  • von bürger05.08.2011 14:33
    Wenn wir keine anderen Probleme haben, dann geht es ja.
  • von Brandenburger05.08.2011 14:19
    Ich finde es nicht gut, dass die Hochzeit live im Fernsehen übertragen. Die Monarchisten müssen sich dieses ja wirklich nicht im Fernsehen sondern können es ja vor Ort ansehen. Aber sie gehört nun einmal zur Geschichte von Potsdam die DDR.
    Ich verstehen es nicht, die Kaiser-Zeit ist doch vorbei. Ist bei ihnen die Zeit stehen geblieben oder haben sie nichts daraus gelernt? Vielleicht sollten sie ja erst einmal hinter ihrem sogenannten "Vorhang" schauen. Von wegen es kostet dem RBB so viel---das Geld für Bildungsfernsehen, aber wenn sich diese Herrschaften die Diäten erhöhen (auf unsere Kosten) dann ist es richtig, da verlieren sie kein Wort. Vielleicht sollte man da mal anfangen zu sparen.

    Ich begrüße es jedenfalls, das der Hochzeitssender kommt ist ja nichts in der Stadt/Land los oder sehr wenig nur.
  • von von Summsumm05.08.2011 13:57
    Ich finde es gut, dass die Hochzeit live im Fernsehen übertragen. Die Linken müssen sich dieses ja wirklich nicht ansehen. Aber es gehört nun einmal zur Geschichte von Potsdam.
    Ich verstehen es nicht, die DDR-Zeit ist doch vorbei. Ist bei diesen Politikern die Zeit stehen geblieben oder haben sie nichts daraus gelernt? Vielleicht sollten diese Politiker erst einmal hinter ihrem sogenannten "Vorhang" schauen. Von wegen es kostet dem RBB so viel, aber wenn sich diese Herrschaften die Diäten erhöhen (auf unsere Kosten) dann ist es richtig, da verlieren sie kein Wort. Vielleicht sollte man da mal anfangen zu sparen.

    Ich begrüße es jedenfalls, dass diese Hochzeit übertragen wird. Endlich hat Potsdam mal wieder einen Höhepunkt, ansonsten ist ja nichts in der Stadt los oder sehr wenig nur.
  • von locker blieben05.08.2011 13:04
    @Nachfrager: Wahrscheinich überflüssig Ihnen als ausgewiesenem Verschwörungstheoretiker gegenüber zu erwähnen, dass die Prinz-v-Preußen-Grundbesitz AG nichts mit Georg-Friedrich Prinz v. Preußen zu tun hat. Aber das das passt dann ja nicht mehr in ihre schöne Theorie. Georg-Friedrich ist übrigens auch der größte Leihgeber der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, das nur mal so nebenbei...
  • von H.Karl05.08.2011 11:49
    @: Balla Balla | 05.08.2011 08:17
    Darf man annehmen, dass Sie Ihre Erkenntnisse der BILD entnehmen?
  • von Brandenburger05.08.2011 11:43
    Rebo das wissen wir doch alles längst alles mit den Touristen und so wird uns doch seit Jahren erzählt wit tun doch schon alles für die Gäste unserer Stadt.

    Wenn der RBB zuviel Geld hat dann zurück an das Land und ab in die Bildung das und ich wiederhole mich gerne immer und immer wieder ist die Zukunft unseres Landes.

    Die Schlösser haben auch meine Vorfahren mitgebaut und sie mitfinanziert es tut mir wirklich leid um dieser einfachen Wahrheit.
    Es hätten ja auch die Luxemburger oder auch die Habsburger sein können die wir hier Feiern oder doch die Askanier oder doch Liselotte Müller aus Bärenklau und oder usw.?
    Wenn dann ein Hochzeitssender für alle Brandenburgerinnen die Lust auf das haben dies mit der Öffentlichkeit zu teilen.

    Der Gerechtigkeitswahnsinnige fordert Märchenhochzeit für Alle.



  • von Rebo05.08.2011 10:21
    Ich bin auch über einige Kommentare erstaunt. Die Hohenzollern gehören zur Geschichte und so auch zu Potsdam und Sans souci.
    Was wollen SPD und Linke mit ihrer Ablehnung erreichen? Schließlich ist die Hochzeit und die Übertragung im RBB Werbung für die Stadt und bringt Touristen und Besucher nach Potsdam und das tut der Stadt doch gut! Wer es nicht sehen will, muss es sich ja nicht ansehen.
  • von Architekt05.08.2011 08:23
    Worüber Potsdam heute spricht - nachzulesen in der PNN !
    Meine ganz persönlichen Wünsche:
    Ich wünsche mir vom RBB, dass er die Courage zur Sendung weiterhin aufbringt.
    Ich wünsche mir, dass innerhalb dieser Sendung möglichst viel von den Parkanlagen, den Schlössern, den Villen und den Stadtteilen ( keine Bauruinen) gezeigt sowie erklärt wird.
    Ich wünsche mir, dass natürlich zur Geschichte des Hauses Hohenzollern berichtet wird.
    Ich wünsche mir nicht: Anlässlich dieses Ereignisses "Problembehandlungen" von Potsdam;
    längere Interviews mit Bauarbeitern, Architekten, Stiftungschefs, Politikern, Potsdamer Bürgern usw.; Gejammer über fehlende Gelder; in die Kamera mit vorgehaltenen Mikrofon grinsende Moderatoren...
  • von Balla Balla05.08.2011 08:17
    Schon im 300-Jahre-Preußen-Jahr habe ich gelesen, dass er schon bereit war, den Thron zu übernehmen. Hat der Bengel inzwischen wenigstens sein BWL-Studium abgeschlossen?

    Es ist wirklcih ein Armutszeugnis für den RBB.
  • von Karl.H.05.08.2011 07:55
    @potztupimi: Er läßt sich doch garnicht als Prinz "titulieren". Prinz ist Bestandteil des Namens und dafür kann er nichts. Es gibt ja viele Menschen die Prinz heißen.
  • von paule05.08.2011 07:19
    Letztlich geht es nicht um die Bewertung preussischer Geschichte, sondern um die Tatsache, dass ein öffentlich- rechtlicher Sender, der aufgrund angeblich fehlender finanzieller Mittel seinen Informationsauftrag vernachlässigt, indem er seine Programmgestaltung bis zur Belanglosigkeit zusammenstreicht, aber andererseits eine rein private Hochzeit von Personen, die nicht solche des öffentlichen Lebens sind drei Stunden live übertragen will. Das Argument, es bestünde ein regionaler Bezug ist etwas dürftig. Die Tatsache, dass das Privatevent in Potsdam stattfindet genügt nicht zur Begründung hier die Rundfunkgebühren zu verpulvern.
  • von potztupimi05.08.2011 01:08
    "Für seinen Namen kann dieser junge Mann nichts. Ebensowenig wie für seine Herkunft. Auch nichts für die Jahrhunderte alte menschenverachtende Monarchie, die nur auf Kosten anderer Menschen lebte."

    Falsch, es gab mal eine Zeit, da haben junge Nachkommen adliger Familien das "von" im Namen abgelegt, um klar zu machen, dass sie sich von jeglichen junkerlichen Anspruechen und Privilegien distanzieren.

    Solange der Herr sich weiter als Prinz titulieren laesst, solange macht er klar, dass er sich mit der Abschaffung der Monarchie in Deutschland nicht abgefunden hat und sich immer noch als etwas mehr als ein Buerger begreift. Dass dies mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist, Herr Georg Friedrich undsoweiter mithin ein veritabler Verfassungsfeind ist, das wird uns der RBB wahrscheinlich nicht erzaehlen. Stattdessen duerfte es um die Hutmode der Damen und aehnlichen Krams gehen. Nun ja, in Zeiten der Krise soll sich der Poebel halt schonmal drangewoehnen, dass es Menschen gibt die qua Herkunft zum Fuehren bestimmt sind und die das Recht haben, dass fuer sie Strassen und Plaetze gesperrt werden und andere, die sich damit abfinden muessen, dass sie - noch nur - deswegen auf dem Weg zur Arbeit Stau und Umwege in Kauf nehmen muessen.

  • von Ernst Ludwig05.08.2011 00:36
    Erschreckend, was 40 Jahre DDR-Geschichtsunterrichtin den Köpfen angerichtet hat, wenn man manche Kommentare liest. Ein reines Zerrbild preußischer Geschichte. Schon mal davon gehört, daß Preußen Ende des 18. Jhds. der erste Rechtsstaat des Kontinents war, wo jeder - egal ob Prinz oder Bauer - vor dem Gesetz gleich war, daß die Gerichte unabhängig waren. Schon mal gelesen, wie vorteilhaft Imanuel Kant über das aufgeklärte Preußen und über Friedrich d. Gr. schrieb. Schon mal was von Freiherr vom Stein gehört, der auf der kommunalen Ebene demokratische Strukturen einführte? Schon mal gehört, daß die erste und einzige Sozialgesetzgebung weltweit im Kaiserreich eingeführt wurde und im Kernbestand noch heute gilt. Schon mal gehört, daß der Reichstag ab 1871 mit dem demokratischsten Wahlrecht weltweit gewählt wurde?
    Natürlich gab es auch die Schattenseiten. Preußen führte Kriege; alle anderen Staaten ebenso; auch die Republiken. Sind die Kriege von republikanischen Staatsmännern angezettelt, etwa der USA besser als die von Monarchen? Preußen hat von allen seinen Nachbarn die mit Abstand wenigesten Kriege in 200 Jahren geführt. Das alles hat man aber in der DDR wohl nicht gelernt.
    Zum Thema Monarchie: Schaut Euch mal die heutige europäischen Monarchien an. Wird da irgendwer unterdrückt? Im Gegenteil, Meinungsfumfragen belegen, daß dort die Leute am zufriedensten mit ihrem Staat sind. Also auch hier sollte man nüchterner die Vor- und Nachteile einer Staatsform sehen.
  • von Brandenburger04.08.2011 20:06
    Wir dürfen ja wohl hier noch unsere Meinung äußern und wenn sie sich dafür schämen so ist dies nicht meine Schuld bzw. wo bleibt ihre Toleranz gegenüber der Meinung anderer.

    Für ein Tolerantes und Buntes Brandenburg hier und überall.

    Der Gerechtigkeitswahnsinnige ist gerade mit mir durch gegangen ich bitte dies höflichst zu entschuldigen.
  • von Toleranter Potsdamer04.08.2011 19:38
    Mein Gott - mich nerven auch die unzähligen Fußball- und Sportübertragungen, die mich nicht die Bohne interessieren und die ich auch mit meinen Gebühren mitfinanzieren darf. Dann schalte ich eben um - oder besser noch aus und lese ein Buch. Und diese Stadt soll ein Ort der Toleranz sein - man schämt sich fast, hier zu leben.
  • von Brandenburger04.08.2011 18:33
    Beobachter ihr ganzer Kommentar reine Polemik nichts weiter.

    Danke dafür das sie mich auch noch beleidigen.



  • von beobachter04.08.2011 17:05
    @ M:

    Staatsbürgerkunde & DDR-Geschichtsunterricht: Eins! Beim Lehrstoff "Preussischer Militarismus" waren sie definitiv nicht Kreide holen!

    Aber Polemik beiseite- ich finde man sollte zu ausgewogenen Bewertungen von preussischer Geschichte kommen, und dazu gehören neben negativen auch ziemlich viele positive Aspekte.

    Wir Brandenburger sollten zu einem natürlich-entspannten Umgang mit Preussen zurückfinden, auch wenn sich leider keine typische Regionalkultur wie in Bayern und anderen deutschen Regionen erhalten hat. Und wenn die Hohenzollern nach langem "Exil" sich wieder stärker mit der Region verbinden wird uns das nicht schaden. Tolle Werbung für Potsdam und sein Erbe- ich sage nur Weltkultur!

    PS: Bin ich froh nicht unter diesem Gleichheits- und Gerechtigkeitswahn zu leiden- "meine Hochzeit soll auch übertragen werden..."

    PPS: kein Zugereister.
  • von Architekt04.08.2011 16:34
    "Projekte wie die WATERFRONT RESIDENCE am Ufer der Havel, das MAISON DE VILLE in der POTSDAM INNENSTADT oder die RESIDENCE AU RIVAGE „PRIVATE RESIDENCES“ ebenfalls am Ufer der Havel".
    Was, auch diese schönen Bauten haben wir diesem jungen Prinzen zu verdanken? Das wusste ich nicht. Aber bei dieser Sendezeit muss es bleiben. Mögen seine persönlichen Verdienste auch noch so groß sein. Ob wir noch etwas finden, was der Adel in Potsdam in der gegenwärtigen Zeit geschaffen hat? Wir müsten mal die Touristen fragen, die kennen Potsdam und seine neuen und alten Bauten...
    Bedenken wir auch, was wir für Mode zu sehen bekommen. Vielleicht färbt ein klein wenig ab und der gemeine Potsdamer trägt ab diesem Tag nicht mehr das verwaschene Grün und das verwaschene Beige, dass von den fleißigen chinesischen Kinderhänden des Nachts für ihn angefertigt wurde und die Potsdamer Schneiderin für einen Hungerlohn passend machte. Ich weiß, er hat kein Geld... die letzte Reise nach Ägypten war so teuer und was gehen ihn auch die Anderen an.
    Was maßt sich eigentlich Kommentator Ludwig an... er freut sich. Na so was - ich auch. Vor allen Dingen interessiert mich mächtig die Umsetzung durch den RBB. Es wird entweder seine Sternstunde oder ein Reinfall - mal sehen. Es wird spannend in Potsdam! Toll!!
  • von Brandenburger04.08.2011 16:13
    Nachfrager

    Sind sie jetzt dafür oder dagegen oder ist ihnen das völlig egal das konnte ich leider in ihren Kommentar überhaupt nicht erkennen außer das übliche SPD-Bashing das übrigens nichts mit dem Artikel zu tun hat.

    Die Gästeliste können sie bestimmt bald im Museum Potsdam bewundern und eifrig durchblättern wieviele SPD-Genossen dabei waren.

  • von Nachfrager04.08.2011 15:55
    Spannend, wie Speer und Co. bei Babelsberg 03 gerne das Geld der PRINZ VON PREUSSEN GRUNDBESITZ AG entgegen genommen haben und dafür haben seine Freunde in der Potsdamer Bauverwaltung dann Projekte wie die WATERFRONT RESIDENCE am Ufer der Havel, das MAISON DE VILLE in der POTSDAM INNENSTADT oder die RESIDENCE AU RIVAGE „PRIVATE RESIDENCES“ ebenfalls am Ufer der Havel freundlich durchgewunken.

    Vielleicht wollen die Genossen mit der Verhinderung der Berichterstattung im RBB einfach nur die erlesene SPD-Gästeliste vertuschen, wenn dann Speer und Co. dem Adel zur Hochzeit gratuliert.
  • von Rbert Groschopp04.08.2011 15:54
    @ M.

    Jep!!!
  • von paule04.08.2011 15:50
    Die Intendantin sowie die zuständige Programmchefin, die hier das Geld des Gebührenzahlers mit beiden Händen raus werfen, um nachträglich eine längst abgeschaffte Staatsform zu legitimieren sind für den öffentlich- rechtlichen Rundfunk nicht mehr tragbar und sollten abgelöst werden.

  • von Brandenburger 04.08.2011 15:38
    Gleiches Recht für alle auch meine Familie hat eine Geschichte die ganz weit zurückreicht sogar hunderttausende von Jahren wo darf ich mich bitte anmelden das auch meine Hochzeit Live übertragen wird wie die der Bürger Hohenzollern.

    Dafür ist 1989 die Mauer gefallen.

    Wenn der RBB zuviel Geld hat dann soll der Sender das überflüssige Geld zurückgeben und dann ab in die Bildung das ist unsere Zukunft.

    Wir leben hier nicht nur für die Touristen.

    Das nächste mal eine Taufe usw. ne danke.
  • von M.04.08.2011 15:32
    @ Ernst Ludwig


    Sechs - setzen!

    Seine Vorfahren stehen für etwas. Richtig!
    Junkernschaft, Militarismus, Kriege, Krieg und Gewalt normale Formen der Auseinandersetzung, Mord, Unterdrückung, Leibeigenschaft, Knechtschaft. Die Übertragung des Militarismus auf alle Lebensbereiche, die unverhältnismäßige Herausstellung militärischer Tugenden und die vorbehaltlose Heldenverehrung, schleichende Immunisierung der Rekruten gegen demokratische und liberale Einflüsterungen.

    Für seinen Namen kann dieser junge Mann nichts. Ebensowenig wie für seine Herkunft. Auch nichts für die Jahrhunderte alte menschenverachtende Monarchie, die nur auf Kosten anderer Menschen lebte. Zurückhaltung, Respekt vor der Geschichte und den Menschen ist hingegen zu erwarten. Doch nichts davon ist der Fall.

    Und darum geht es. Glauben Sie denn, dass dieser junge Mann mit Ihnen tauschen will? Zu dieser, Ihrer Bemerkung fällt mir nur ein: Jeder macht sich so gut lächerlich wie er kann.

    es ist gut, dass diese Bande hinweg gefegt wurde. Nun ist es wichtig, den Nachfahren klar zu machen, dass Ihr Wildwuchs beschnitten werden muß. Mir gefällt eine Hochzeit in Südafrika, an der mehrere hundert Menschen teilnehmen mehr (jeder der Gäste trägt einen finanziellen Anteil), als dieser Mummenschanz in Potsdam.

    Ein Kniefall und eine öffentliche Entschuldigung für die Taten seiner Vorfahren, vor den Menschen dieses Landes wäre notwendig um ein Zeichen zu setzen. Wenn dieses auch nur ein ausgesprochen kleiner Anfang wäre.

    Nun ist der junge Mann in Uniform zu sehen. War er auch im Kriegseinsatz in Afghanistan? Oder war er an der Heimatfront? Weit weg von der "Verteidigung Deutschlands"?!

    Also Herr Ludwig, lassen Sie sich erden. Hören Sie auf zu schwadronieren.

    VG:
    M.

    schönen Tag noch
  • von leidervonhier04.08.2011 14:44
    Ist doch nur einer der uninteressanten Aspekte der Zugereistendiktatur in Potsdam.
  • von Ernst Ludwig04.08.2011 14:35
    Und wenn der Prinz von Preußen hundertmal ein "normaler" Bürger ist, so ist er doch nicht irgendwer. Seine Familie, sein Name, er selbst steht für 500 Jahre brandenburgische, preußische und deutsche Geschichte. Für den Prinzen ist das gewiß nicht leicht, ich möchte nicht mit ihm tauschen. Er steht auch für das Bild des ehemaligen königlichen und kaiserlichen Hauses und muß sich entsprechend verhalten. Ein Herr Meier oder Müller hat keine fast tausendjährige Tradition an sich hängen. Es ist schon ein Unterschied, wenn man Friedrich den Großen oder den Großen Kurfürsten zum Ahnen hat(950 Jahre Hohenzollern, seit 1415 in Brandenburg.)Ohne die Hohenzollern wäre Berlin ein hinterwäldlerisches Provinznest.
    Auch wenn man hundertmal überzeugter Republikaner sein will, die Hohenzollern gehören eben nun mal zur Geschichte der Mark sowie die Kiefernwälder.Die Bayern, die Württemberger, die Sachsen halten es ebenso, wenn sie zu allen möglichen staatlichen oder anderen Anlässen den Vertreter der ehem. kgl. Familie einladen. Sie sind allein durch ihren Namen eben Teil der Geschichte des Landes, und nichts anderes wird anerkannt und geachtet.
  • von von und zu und durch04.08.2011 12:19
    die nächste ex-herrscher-nachfolger-hochzeit im wiederaufgebauten stadtschloss bitte - mit live-schaltung von al-dschasira (den saudis gefallen bestimmt neben deutschen panzern auch ehemalige deutsche herrscherhäuser) und natürlich allen öffentlich-rechtlichen sendeanstalten (thomas gottschalk und günther jauch moderieren natürlich).
    so ließe sich auch das erste in plattenbauweise nachgebaute hohenzollern-schloß super bekanntmachen.

    haltung!
  • von links_bese04.08.2011 11:11
    Ich verstehe den rbb nicht. Da heiraten also zwei normale Bürger, zugegeben mit einem historischen Namen und einem Urgroßvater, der es, nebenbei gesagt, hinbekommen hat, für seine Ehre Millionen voll- und minderjähriger Jungen in eine vollkommen unnötige vierjährige grausame Schlacht zu schicken (was ihn perverser Weise nicht davon abgehalten hat mit einem eigentlichen Gegner und seinem Cousin Zar Nikolaus II. noch vertraulich Schach zu spielen), aber normale, sicher wohlhabende, aber bestimmt auch engagierte und vllt. sogar sympatische Bürger (ich kenne die ja nicht).
    Und der rbb fährt so einen Aufwand? Wen interessiert das? Ich glaube, das gesellschaftliche Interesse ist von den Medien herbeigeredet. So wird Gossip gemacht. Er findet zuerst in den Medien statt und dann im Tagesgespräch.
    Ich bin froh, dass die deutsche Geschichte den Feudalismus, die Leibeigenschaft und damit zwangsläufig auch den Adel (denn er büßte damit seine Funktion ein) überwunden hat. Sollen sie ihre Namen tragen und sollen sie in Uropas Pflanzenhalle feiern, wenn sie es sich leisten können, bitte schön! Schöne Kulisse für eine Hochzeit. Aber ÖFFENTLICHE Gelder für die Live-Übertragung einer Hochzeit von zwei normalen Bürgern einzuplanen, nenne ich Verschwendung und hat nichts mit Bildungsauftrag der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten zu tun. Meine Gebühren bekommt der rbb DAFÜR nicht.
  • von Peter Hainich04.08.2011 11:03
    Glückwunsch Peer Straube,

    noch nie in Ihrer Karriere hatte auch nur ein Beitrag so eine Resonanz erfahren. Und dabei können Sie nichts dafür. genau genommen nicht Ihr Verdienst. Die kämen auch ohne Sie.

    Egal.

    Ihre Herrn Verlagsleiter wirds vielleicht freuen.
  • von Ole04.08.2011 11:01
    Der Vergleich mit England ist einfach verfehlt. Dort ist die Monarchie offiziell noch mit der Funktion "Grüßonkel und Schaufensterfamilie" betraut. Aber in Deutschland gibt es keine Monarchen mehr, sondern nur einen BWL-Studenten, dessen Opa oder Uropa mal vom Thron gejagt wurde.
  • von Sommerwind04.08.2011 11:00
    Wofür steht HJ?

  • von Menetekel04.08.2011 10:58
    Berezki,

    zu ihren Worten... unser .... Herrscherhaus...
    Da haben wir die Krux.
    Sie herrschten eben. Herrschten über das Volk. produzierten Leibeigene, führten kriege. Mordeten und brandschatzten.Sie mögen diesen unsäglichen Herrschen etwas positives abgewinnen. Es gibt offenbar eine Parallele zwischen ihrer Partei und dem Herrschen.

    Es ist beschämend wie krampfhaft sie hier einen hilflosen Versuch der Gutrederei starten.

    Die Hochzeit für sich genommen ist für mich ohne jeden Belang.
  • von JH04.08.2011 10:51
    SPD und Linke sollten sich freuen - daß sind dann 3 Stunden, in denen nicht über Stasi-Vergangenheiten geredet wird (worüber ja leider gar nicht genug geredet wird.
  • von paule04.08.2011 10:34
    Royale Hochzeiten und Geburtstage, die von ARD und ZDF mehrstündig, Live übertragen werden sind für mich kein geringeres Ärgernis, da dies letztlich den Informationsauftrag der
    Öffentlich- Rechtlichen bei weitem übersteigt. Eine kurze Zusammenfassung in den Nachrichten würde wohl vollkommen genügen.

    Dass aber der RBB, der wohl als eine der kleinen Rundfunkanstalten eh schon über eine schlechte finanzielle Ausstattung verfügt sich erdreistet, seinen Gebührenzahlern eine dreistündige Live- Sendung vom Royalen Spektakel zuzumuten, ist geradezu empörend.
    Dieser Sender bekommt es noch nicht einmal hin, in angemessener Form über den Regionalsport zu berichten. Stattdessen quält uns die (mehr als dürftige) Sendung Sportplatz mit eingekauften Berichten aus der nordamerikanischen Basketball- Liga und einem Thomas Kroh, der i.Ü. von Sport so Viel versteht wie ein Zebra vom Stricken.
    Schaut man sich das dargebotene Programm genauer an, besteht dieses, bis auf wenige Ausnahmen, fast ausschließlich aus Sendeformaten, die von anderen Dritten zusammengeklaubt sind und alten Hollywoodschinken, was dann als „Gernsehabend“ übertitelt wird. Für Eigenproduktionen fehlt ja angeblich das Geld.

    Das nun aber gerade dieses fehlende Geld der Gebührenzahler für eine derartige Veranstaltung verpulvert wird, ist schlichtweg ein Skandal. Wird Zeit, dass beim RBB endlich einmal fällige Konsequenzen gezogen werden.
  • von be04.08.2011 10:22
    ihr spinner, niemand hat zu pfeifkonterzen aufgerufen. warum schreibt ihr so einen stuss hier. architekt, der muff hielte mit diesen moderköpfen in pdm wieder einzug.
  • von M.04.08.2011 10:15
    Bereczki: „Die Linken und die SPD sollten mal ein bisschen abkühlen.“
    M.: Niemand hat sich heiß gelaufen um sich abkühlen zu müssen. Es sind Zweifel an der Richtigkeit dargelegt worden. Warum lassen Sie diese nicht zu?

    Noch nicht in der Republik angekommen?

    Bereczki: „gute Werbung“
    M.: Schon mal was von Innenwirkung gehört? Schon mal die Geschichte dieser Sippe angesehen?

    Bereczki: “ schönes Zeichen, dass unser ehemaliges Herrscherhaus”
    M.: Ein fatales Zeichen. Vielleicht Ihr Herrscherhaus. Zum herrschen haben Sie vielleicht eine zärtliche Beziehung. Das mag wohl sein. Denn Ihre Parteivorsitzende herrscht eben auch nur, als dass sie etwas mit Sinn und Verstand tun würde. Es färbt wohl ab.

    Bereczki: „planen mit Pfeifkonzerten zu reagieren“
    M.: Es war von der „Chance ein fröhliches Pfeifkonzert“ die Rede. Nicht mehr und nicht weniger. Sie verfälschen den Inhalt der Schreiben. Sie unterstellen. Warum?

    Noch nicht in der Republik angekommen?

    Bereczki: „Oder sind wir wieder in der Zeit der Sippenhaft angekommen?“
    M.: Mit der Beseitigung der Monarchie wurde die Sippenhaft zunächst von dieser Seite beendet. Das ist gut so. Der Verweis auf die Verantwortung und der Verweis auf den Klüngel der sich in Potsdam treffen wird und die Wiedergutmachung, die diese Leute leisten sollten, sind notwendig. Der Reichtum dieser Sippen besteht auf unerträglichem Leid von Landsleuten und Nichtlandsleuten. Wenn es überhaupt eine Haftung gebenden hätte, die diesen Namen verdiente, so stünden diese Leute heute in der Mitte der Gesellschaft. So stehen sie außerhalb dieser.


    VG:
    M:
  • von Architekt04.08.2011 09:46
    Ich möchte hier keinen Kommentator zu nahe treten, haben doch alle dazu beigetragen die Bedeutung des Ereignisses durch die angeregte Diskussion heraus zu stellen. Bedenken sollten die Gegner doch, dass wir damit endlich etwas vom provinziellen Mief, der dieser Stadt mit ihren politischen Grabenkämpfen anhaftet, verlieren könnten. Gar nicht schön wäre es jedoch Gäste in unserer Stadt mit Pfeifkonzerten o.ä. ausgehend von Hinterwäldlern, beschränkten Kleingeistern und Kämpfern von 1807, 1848, usw. jeder Couleur zu beleidigen und der Welt vor Augen zu führen, was wir nicht sind: intelligent, tolerant, einsichtsfähig und offen. Versuchen wir es doch einfach mal. Zeigen wir, was wir geworden sind: Universitätsstadt, schönste Stadt Deutschlands im Werden, Filmstadt, bedeutender Wissenschaftsstandort usw. Lt. einschlägiger Presse steht Potsdam auf Platz 14 in der Bewertung der attraktivsten Städte Deutschlands. In Potsdam kommen 153 Studenten auf 1000 Einwohner - es ist also genügend intelligentes, junges Potential da und damit auch Toleranz und Weltoffenheit!
  • von Ronny Bereczki04.08.2011 09:28
    Diese ausländische Hochzeit in Großbritanien wird von so ziemlich allen öffentlich-rechtlichen und privaten Anstalten übertragen, aber wenn ein von Preußen in Potsdam heiratet ists ein Problem? Die Linken und die SPD sollten mal ein bisschen abkühlen.

    So eine gute Werbung für die Schlösser und Gärten wird es auf Jahre hinaus nicht mehr geben. Außerdem ist es doch ein schönes Zeichen, dass unser ehemaliges Herrscherhaus wieder im brandenburgischen heiraten kann.

    All die, die jetzt schon wieder planen mit Pfeifkonzerten zu reagieren, sind scheinbar auch noch nicht ganz in der Republik angekommen. Denn was gibt ihnen das Recht, die Hochzeit eines normalen Bürgers (wie sie es vielleicht sagen würden) zu stören? Oder sind wir wieder in der Zeit der Sippenhaft angekommen?

    Ich wünsche dem Brautpaar Gottes reichen Segen! Und dass der Kronprinz, nach dem schrecklichen Kulturkampf im 19. Jahrhundert, eine Katholikin heiratet, stimmt mich besonders froh.
  • von Kotschemassow04.08.2011 07:47
    Die Gegner dieses monarchistischen Auflaufs haben die Chance sich zu einem fröhlichen Pfeifkonzert zu versammeln. Oder wird diese Veranstaltung gar durch die Polizei abgeriegelt? Ob in Uniform oder/und zivil?

    Also alle hin.
  • von jaja04.08.2011 07:34
    dem Brautpaar -Alles Jute- !!!!!
  • von Müller04.08.2011 06:47
    Die Heraushebung von Adligen aus der allgemeinen Bevölkerungdurch die BErichterstattung über ihre private Hochzeit ist eine Schweinerei.
    Die sind nichts anderes als jeder von uns. Der RBB sollte über Leistungen aller Brandenburger berichten. Wir leben nicht in einer Monarchie.
  • von Titus04.08.2011 02:15
    Auch wenn es nicht allen passt: Die Monarchie ist hierzulande abgeschafft. Das Demokratieprinzip und die Gewaltenteilung sind Grundprinzipien des geltenden Grundgesetzes. Es gibt keinen Adel mehr, sondern nur noch einige Namensbestandteile als Fossilien. Wer was anderes will, ist ein Fall für den Verfassungsschutz.
  • von leif03.08.2011 23:18
    Eric alle die was dagegen haben leben von sozialen Leistungen sie sind für mich ein ewig gestriger mit dieser Aussage.

    Abgehauen sind sie und jetzt feiern lassen und ihre Untertanen einfach so zurücklassen " Unser Demel sitzt in Memel " ein Volkspruch der Preußen 1807.
  • von eric03.08.2011 22:42
    was soll diese GEZ-Diskussion. Ich finde die Strategie des RBB in Ordnung alle Zuschauergruppen anzusprechen und im Übrigen ist diese Hochzeit für Potsdam sehr positiv und somit kann man auch die Frage, "was die "Blaublüter" für Potsdam getan haben?" ganz gut beantworten - viele Touristen kommen in die Stadt!, aufmerksam geworden von der Übertragung und das Geld was dann in die Stadt kommt fließt auch in soziale Leistungen für die ewig Gestrigen ... ich freue mich und bin stolz, dass meine Heimatstadt Ort dieser Hochzeit ist!
  • von Will03.08.2011 22:15
    was soll der "Adelsspuk"? Adel - ist abgeschafft seit der Weimarer Republik in Deutschland. Diese von und zu sind blanke Namen. Mehr nicht! Das sollte der RBB wohl auch wissen. Karneval life aus Potsdam übertragen - wer braucht das?
  • von * * *03.08.2011 21:25
    Hm. Tja und? Lass Sie doch! Es gibt Dinge auf der Welt, die mich stärker emotionalisieren, wie auch immer.
  • von Jürgen Maresch03.08.2011 20:30
    Ich bin ein Roter und mir ist diese Hochzeit egal. Ich finde es jedoch im höchsten Maße beschämend, wenn dafür GEZ Gebühren der Bürger herhalten müssen. Mal abgesehen von dem Kommunistengerede meiner Vorschreiber, ist der RBB nicht in der Lage auch nur ansatzweise Programme bzw. Unterstützung für z. Bsp. Taubstumme Menschen bereitzustellen. Die benötigen nämlich einen Videotext. Das geht im RBB nur bei sehr wenigen Sendungen. Das ist keine kleine Anzahl von Menschen. Andre Programm des öffentlich - rechtlichen Fernsehens sind da weiter. Darum habe ich damit ein Problem, auch wenn ich es persönlich für Mist halte. Aber dies ist meine persönliche Meinung. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Menschen medial betäubt werden, um die eigentlichen Probleme in diesem Land nicht wahrzunehmen. Übrigens haben vor kurzem fast alle Landtagsabgeordnete , dem 15. Rundfunkstaatsänderungsvertrag zugestimmt. Dieser beinhaltet auch höhere GEZ Gebühren für z. Bsp.Menschen mit Behinderung. Ich war der einzige der dem nicht zugestimmt habe.

    Jürgen Maresch
  • von Witzig03.08.2011 20:09
    Der pöse Linke-Fernseh-Kult da habe ich aber so richtig herzlich gelacht.

    Die pöse DDR ist jetzt auch noch schlimmer als das Kaiserreich da habe ich auch noch mal so richtig herzlich gelacht.

  • von witz03.08.2011 19:06
    Die Bemerkung "regt sich Kritik - in der Politik, aber auch unter den Usern" ist nicht falsch, aber doch manipulativ. Es wird verschwiegen, dass sich bei den Kommentatoren das Für und Wider annähernd die Waage halten und die reflexartigen Reaktionen, auch einiger Parteien, zu erwarten war, also keinen Informationswert besitzen. Bemerkenswert trotzdem, dass dieses absolute Randereignis alle Kommentarrekorde bricht. Glückliches Volk, das sonst keine Sorgen hat.
  • von ralgoe03.08.2011 19:00
    Sehr wohl habe ich die Kritik der Linken verstanden. Wenn die Übertragung "Adelskult" sein sollte, frage ich, was daran so schlimm sein soll? Ich schalte immer ab, wenn die Linke ihren Kult frönt. Wer es sich nich anschauen will, schaltet einfach weg oder läßt die Glotze aus. Jeder soll nach seiner Facon selig werden. Die Linke verweist auf die Kosten und vergißt ganz, wieviel Volksvermögen sie bis zum Fall der Mauer in den Sand gesetzt hat. Von den anderen Bereichen mal ganz zu schweigen.

    Und die Platte, das Wilhelm II. am I. Weltkrieg schuld ist, hat mittlerweile etliche Sprünge bekommen.
  • von Potsdamer03.08.2011 17:40
    Ich bin dafür ab sofort jede Hochzeit aller hier Lebenden Live zu übertragen mich würde es brennend interessieren wie andere Hochzeiten so aussehen.

    Der RBB-Extra Hochzeitssender wäre doch ein schöner Name.

    Gleiches Recht für alle oder sind andere etwa gleicher?



  • von fridericvs03.08.2011 16:43
    Die Hohenzollern gehören zu Potsdam, sie sollen hier heiraten, ihre Kinder in der Garnisonkirche taufen lassen und ihren Besuch hier empfangen können. Nur der, der mit sich und der Welt nicht zurecht kommt, mag dies anstößig finden. Wenn die Ewig-Gestrigen, die den DDR-Mief konservieren möchten, in den Kommentaren maulen, haben es die Hohenzollern doch mals wieder richtig gemacht.
  • von Waschi03.08.2011 16:40
    Dass der RBB das macht, nun gut. Aber dass Rolf Seelmann-Eggebert sich dafür zur Verfügung stellt!
    God Save The Queen!
  • von Architekt03.08.2011 16:15
    Ich freue mich auf diese Hochzeit - ehren wir in den Nachfahren die Vorfahren, die dieses Paradies schufen- und bin gespannt, wie unser doch eher landwirtschaftlich geprägter RBB diese Aufgabe mit immerhin fast weltweiter Ausstrahlung packen wird. Als Trachtgewand stellt sicher unsere Carolin Reiber ein Dirndl zur Verfügung und die Moderationen des gewandten "Hofberichterstatters" und unserer robusten Vertreterin entbehren für den Zuschauer bestimmt nicht einer gewissen Pikanterie.
    Und so findet jeder etwas. Der Eine schmunzelt, der Andere schimpft und der Dritte freut sich. So ist das immer. Ich finde ein solches Ereignis immer noch besser, als die 1,6 Millionste Tatortsendung mit ihren zumeist schwachsinnigen Inhalten. Zumal man aufnehmen kann und sich dann die interessierenden Szenen herauspickt. Für einige Potsdamer ist es bestimmt seit Jahren das erste Mal wieder, dass sie den Park zu Gesicht bekommen-falls sie zu dieser Zeit nicht gerade wieder auf "de Mallediven" sind.
    Für alle die, die unbedingt den Sendungsauftrag des RBB finden möchten: Die Übertragung bekommt bestimmt die Überschrift" Die Juri hilft".
  • von M.03.08.2011 15:41
    Im Leben hätte ich das nicht gedacht Ihren recht zu geben, geben zu müssen.
    Verehrter Fritz, Sie haben mit dem überwiegenden Teil Ihrer Zeilen absolut recht.

    VG:
    M.
  • von Primus Pilus03.08.2011 15:41
    @Locker bleiben: Ich bin tolerant! Gerne dürfen Nostalgiker und Monarchisten eine Hochzeit zelebrieren. Meinetwegen können sie Schlösser mieten, Plätze sperren, Tribünen aufbauen, Feuerwerke abbrennen. Kein Problem, ihr Ding, solange sie den ganzen Rummel bezahlen und nachher wieder aufräumen.

    Was ich aber nicht mag ist, wenn eine öffentlich-rechtliche Anstalt in einem über ihren Bildungs-, Informations- und Unterhaltungsauftrag weit übersteigenden Maß an diesen Spektakel beteiligt. Diese Privathochzeit ist ja nur für einen 3 stündige Berichterstattung interessant, weil hier gerade der "Schatten-Kaiser" (oder bin ich da dynastisch nicht auf den laufenden?) heiratet. Und der RBB sollte sich unserer aktuellen Staatsform der Bundesrepublik - wie ich finde auf deutschen Boden eine der gelungensten der letzten 1000 Jahre - verpflichtet fühlen und auch aktiv für sie werben! Das tut der Sender ausdrücklich nicht, wenn sie einem Gegenmodell, nämlich der Monarchie, solch eine bedeutenden Raum der Selbstdarstellung gewährt. Wir brauchen uns dann nicht wundern, wenn der Anteil der Bevölkerung, der für die Wiedereinführung der Monarchie eintritt, größer wird. Hier wird mit dem Feuer gespielt und das kann ich nicht tolerieren.
  • von terrassenrestaurant minsk03.08.2011 15:35
    pnn ulknudeln,
    sie haben den nebenbeitrag ganz nach oben gerückt und das bild zum erschlagen groß hineingestellt. ganz ruhig ihr onliner. immer alles im kontext sehen und eben auch so darstellen. das kann doch auch für sie nicht zu schwer sein? Oder doch?
  • von Sportler03.08.2011 15:31
    Liebe PNN,

    doch das haben Sie, denn Sie haben diese Kommentare zugelassen, was Sie bei anderen Artikeln nicht tun!

    Sportler
  • von Fritz Meyer03.08.2011 15:27
    Dieser RBB verkommt zusehens.
    In der Abendschau wird neuerdings eine Wochenserie über "Leben in der Flugschneise" gegeben.
    Da sollen die heute in der Tegelflugschneise wohnenden Bürger erzählen, dass sie der Fluglärm nicht stört. Eine ganze Woche lang Wahlkampf für Wowereit.
    Abgesehen davon, dass Tegel und der neue BER nicht vergleichbar sind. Tegel als Flughafen des "Kalten Krieges" war alternativlos. Da hat man selbst lärmende Flugzeuge ertragen.
    Der neue Flughafen könnte vollkommen ohne Flächezwänge optimal geplant werden. Was da jetzt gemacht wird - mitten in einem Siedlungsgebiet ein neuer Flughafen - ist ein Planungsfehler einfältiger geistloser Politiker. Dieser Flughafen hat keinerlei Entwicklungsmöglichkeiten und der RBB kapriziert sich darauf Herrn Wowereit die Stange zu halten.
    Während über die seit nunmehr fast einem Jahr anhaltenden Demonstrationen gegen den neuen Flughafen sehr sehr unterbelichtet berichtet wird.
    Dieser RBB berichtet wenig objektiv. Man muß nur genau hinschauen.
    Da wird also nun über eine dämliche Hohenzollernhochzeit berichtet, während im Fall des BER-Flughafens der Betrug am Bürger fröhliche Urstände feiert.
    Hier Betrügen Land Berlin im Bunde mit Branden burg und dem Bund die Bürger, Betrug bei den Flugroutgen, Betrug durch Vorenthalten von Akten im Planferastgstellungsergänzungsverfahren beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Betrug und Vorgaukeln von 40.000 angeblich zusätzlichen Arbeitsplätzen durch BER. Vergeudung von Steuergeldern - dieser Flughafen wird nämlich auf Jahrzehnte keine schwarzen Zahlen schreiben,

    und der RBB hat nichts besseres zu Berichten als von einer Adelhochzeit.

    Jämmerlich erbärmlicher RBB-Journalismus,..

    wenigsten gibt es noch einige Zeitungen die ihren Auftrag etwas ernster nehmen.
  • von pnn.de-Onlineredaktion03.08.2011 15:13
    @doitschland den doitschen

    Es tut uns leid, aber Sie unterliegen einem Irrtum: Nicht wir haben diesen Beitrag zum MEIST GELESEN und MEIST DISKUTIERT gemacht. Es waren die Leser. Ansonsten zwingt Sie niemand, uns zu hier zu lesen.

    Herzlichst,
    Ihre PNN
  • von Locker bleiben03.08.2011 15:02
    Darf ich mich an dieser Stelle auch darüber beschweren, dass der RBB und die ARD mit "meinen" Gebühren stundenlang strunzlangweilige, mit Werbeaufklebern vollgepflasterte Sportveranstaltungen live überträgt, mit welchem Recht passiert das bitteschön? Und einschläfernde Volksmusiksendungen? Die Kritiker dieser Liveübertragung sollen doch bitte die Kirche im Dorf lassen und einfach nicht einschalten, so wie ich es Sportübertragungen im rbb auch mache. Letzlich ist diese Übertragung vor allem eine kostenlose Werbung für Potsdam, die Stiftung Schlösser und Gärten und die Friedenskirche. Und immer schön tolerant bleiben.
  • von Toralf Horlitz03.08.2011 14:59
    geschrieben von M.




    Die Gegner dieses monarchistischen Auflaufs haben die Chance sich zu einem fröhlichen Pfeifkonzert zu versammeln. Oder wird diese Veranstaltung gar durch die Polizei abgeriegelt? Ob in Uniform oder/und zivil?

    Also alle hin.
  • von doitschland den doitschen03.08.2011 14:58
    wenigstens etwas habt ihr geschafft, dieses schmutzblatt hat nun diese typen auf platz 1 der kommentarliste gestellt. da wird ja dies schmutzblatt endlich einen sollerlochfüller für diesen tag verzeichnen.

    lest die MAZ...
  • von Henry03.08.2011 14:49
    Im Jahr 1945 waren wir froh, die adligen Schmarotzer loszusein. Nun bricht mit meiner finanziellen Unterstützung die Restauration herein.
    Das hast du nicht verdient Brandenburg!
  • von Rundfunkstaatsvertrag03.08.2011 14:00
    „Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Sozialisten, werte Kommunisten,
    mein Name ist Zwetlana Curie. Ich begrüße Sie beim rbb Berlin Brandenburg und freue mich in den nächsten 3 Stunden das Defilee aller aufrechten Mitbürger und Mitürgerinnen hier an der Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Friedrichfelde kommentieren zu dürfen. Mit an meiner Seite begrüße ich den ARD-Kommunistenexperte Karl-Theodor von Schitzler. Schalten wir auch gleich runter zur Gedenkstätte, soeben zieht die Familie Ulbricht, angeführt von Kevin Ulbricht, amtierenden Familienoberhaupt an den Gräbern vorbei. Welch ergreifende Szene! Herr von Schitzler, welche Bedeutung hat die Familie Ulbricht heute noch in der Bundesrepublik Deutschland?...“
  • von Landesmutter03.08.2011 13:53
    Ich bin ja zutiefst erstaumt, wofür der RBB so Geld hat, um so eine Kostenaufwändige Liveveranstaltung mit allem Pomb und Gloria, ins Programm zuhieven. Während man wohl dafür bei Großereignisse wie CSD - Berlin und Karneval der Kulturen, nur leichte Randberichte macht. Offenbar hat im Hause dort,ein Gesinnungswechsel stattgefunden.Statt der Vepflichtung laut Rundfunkstaatsvertrag nach zukommen.Wo klar geregelt ist, dass Minderheiten und Viefaltsformate auch einen festen Platz,in der Sendestruktur haben müssen, nun also dass dann! Ich würde ja garnichts groß anmerken. Aber was hier zuerkennen ist, ist leider Augenscheinlich.

    Mich betrübt dass von einem Sender erleben zumüssen, der eigentlich von mir bevorzugt geguckt wird. Nicht einmal eine Meldung zu 10 Jahren eingetragene Lebenspartnerschaft stand dort am 01.August zur Sprache. Immerhin, haben sich in Brandenburg 1400 Paare seit 2001 verpartnert. Sollte man einfach wissen.Mit dem tiefen Gedanken an eine lebendige Vielfaltgesellschaft!!!
  • von Klauspeter03.08.2011 12:51
    Die einzige Frage, die mich hier bewegt: Was haben die beiden in ihrem Leben für Potsdam getan (natürlich zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger)......? Und damit könnten alle weiteren Fragen beantwortet werden.
  • von M.03.08.2011 11:26
    Sehr geehrter Beobachter,

    es ist bemerkenswert wie viele Menschen sich Hochzeiten, Beerdigungen, Streitereiern, das Kinder kriegen und das Austeilen von Wassersuppen bei Tafeln u. a. m. ansehen.

    Es ist bemerkenswert wie wenig diese Zuschauer oder Beobachter etwas von der Historie dieser Personen, bzw. ihrer Vorfahren wissen, sich vielleicht sogar für deren Geschichte interessieren oder begeistern.

    Das könnte, muß aber nicht zwangsläufig bei allen "Glotzern", ein Zeichen von Verblödung sein. Ihnen ist vielleicht bekannt, Fernsehen macht faul, fett und blöd. Am Stück nun drei Stunden derartiges vorgesetzt zu bekommen macht in jedem Fall wütend. Eben jene, die feststellen, dass eine Hochzeit von fast vollständig unbekannten Menschen als Großereignis stilisiert wird. Das ist es eben in keinem Fall.

    Kritik an diesem Budenzauber hat nichts mit rechts, grün, rot, gelb oder schwarz zu tun. Und hier ist nicht die Farbenlehre gemeint. Wenn sich der Kommentaor raloge den Kritikpunkt des Vertreters der Linkspartei wirklich durchliest und nicht nur dümmlich den Hammer schwingt, müsste er zu einer anderen Bewertung kommen.

    Aber, wer eben "nur" einen Hammer hat, für den sieht alles wie ein Nagel aus.

    Mag auch sein dar er zuviel TV glotzte.


    VG:
    M.
  • von Beobachter03.08.2011 10:58
    Solange sich Millionen Fernsehzuschauer regelmäßig für Übertragungen von Ereignissen aus anderen Adelshäuser begeistern kann es wohl nicht verkehrt sein, auch unseren eigenen Ex-Adel zu berücksichtigen. Dieser Hass der hier wieder von einigen linken Kommentatoren spürbar wird ist für die Betroffenen echt ungesund. Übrigens - ohne die Monarchie wäre Potsdam ein brandenburgisches Nest wie viele andere...
  • von Hilfe - Deutschland verblödet!03.08.2011 10:56
    "Die Eheschließung des 35-jährigen Chefs des Hauses Hohenzollern, Ururenkels von Kaiser Wilhelm II., mit seiner 33-jährigen Verlobten in der Friedenskirche im Park Sanssouci gilt als eines der wichtigsten gesellschaftlichen Ereignisse des Jahres."

    Das kommt mir irgendwie bekannt vor denn schon
    August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, schrieb 1848 folgendes Gedicht:

    Wie ist doch die Zeitung interessant
    Für unser liebes Vaterland!
    Was haben wir heute nicht Alles vernommen!
    Die Fürstin ist gestern niedergekommen,
    Und morgen wird der Herzog kommen,
    Hier ist der König heimgekommen,
    Dort ist der Kaiser durchgekommen,
    Bald werden sie alle zusammenkommen –
    Wie interessant! wie interessant!
    Gott segne das liebe Vaterland!

    Wie ist doch die Zeitung interessant
    Für unser liebes Vaterland!
    Was ist uns nicht Alles berichtet worden!
    Ein Portepéefähnrich ist Leutnant geworden,
    Ein Oberhofprediger erhielt einen Orden,
    Die Lakaien erhielten silberne Borden,
    Die höchsten Herrschaften gehen nach Norden
    Und zeitig ist es Frühling geworden –
    Wie interessant, wie interessant!
    Gott segne das liebe Vaterland!

  • von M.03.08.2011 10:42
    Die Gegner dieses monarchistischen Auflaufs haben die Chance sich zu einem fröhlichen Pfeifkonzert zu versammeln. Oder wird diese Veranstaltung gar durch die Polizei abgeriegelt? Ob in Uniform oder/und zivil?

    Den Brautleuten ist Glück zu wünschen. Viele gesunde Kinder sollen Sie haben, die im "Alter" mehr Fingerspitzengefühl zeigen, indem sie derartige Aufläufe nicht zulassen. Somit Respekt vor der Geschichte zeigen.

    VG:
    M.
  • von Ingo Schneeweiss03.08.2011 10:33
    Sommerlochfüller?
    Ein nur mäßiger.
  • von Primus Pilus03.08.2011 10:30
    In Deutschland endete die Monarchie 1918 nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg. Wir sind jetzt eine Republik! "Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus." steht in unserem Grundgesetz (Art.20).
    Der RBB ist eine aus öffentlichen Gebühren finanzierte Anstalt.
    Geht eine dreistündige Liveübertragung nicht weit über den Progammauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hinaus? Schließlich werden hier die Bedürfnisse deutscher Monarchisten bedient.
    Die Wiedereinführung der Monarchie in Deutschland ist ein dem Grundgesetz widersprechendes Ziel und ist damit ein klarer Fall für unsere Verfassungsschutzorgane!
  • von Irrsinniger gehts nicht03.08.2011 10:14
    Na gut, für etwas müssen ja die GEZ- und Steuergelder gut sein. Frau Reim vom RBB hat schon lange die Kontrolle darüber verloren, was sie mit dem vielen Geld (nicht nur der Linken) machen soll.

    Gerade Potsdam hat doch aber erlebt,wozu die mörderische Allianz von Kirche, Adel, Nationalsozialismus incl. Bildungsbürgertum führte: zur Zerstörung der Stadt (u.a. vom Tag zur Nacht von Potsdam) und zur jahrelangen deutschen Teilung, an der wir noch heute leiden müssen.

    Und das war tatsächlich ein Ziel der friedlichen Revolution?
  • von Mitte03.08.2011 10:09
    ...sie sollten mit der Hochzeit besser noch warten, bis die Garnisonkirche wieder aufgebaut ist. Die Übertragung wäre dann wesentlich wirkungsvoller.
  • von @ralgoe03.08.2011 09:36
    In einem gebe ich Ihnen recht: die Übertragung ist ebenso unzeitgemäß und bizarr wie die Übertragung von DDR Militärparaden.
  • von Ist doch spitze03.08.2011 09:32
    ... dass die Hochzeit der Enkel derer, die den ersten Weltkrieg verschuldet haben, die Schlösser und Gärten gebaut haben, die Preussens Nachbarländer überfallen und besiegt haben nunmehr von Gebühren im Fernsehen übertragen wird.
    Ist doch nur richtig, dass die Nachfahren der Hohenzollern immer noch priveligiert sind. Warum?

    Ja weiss ich jetzt auch nicht? Schliesslich war sein Opa ein König!!!!
    Ähm...
  • von Horst03.08.2011 09:22
    Ich finde es gut,daß die Hochzeit im Fernsehen übertragen wird.Die Linken
    brauchen sich ja die Übertragung nicht ansehen.Keiner zwingt sie dazu.
    Wenn die Einschltquoten im Fersehen nicht stimmmen ,wird heute nicht mehr gesendet,im Gegenteil zum DDR Fersehen.Der schwaze Kanal mit "von"Schnitzler war jede Woche auf dem Bildschirm.
  • von Horst03.08.2011 09:19
    Ich finde es gut,daß die Hochzeit im Fernsehen übertragen wird.Die Linken
    brauchen sich ja die Übertragung nicht ansehen.Keiner zwingt sie dazu.
    Wenn die Einschltquoten im Fersehen nicht stimmmen ,wird heute nicht mehr gesendet,im Gegenteil zum DDR Fersehen.Der schwaze Kanal mit "von"Schnitzler war jede Woche auf dem Bildschirm.
  • von ralgoe02.08.2011 23:11
    Klar, das die Linken motzen müssen. Ist ja auch schlimm, wenn ein Nachfahre des letzten deutschen Kaisers live im Fernsehen zu sehen ist. Und dazu noch beide sympathisch rüberkommen. Ob die Griesgrame der Linken auch ein Problem damit hatten, als die Paraden zum Jahrestag der "DDR" übertragen wurden? Wohl kaum.

Aktuellste Kommentare

  • von Willy und die Windzors05.08.2011 20:59
    Wir wünschen allen Hochzeitspaaren dieser Welt ob wir sie kennen oder nicht alles Glück dieser Welt und ich muss zugeben die meisten kenne ich gar nicht...
  • von Musiker05.08.2011 19:52
    Gratulation zur Idee der Übertragung durch den RBB! Dem sympathischen Paar wünschen wir alles Glück dieser Welt.
  • von Bürgerin05.08.2011 16:00
    Unser wichtigstes Problem ist die Bildung !!!! Fernsehen bildet ein leises hüsteln meinerseits das war vielleicht mal der Plan wenn ich mir das Programm...

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