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  • 20.07.2011

Brauhausberg: Linke attackiert Matthias Klipp

Innenstadt - Scharfe Kritik seitens der Linken zieht Potsdams Baubeigeordneter Matthias Klipp mit Äußerungen zur Bürgerinitiative Pro Brauhausberg auf sich. Der bündnisgrüne Dezernent hatte den Mitgliedern der Bürgerinitiative in einem Pressegespräch am Montag vorgeworfen, „zu partikulär“ zu sein, zu sehr Einzel- und Eigeninteressen zu vertreten. „Ausgrenzung ist keine Form demokratischer Stadtentwicklung“, teilte dazu gestern der Ortsvorstandsvorsitzende der Linken in Potsdam-Süd, Steffen Pfrogner, mit. Es müsse „schon eine gehörige Portion Unmut über Andersdenkende beim Baubeigeordneten Matthias Klipp vorhanden sein, wenn er in herrschaftlicher Manier Stadtentwicklung betreibt“, so Pfrogner weiter. Nicht anders könne er sich die Ankündigung von Klipp erklären, „interessierte Teile der Potsdamer Bürgerschaft von den weiteren Diskussionen zur Entwicklung am Brauhausberg auszuschließen und somit auszugrenzen, was mit Intransparenz und Diskriminierung gleichzusetzen wäre“. Pfrogner, selbst Architekt und Mitglied im Potsdamer Bauausschuss, zitierte frei den Altbundespräsidenten Richard von Weizsäcker, wonach Stadtentwicklung kein Monopol von Politikern, Beamten und privaten Planern sein solle, sondern Gegenstand öffentlicher Diskussion und Beratung. „Die an Diffamierung grenzenden Äußerungen von Matthias Klipp“ zu Pro Brauhausberg brüskierten auch den Berufsstand der Architekten, Ingenieure, Stadt- und Landschaftsplaner, so Pfrogner weiter. Den Ausgrenzungsversuchen habe die Kommunalpolitik „im Sinne einer partizipativen Stadtentwicklung klar und deutlich Einhalt zu gebieten“. gb

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