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  • 30.05.2011
  • von Günter Schenke

Schlaatzer Weltpokal an Irak

von Günter Schenke

Wo ist der Ball? Die „Black-Stars“ versuchen die Iraker auszutricksen. Foto: G. Schenke

13 Freizeit-Mannschaften kämpften bei multikulturellem Turnier um neue Potsdamer Fußball-Trophäe

Schlaatz – Das Fußballmatch um den ersten Schlaatzer Weltpokal ist entschieden. In einem spannenden Endkampf errangen am Samstag die Iraker vom SV Berlin die begehrte Trophäe. Ihre Endspielgegner kamen aus dem selben Verein, umso ausgelassener war der Jubel der Iraker. 13 Mannschaften nahmen an dem zum ersten Mal ausgetragenen internationalen Fußballturnier auf der Sportanlage der Weidenhof-Grundschule teil. So bunt wie die Hautfarben waren die Namen der teilnehmenden Mannschaften, darunter die Herren vom AKW („Alle können was“) aus Potsdam und die Los Latinos aus Brasilien. Zwei Mannschaften der Polizei waren dabei und die Männer vom „FC Bier hol’n“. Letztere und die Polizei schafften es bis ins Halbfinale.

„Wir wollen gewinnen“, zeigten sich die Iraker, die mit ihrem Trainer angereist waren, schon vor Beginn entschlossen, aber auch die „Black Stars“ vom Schlaatz rechneten sich Chancen aus. Sie belegten am Ende nach einem Sieben-Meter-Schießen den 9. Platz.

Peter Roszpietsch, einer der Organisatoren vom Haus der Generationen und Kulturen, erklärte, dass die Idee für den Schlaatzer Weltpokal auf der Nachbarschaftskonferenz im vergangenen Jahr geboren wurde. „Die Afrikaner haben den Vorschlag gemacht und ein Drei-Mann-Team hat dann die Organisation übernommen“, sagte Roszpietsch. Der Sportorganisator mit DFB-Trainerlizenz hat bereits ähnliche Turniere in Berlin-Kreuzberg veranstaltet. „Da kamen die Mannschaften aus ganz Deutschland“, sagte er.

Nach Ankündigungen im Internet und in der Tagespresse habe es zunächst 18 Anmeldungen gegeben, erschienen waren jedoch nur 13 Mannschaften. Und diese trafen teilweise unpünktlich ein. „Wir mussten den Austragungsmodus kurzfristig ändern und die Spielplätze neu aufteilen“, begründete Mitorganisator Kim Nowak den verspäteten Start. „Ich kann die Absagen und Verspätungen nicht verstehen, schließlich geht es ja um was“, äußerte sich Roszpietsch ein wenig enttäuscht. Das „Was“ sind drei prächtige Pokale sowie für den Turniersieger die Teilnahmeberechtigung am „Embassy-Cup“, dem traditionsreichen Fußballturnier der Botschaften, das am 25. und 26. Juni in der Sporthalle in der Heinrich-Mann-Allee stattfindet.

Äußerlich stand das „Schlaatzer Weltturnier“ nicht immer unter einem guten Stern: Das Zeltdach des Org-Teams riss der Wind weg, ein Kurzschluss kappte den Ansage-Ton sowie die Stromversorgung. Petra Tosch vom Schlaatzer Backshop musste die Bockwurst kalt verkaufen und konnte keinen Kaffee kochen. „Für solch ein Turnier müsste es einen Notdienst geben, der solche Pannen repariert“, forderte sie.

Die gute Stimmung unter den Mannschaften und Zuschauern trübten die kleinen Unzulänglichkeiten kaum und Roszpietsch zeigte sich am Ende zufrieden: „Es war ein gelungenes multikulturelles Treffen, das wir im nächsten Jahr wieder veranstalten.“ Günter Schenke

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