• 30.07.2010

 NACHRICHTEN 

Piraten nominieren OB-Kandidaten

Der Potsdamer Stadtverband der Piratenpartei hat mit seinem Chef Marek Thutewohl einen Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl am 19. September angemeldet. Allerdings müssten nun bis zum 11. August noch 112 Unterschriften für Thutewohl organisiert werden, teilte der Stadtverband gestern mit. Die könne nunmehr am Informationsschalter im Stadthaus in der Friedrich-Ebert-Straße 79 unterzeichnet werden. Ein Grund für die knappe Zeit zur Mobilisierung sei das ursprüngliche Vorhaben der Partei, einen Kandidaten von den Bürgern der Stadt nominieren zu lassen, hieß es. Doch bei einer dazu durchgeführten „Casting“-Veranstaltung hätten zwei der vier Kandidaten aus formalen Gründen nicht für die Piraten kandidieren können. Ein weiterer Bewerber hätte nicht die erforderliche Mehrheit im Publikum erhalten. HK

Linke kritisieren Umzugspläne

Der Potsdamer Linke-Stadtverband kritisiert die Umzugspläne des Klinikums „Ernst von Bergmann“, wesentliche Teile des Babelsberger Standortes In der Aue aufzugeben und damit auch Teile der Psychiatrie in die Innenstadt zu verlegen. „Es scheint, hier steht die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund und nicht die Bedürfnisse der Patienten und Mitarbeiter“, sagte Linken-Vorstand Sascha Krämer. Mitarbeiter hätten ihm gegenüber kritisiert, bei den Planungen mangele es an Transparenz. Damit werde die gute Atmosphäre am Standort zerstört. Sorge gäbe es über die Pläne für die Unterbringung am Standort Innenstadt in unsanierten Gebäuden, deren Ausstattung sei weniger qualitativ. „Wir hoffen, dass das Klinikum nicht die Patienten und die Belegschaft vergisst“, so Krämer. HK

Die Andere beginnt Wahlkampf

Als erster Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters hat gestern Benjamin Bauer (Die Andere) seine Wahlplakate vorgestellt. Die Wählergruppe will rund 400 Plakate in der Stadt kleben – und erinnerte auch an einen Vorschlag der Linken für alle Kandidaten, sich auf jeweils 500 Plakate zu beschränken. HK

Stahl-Preis für neue Lange Brücke

Innenstadt - Die Stadt Potsdam und der Architekt Henry Ripke werden mit dem Sonderpreis in der Kategorie „Straßen- und Eisenbahnbrücken“ des European Steel Bridges Award 2010 ausgezeichnet. Wie der Deutsche Stahlbauverband gestern mitteilte, werde der Preis für die neue Lange Brücke am 22. September vergeben. Die neue Brücke für den Öffentlichen Personennahverkehr sowie Fußgänger und Radfahrer wurde vor knapp elf Monate eröffnet. Der Neubau war nötig, um am Alten Markt Platz für den Landtagsneubau zu schaffen. Die Brücke besteht aus zwei Teilen über die Neue und Alte Fahrt und ist insgesamt mehr als 120 Meter lang. Verbaut worden sind an dem Standort 850 Tonnen Stahl. PNN

  • Erschienen am 30.07.2010 auf Seite 07

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