• 10.07.2010

NACHRICHTEN

Verhandlungen am Klinikum

Die Verhandlungen zum Tarifkonflikt am Klinikum „Ernst von Bergmann“ gehen weiter. Von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hieß es nach einer weiteren Verhandlungsrunde am Freitag, es gäbe zwar eine „vorsichtige Annäherung“ bei einzelnen Punkten, aber noch keinen Durchbruch. Nun soll am kommenden Donnerstag weiter mit der Geschäftsführung des kommunalen Krankenhauses gesprochen werden, hieß es. In den Verhandlungen geht es um Verträge für 520 Mitarbeiter, die in der Service-Tochter des Klinikums schon eingesetzt sind oder dahin noch überführt werden sollen. Die ersten Gespräche waren gescheitert, danach waren Angestellte der Service-Tochter für rund einen Monat in den Streik getreten, weil sie eine Verschlechterung ihrer Einkommenssituation fürchteten. Die Klinikleitung hatte dies jedoch stets von sich gewesen, aber die konkreten Angebote nicht der Öffentlichkeit vorstellen wollen. Auch für die laufenden Verhandlungen hat sich die Klinikleitung Stillschweigen verordnet. HK

Geheimniskrämerei um „Freiland“

Anders als bei ähnlichen Verfahren zur Trägersuche will die Stadtverwaltung nicht sagen, wie viele Bewerber es für den Betrieb des geplanten Jugendzentrums „Freiland“ in der Friedrich-Engel-Straße gibt. „Zur Zahl der Bewerber geben wir keine Auskunft“, sagte Stadtsprecher Stefan Schulz auf Anfrage der PNN. Als Grund nannte er das „laufende Verfahren“. Bei der Suche nach einem Träger für Freizeitstätten wie den Treffpunkt Freizeit, den Lindenpark oder das Waschhaus, aber auch bei der Betreiberfindung für ein neues Tierheim, hatte die Stadtverwaltung die Zahl der Interessenten stets genannt. Gründe, warum nun anders verfahren wird, nannte Schulz nicht. Über die Vergabe von „Freiland“ entscheidet eine Jury, besetzt mit Stadtverordneten, Jugendlichen, Experten und Verwaltungsmitarbeitern. Als aussichtsreichster Bewerber gilt ein Team um „Freiland“-Initiator Dirk Harder, zugleich Chef des Stadtjugendrings. HK

Stadt schweigt zu Tierheimkosten

Die Potsdamer Stadtverwaltung schweigt zur Höhe der Kosten, die seit Anfang 2007 bei der Suche nach einem neuen Tierheim entstanden sind. Das geht aus einer Anfrage der Wählergruppe Die Andere hervor. Darin verweist die Verwaltung zwar auf Personalkosten von eingebundenen Mitarbeitern sowie Kosten für externe Rechtsberatung, doch könne aus „Datenschutzgründen“ keine detaillierte Auskunft erteilt werden. Für das aktuelle Ausschreibungsverfahren für Bau und Betrieb eines neuen Tierheims werden wiederum Zahlen genannt: Es habe 5807,06 Euro gekostet. Die Planungen für einen Tierheimneubau dauern schon Jahre. Eine Ausschreibung war mangels geeigneter Bewerber abgebrochen worden. Zuletzt hatte die Stadt die fast abgeschlossenen Verhandlungen mit der Treberhilfe wegen deren „Maserati“-Affäre gestoppt und die Suche erneut begonnen. HK

  • Erschienen am 10.07.2010 auf Seite 10

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