B-Plan für Garnisonkirche bis 2011
Innenstadt - Der Bebauungsplan für die Garnisonkirche soll im August 2011 fertig sein. Das gab Katharina Jantzen vom Bereich Stadterneuerung am Dienstagabend im Bauausschuss bekannt. Der Entwurf für das Areal, das neben der Kirche auch die Plantage, den Langen Stall und das Grundstück der alten Feuerwache umfasst, werde derzeit erarbeitet. In den nächsten Wochen werde der Sanierungsträger das frühere Arag-Grundstück an die Baustiftung Garnisonkirche übertragen, sagte Jantzen. Laut Baudezernent Matthias Klipp (B ’90/ Grüne) soll die Plantage als Grünfläche mit dem Wegekreuz wiederhergestellt werden. Das Gelände der Feuerwache sei für Wohnbebauung vorgesehen. Der Kommunale Immobilienservice soll das Grundstück an den Sanierungsträger übertragen. pee
NPD gründet Stadtverband
Die rechtsextreme NPD hat in Potsdam einen Stadtverband gegründet. Das erklärt die Partei nun in einer Mitteilung im Internet. Zum Vorsitzenden sei der Potsdamer Stadtverordnete Marcel Guse gewählt worden. Der 29-Jährige war als Nachfolger für den im vergangenen Jahr verstorbenen DVU-Stadtverordneten Günther Schwemmer ins Stadtparlament gerückt und wechselte im vergangenen September zur NPD. Der neue NPD-Stadtverband werde durch „Flugblattaktionen, Infostände und weiteren Aktionen“ auf sich aufmerksam machen, kündigte Guse an. „Der idealistische Einsatz des Einzelnen und der feste Wille der Gemeinschaft werden die Garanten für zu erwartende Siege sein“, so Guse. Zuletzt hatte eine Antifa-Gruppe Guse heftig kritisiert, weil er „gute“ Kontakte zu zwei Potsdamer Kameradschaften unterhalte und mit diesen zu Demos der rechtsextremen Szene fahre. Der gelernte Koch bestätigte dies gegenüber den PNN: „Das sind politische Freunde von mir.“HK
Mehr Busse zur Uni nach Golm
Golm - Der Verkehrsbetrieb ViP will zum Semesterstart ab 1. April stündlich zwei zusätzliche Busse zum Uni-Gelände nach Golm einsetzen. Das kündigte eine ViP-Sprecherin am Dienstagabend im Bauausschuss an. Die Kapazität erhöhe sich damit von 1500 auf 1800 Plätze pro Stunde. Um das Problem überfüllter Verkehrsmittel zum Unistandort generell zu lösen, müsse jedoch der Zugtakt auf der Strecke verdichtet werden, hieß es. Dazu liefen derzeit Gespräche mit dem Land, der Uni-Leitung und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB). Ergebnisse soll es noch im ersten Halbjahr 2010 geben. Die Wählergruppe Die Andere hatte per Antrag eine Verdichtung des Bustaktes nach Golm gefordert – der Beschluss wurde jedoch im Ausschuss zurückgestellt. Man wolle erst ein Semester lang testen, ob sich durch die zusätzlichen Busse die Situation entspannt. pee
Stadt prüft zusätzliche Spielplätze
Die Bauverwaltung soll die Verteilung der Spielplätze im Stadtgebiet unter die Lupe nehmen und bis Juni Vorschläge unterbreiten, wie die Situation in unterversorgten Gebieten wie Babelsberg verbessert werden kann. Auf einen entsprechenden Antrag der FDP verständigte sich der Bauausschuss am Dienstagabend einstimmig; der Finanzausschuss stimmte gestern ebenfalls einstimmig dafür. Baudezernent Matthias Klipp (B ’90 /Grüne) begrüßte das Ansinnen. Untersucht werden soll auch, wie die Qualität vorhandener Spielplätze verbessert werden kann. Erst vor wenigen Tagen hatte die Stadt vom Land 160 000 Euro aus dem Vermögen der Parteien und Massenorganisationen der DDR für den Bau von zwei neuen Spielplätzen erhalten, im Herbst gab es aus dem gleichen Topf 80 000 Euro für die Sanierung von fünf Spielplätzen. pee
Masterplan für Potsdam
Der Bauausschuss hat Gefallen an der Idee gefunden, für Potsdam einen Masterplan zur Entwicklung der gesamten Stadt zu erarbeiten. Bis zum Herbst soll die Verwaltung ausloten, wie bereits vorhandene Einzelpläne, etwa zur Speicherstadt oder für das Gebiet Stern/Drewitz/Kirchsteigfeld, in einer Gesamtübersicht aufgehen können und wie viel Geld dafür erforderlich ist. Ein solcher Masterplan, tunlichst dreidimensional, sei der Traum eines jeden Stadtplaners, sagte deren Chef Andreas Goetzmann. Leipzig habe im Zuge seiner Olympia-Bewerbung einen Masterplan ausgearbeitet, der allerdings eine „mittlere sechsstellige Summe“ gekostet habe. Für Potsdam müsse man wohl kleinere Brötchen backen. Goetzmann schlug vor, einen Masterplan über mehrere Jahre zu entwickeln und dafür scheibchenweise Geld in den jeweiligen Jahresetat einzustellen. pee
Schinkelhalle wird verkauft
Berliner Vorstadt - Die Schinkelhalle in der Schiffbauergasse soll noch in diesem Jahr verkauft werden. Das kündigte gestern ein Sprecher der Sanierungsträger Potsdam GmbH an, in deren Treuhandvermögen sich die Halle befindet. Es gäbe mehrere Interessenten, so der Sprecher. Der Verkauf gehört zu den Förderauflagen zur beendeten Sanierung des Gebäudes. Derzeit wird die Halle zeitweise gemietet und für Veranstaltungen genutzt. HK
Die Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens in Schönefeld wird sich deutlich verzögern. Sollte das Ihrer Meinung nach personelle Konsquenzen haben?