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  • 24.11.2009

Mieten ziehen an

Potsdamer Wohnungsmarkt gehört zu den teuersten

Potsdam – Die Mietpreise in Potsdam bleiben hoch und sind im vergangenen Jahr stärker gestiegen als im Landesdurchschnitt. Im Schnitt mussten die Potsdamer 2,1 Prozent mehr für ihre Wohnungen zahlen als noch im Jahr zuvor, landesweit waren es nur 1,4 Prozent. Nur in Cottbus (plus 3 Prozent), Frankfurt/Oder und Brandenburg/Havel waren größere Zuwächse zu verzeichnen. Das teilte am Montag der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) in Berlin mit. Anders als in Berlin stiegen die Mieten in Potsdam damit nicht stärker als die Verbraucherpreise, die 2008 um 2,8 Prozent anzogen. Im Mittel liegt die Nettokaltmiete pro Quadratmeter in der Landeshauptstadt bei fünf Euro, damit steht Potsdam in der Liste der Kommunen mit den höchsten Wohnkosten auf Rang vier. Nur in Teltow, Falkensee und Wildau mussten Mieter mehr zahlen.

Auch auf dem privaten Wohnungsmarkt bleibt Potsdam brandenburgweit Spitze, die Finanzkrise hat den hiesigen Markt allerdings geschwächt. „Potsdam ist eine Besonderheit, die Stadt hatte im vergangenen Jahr einen Höhenflug“, sagte BBU-Vorstandsmitglied Maren Kern. „Jetzt gab es eine Korrektur, die Preise sind auf eine normales Maß zurückgefallen.“ Im gesamten Berliner Umland ging der Umsatz nach BBU-Angaben um 28 Prozent zurück, 2007 verzeichnete der Verband noch einen Anstieg um 38 Prozent. „Besonders ausgeprägt war der Umsatzseinbruch in Potsdam“, sagte Kern. Bei bebauten Grundstücken war noch 2007 ein kräftiger Zuwachs von 59 Prozent zu verzeichnen, 2008 brachen die Umsätze ein: minus 57 Prozent. Insgesamt wurden 563 Wohnungen an Privatbesitzer für insgesamt 100 Millionen Euro verkauft, das ist ein Rückgang von zehn Prozent. Günstiger war privates Wohneigentum dadurch nicht zu haben. Bei den erstmals verkauften und errichteten Bauten stieg der durchschnittliche Gesamtkaufpreis um mehr als fünf Prozent auf 304 000 Euro. Allerdings wechselten nirgends sonst so viele Wohnungen den Besitzer: Allein in Potsdam wurden 44 Prozent aller Erstverkäufe in Brandenburg getätigt.

Insgesamt stellt die Wohnungswirtschaft der Landeshauptstadt eine gute Prognose aus, sie zählt in einem Verbandsrating zu den chancenreichsten Kreisen und kreisfreien Städten Deutschlands. Gründe seien der Bevölkerungszuwachs, aber auch die gute Infrastruktur, ein stabiler Immobilienmarkt sowie die Wirtschaftskraft. axf

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