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  • 21.09.2009

FDP fordert Geld für „Archiv“

Die Debatte um Jugendkultur in der Landeshauptstadt will nicht aufhören. Die Potsdamer Fraktion von FDP und Familienpartei hat am Wochenende die Verwaltung aufgefordert, das von „Archiv“-Kulturzentrum finanziell zu unterstützen. Der Erhalt solcher bewährten Einrichtungen, habe Vorrang vor neuen Projekten wie dem geplanten Jugendzentrum „Freiland“, dass in der Friedrich-Engels-Straße entstehen soll. „Wer weiter für die Realisierung von Freiland wirbt, weckt Hoffnungen, die später enttäuscht werden müssen“, so Brian Utting, Vize-Chef der Fraktion. „Freiland“ sei finanziell nicht darstellbar, so Utting. Das „Archiv“ ist wie berichtet von Schließung bedroht, weil es erhebliche Sicherheitsmängel gibt – für die Sanierung werden mindestens 375 000 Euro benötigt.

Dagegen warb Hans-Jürgen Scharfenberg von der Linken erneut für „Freiland“. Trotz des bestehenden Handlungsdrucks würden sich die SPD und ihre Kooperationspartner im Rathaus in der Rolle der „Verhinderer und Bedenkenträger“ gefallen. Vor allem den Sozialdemokraten warf Scharfenberg „Machtarroganz“ vor. Es gäbe den Beschluss, Ersatzräume für den S13-Jugendklub und den Spartacus zu schaffen, die im „Freiland“ entstehen sollen. Ebenso müsse auch das „Archiv“ gesichert werden, forderte Scharfenberg.

Am vergangenen Donnerstag hatte der Kulturausschuss gegen einen Antrag zur Umsetzung von „Freiland“ votiert – allerdings soll es auf Vorschlag der SPD nun einen neuen Arbeitskreis zu dem Thema geben. Am Donnerstag nun ist „Freiland“ Thema im Jugendhilfeausschuss. HK

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