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  • 11.04.2009

Weiter Streit um Charlottenstraße 28

Innenstadt - Der Streit um den Erbbaupachtvertrag für das alternative Hausprojekt Charlottenstraße 28 weitet sich aus. So hatte der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität Potsdam dem Trägerverein des Hauses, dem Neue Farben e.v., ein „zinsgünstiges“ Darlehen über 1500 Euro bis Ende September gewährt und war dafür von dem CDU-nahen Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) heftig kritisiert worden. Nun wehrt sich der AStA. „Das Darlehen ist haushaltsneutral und verursacht keine Kosten im eigentlichen Sinne“, heißt es in einer aktuellen AStA-Mitteilung.

Überdies geht das politisch als links geltende Gremium in dem Schreiben zum verbalen Gegenangriff über: Einzelne Gruppen an der Universität würden mit dem Vorwurf der „Vetternwirtschaft“ erneut einzelne Projekte diskreditieren, da ihnen „angeblich“ der studentische Bezug fehlen würde. In der Charlottenstraße 28 befinden sich das linksalternative Café Olga und der Buchladen Sputnik. „Dort sind unglaublich viele Studenten aktiv“, so AStA-Sprecher Tamas Blenessy.

Gleichwohl räumt der AStA ein, dass viele Anträge aus der alternativen Szene gestellt werden. „Diese Kreise sind eben sehr aktiv und sorgen für den Mix an Kultur, der Potsdam prägt“, so AStA-Chefin Claudia Fortunato. Das „Rechtskonservative“ solcherlei in Fragen stellen würden, sei ein „Angriff gegen Andersdenkende“.

In den vergangenen Tagen hatten CDU-Politiker angezweifelt, ob der Verein Neue Farben die im Gegenzug für den Pachtvertrag zugesicherte Sanierung der Charlottenstraße stemmen könne. Dies beantwortet der Verein nun mit einer Einladung: „Statt wild herumzuspekulieren sollte die CDU den Weg in die Charlottenstraße 28 finden und Antworten auf ihre Sorgen direkt vor Ort einholen.“ HK

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