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  • 12.07.2018
  • von Valerie Barsig

Studio schließt 2017 mit Verlust ab: 2019 als Hoffnungsjahr für Babelsberg

von Valerie Barsig

Babelsberg - Das Studio Babelsberg hat das Geschäftsjahr 2017 mit einem Verlust in Höhe von 0,6 Millionen Euro nach Steuern abgeschlossen. Der Gesamtumsatz sank gegenüber 2016 von 72,1 Millionen auf 45,5 Millionen Euro. Das teilte der Vorstand der Studio Babelsberg AG auf der Hauptversammlung am gestrigen Mittwoch mit. Grund dafür sei die geringere Auslastung der Studios. Auch der Verlust der Agenten-Serie „Berlin Station“ nach Budapest spiele eine Rolle. Das negative Ergebnis sei durch den Verkauf von zwei Grundstücken teilweise abgemildert worden.

Allerdings blicke man insbesondere wegen der Aufstockung des Deutschen Filmförderfonds (DFFF) auf 75 Millionen Euro positiv in die Zukunft. Das Studio werde von der erhöhten Förderung profitieren, weil es für viele internationale Produktionen in Frage komme, hieß es. Zwei internationale Koproduktionen sollen das Studio ab September voll auslasten.

Bei der Hauptversammlung stimmten die Aktionäre mit Mehrheit für den Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, eine Dividende in Höhe von vier Cent pro Aktie zu zahlen. 2016 war der Antrag noch abgelehnt worden. Das bewertet Michael Kunert von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger, der Kleinaktionäre von Studio Babelsberg vertritt, positiv. „Das ist ein gutes Zeichen“, so Kunert. Der Vorstand hätte klargemacht, dass auch in den nächsten Jahren mit der Dividende zu rechnen sei. Laut Kunert habe auch eine Dividendenklage, bei der man sich außergerichtlich geeinigt habe, zur Auszahlung beigetragen. 

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