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  • 11.07.2018
  • von René Garzke

Stadtentwicklung in Potsdam: 400 000 Euro für Masterplan Krampnitz

von René Garzke

Erster Platz: Die Grünanlage in der Mitte des neuen Wohn- und Sozialquartiers in Krampnitz wurde in Anspielung auf den New Yorker "Central Park" entworfen. Grafik: Machleidt Städtebau und Stadtplanung/Sinai Gesellschaft von Landschaftsarchitekten

Der Entwicklungsträger Potsdam hat ein Berliner Büro mit Entwicklung des neuen Stadtteils Krampnitz beauftragt. Geplant ist eine Parkanlage nach dem Vorbild des Central Park in New York.

Potsdam/Krampnitz - Der neue Potsdamer Stadtteil Krampnitz wird von einem Berliner Büro geplant. Das sagte eine Sprecherin des Entwicklungsträgers Potsdam auf PNN-Anfrage. Sie bestätigte damit einen Bericht der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“. Nach Angaben der Sprecherin hat die Machleidt GmbH Städtebau und Stadtplanung den Zuschlag erhalten, sie soll jetzt bis Ende Dezember einen Masterplan für den Stadtteil aufstellen. Dafür erhalten die Stadtteil-Architekten rund 400 000 Euro. Es ist ein Großprojekt: Perspektivisch sollen am ehemaligen Kasernenstandort Krampnitz bis zu 10 000 Menschen wohnen.

Das Büro Machleidt galt als aussichtsreicher Kandidat, seitdem es Ende März zum Sieger eines städtebaulichen Wettbewerbs gekürt worden war (PNN berichteten). Konkret sieht der Entwurf des Büros ein Quartier vor, das sich um einen großen Platz gruppiert, der die Dimensionen des ehemaligen Reiterhofs aufnimmt. Dieses in Anspielung auf das berühmte New Yorker Vorbild „Central Park“ genannte Areal hat eine Größe von 150 mal 500 Metern. Es soll die zentrale Grünfläche des künftigen Stadtteils werden. Dort sollen sich die Bewohner erholen und einander begegnen können.

Drei- bis fünfgeschossige Wohnhäuser am "Central Park"

Rings um diesen „Central Park“ sollen sich drei- bis fünfgeschossige Wohngebäude gruppieren – zum Teil als Reihenhaussiedlung für Bauherrengemeinschaften, zum Teil als um Innenhöfe angelegte Wohnblocks. Im westlichen Teil des Areals ist ein sogenanntes soziales Band mit einer Reihe von Einrichtungen geplant: ein Stadtteilzentrum mit Bürgerhaus, eine Stadtteilbibliothek, ein Jugendclub, eine Grund- und eine weiterführende Schule. Darüber hinaus soll es vier Kitas geben, Flächen für Einzelhandel, Gewerbe und Dienstleistungen, etwa ein Ärztehaus. Die Entwickler sprechen von einem „All-inclusive-Stadtteil“. Die Autos der neuen Bewohner sollen in mehreren sogenannten Quartiersgaragen unterkommen.

Die Stadt wertet die Entwicklung des neuen Stadtteils als eines der zentralen Projekte, um des Wachstums Potsdams Herr zu werden – auch wegen der Lage in der Nähe zu den Ortsteilen Fahrland und Groß Glienicke. Denn: Auch deren Bewohner sollen von dem neuen Viertel und seinen Einrichtungen profitieren. Unisono hatten Pro-Potsdam-Chef Bert Nicke und Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos) in der Vergangenheit betont: Krampnitz soll keine Schlafstadt, sondern ein lebendiges Quartier werden, in dem „alle Funktionen des öffentlichen Lebens“ erfüllt würden.

Der Entwicklungsträger bietet seit diesem Jahr kostenlose Führungen über das ehemalige Kasernengelände an. Sämtliche Termine bis Ende September sind bereits ausgebucht. 

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