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  • 14.06.2018
  • von Henri Kramer

Potsdam: Krampnitz-Forum: Kritik an Berlin-Fahrt

von Henri Kramer

Krampnitz - Für Irritationen hat bei der alternativen Fraktion Die Andere die Tagesordnung für das Krampnitz-Forum am heutigen Donnerstag gesorgt. Darin ist eine Tour zum sogenannten Euref-Campus in Berlin-Schöneberg geplant. Dort sollen die Stadtverordneten und Experten des Forums einen autonom fahrenden Bus testen und eine Ladestation für elektrisch betriebene Busse besichtigen. Eigentlich soll das Forum die Entwicklung des Stadtteils für bis zu 10 000 Einwohner vorbereiten und begleiten.

Dazu teilte die Fraktion gestern in einem Schreiben an Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos) mit, der Aufwand mit Hin- und Rückfahrt sei „übertrieben“: „Mit Blick auf den engen Zeitrahmen, den Sie für die Entscheidungsprozesse in Krampnitz angesetzt haben, ist es eine überflüssige und zeitraubende Veranstaltung.“ Dabei gebe es viel dringlichere Herausforderungen zu besprechen, etwa die Entwicklung der sozialen Infrastruktur oder die Schaffung von sozialverträglichem Wohnraum. Die Bauverwaltung verteidigte das Vorhaben auf PNN-Anfrage: „Ohne Frage müssen und werden wir die wichtigen Fragen zur Planung der sozialen Infrastruktur im neuen Stadtteil Krampnitz so schnell wie möglich angehen“, teilte Baudezernent Rubelt mit. Das ginge aber erst, nachdem feststehe, welcher städtebauliche Entwurf umgesetzt werde und der Masterplan für Krampnitz vorliege. Das sei ab Herbst der Fall, so Rubelt. „Dieser Zeitplan ist bei den vergangenen Sitzungen des Forums Krampnitz immer klar kommuniziert worden und sollte deshalb allen Teilnehmern bekannt sein.“ In der Zwischenzeit befasse sich das Forum mit Themen, die bei der Entwicklung des Stadtteils eine wesentliche Rolle spielen sollen – „zukunftsweisende Mobilitätskonzepte zum Beispiel“. 

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