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  • 17.05.2018
  • von Peer Straube

Nächstes Ja zur Schule in der Waldstadt : Kis kündigt weiteren Schulcampus an

von Peer Straube

Teltower Vorstadt/Waldstadt - Der Bau des umstrittenen Schulcampus in einem Waldstück in der Waldstadt II hat die nächste politische Hürde genommen. Nach dem Bildungs- und dem Bauausschuss hat auch der Hauptausschuss am Mittwochabend grünes Licht für das Projekt gegeben, das entgegen der ursprünglichen Planung nun auf zwölf statt auf sechs Hektar verwirklicht werden soll. Damit müssten zwar nicht weniger Bäume gefällt werden, durch den Bau auf einer größeren Fläche wirkt der Campus aber durchgrünter und aufgelockerter.

Wie berichtet soll in dem Waldstück am Bahnhof Rehbrücke, zum Teil im Landschaftsschutzgebiet, ein Komplex aus einer weiterführenden Schule für 900 Schüler, einer Förderschule für 300 Schüler, Sportplätzen, Hort und Kita entstehen. Gegen das Projekt läuft eine Bürgerinitiative Sturm, die zuletzt auch eine Online-Petition gestartet hatte, um den Wald an dieser Stelle zu erhalten. BI-Sprecherin Sabine Blossey erneuerte im Ausschuss ihre Kritik an dem Projekt. Man verlange eine transparente Suche nach Alternativstandorten, an der die Bürger beteiligt würden, sagte sie. Die Initiative schlug auch selbst einen vor, um zumindest die Sportplätze zu verlagern: Diese sollten stattdessen auf der sogenannten Kulturbodendeponie errichtet werden. Diesen Zahn zog jedoch umgehend Bernd Richter, Chef des Kommunalen Immobilienservice (Kis). Besagte Fläche – sie liegt in der Waldstadt I zwischen Stadtrandsiedlung, Wetzlarer Bahn und Nuthe – sei ohnehin für den Bau eines weiteren Schulcampus mit Grund- und weiterführender Schule nebst zwei Sportplätzen vorgesehen, sagte er. Allerdings müsse auch diese Fläche erst von der Stadt erworben werden, präzisierte Richter auf PNN-Anfrage. Auch dieses Projekt bewege sich „sicher im zweistelligen Millionenbereich“. Einen konkreten Zeitplan für das Projekt gebe es noch nicht, so Richter. „So bald wie möglich.“

Neuigkeiten verkündete der Kis-Chef auch für die geplante Schule am früheren Tramdepot in der Heinrich-Mann-Allee. Man habe eine Lösung gefunden, die den Bau der Einrichtung unabhängig von dem geplanten Grundstücksankauf mache, so Richter. Wie berichtet will die Stadt ein Grundstück nahe dem Humboldt-Gymnasium dafür erwerben. Gelungen sei das noch immer nicht, sagte Bildungsdezernentin Noosha Aubel (parteilos). Daher hatten die Linken beantragt, im Zweifel auf einen Teil der von der Pro Potsdam geplanten Wohnbebauung auf dem Areal zu verzichten, um die Schule dort zu bauen. Man habe nun eine Möglichkeit gefunden, die Schule zu bauen, ohne die Wohnbebauung zu reduzieren, so Richter. Dafür soll ein Grundstück vom Land gekauft werden, zudem würde der Hort auf eine andere Fläche verlagert. Bis zum Bau der Einrichtung soll übergangsweise ein Wohnbaufeld für eine Containerschule genutzt werden. Sie soll zum Schuljahr 2022/23 eröffnen – für maximal fünf Jahre. So lange dauert es nämlich noch bis zur Eröffnung der „richtigen“ Schule. 

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