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Verkehr

  • 25.04.2018
  • von Jana Haase

Kommentar über die Pläne für die Friedrich-Ebert-Straße: Autofreie Ebert-Straße: Ein Gewinn

von Jana Haase

Foto: A. Klaer

Fußgänger haben wenig Platz, für Radfahrer ist die Straße gefährlich, Autos und Trams kommen sich ins Gehege: Höchste Zeit, dass die Friedrich-Ebert-Straße in Potsdam autofrei wird, kommentiert PNN-Redakteurin Jana Haase.

Wer heute in der Friedrich-Ebert-Straße zwischen Nauener Tor und Charlottenstraße unterwegs ist, der ist schnell frustriert. Als Fußgänger ist es mitunter schwierig, die Fahrbahn zu überqueren, arglose Touristen wiederum werden angehupt, wenn sie das beliebte Foto vom Nauener Tor schießen wollen. Als Radfahrer muss man jederzeit mit kreuzenden Autos und sich öffnenden Autotüren rechnen. Und wie sich Autos und Trams ins Gehege kommen, ist unlängst wieder bei einem Unfall deutlich geworden. Die Entscheidung, den Abschnitt autofrei zu machen – mit Ausnahmen für den Liefer- und Personennahverkehr – ist nur zu begrüßen.

Sicher, Bedenkenträger gibt es immer, wenn irgendwo nicht alles beim Alten bleibt. Gut, dass die Stadt eine Werkstatt gestartet hat, in der Bürger ihre Fragen und Anregungen loswerden können. In der geklärt werden kann, wie etwa mit den Anliegen der Schwerbehinderten umgegangen wird. Eins ist klar: Potsdam hat durch eine Verkehrsberuhigung viel zu gewinnen – einen attraktiven Innenstadtraum, in dem man gern verweilt, der die Einkaufsmeile Brandenburger Straße und das Holländische Viertel verbindet, statt trennt, wo Platz ist für Leben. Davon werden am Ende insbesondere auch Anwohner und Geschäftstreibende profitieren.

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Bericht: Flaniermeile oder Boulevard? Was für die Friedrich-Ebert-Straße in Potsdam geplant ist.

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