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  • 08.03.2018
  • von Valerie Barsig

Forschungsreaktor: Fehlalarm im Forschungsreaktor in Wannsee

von Valerie Barsig

Das Helmholtzzentrum Berlin. Foto: Sebastian Tanke/dpa

Am Mittwochabend hat es im Helmholtz-Reaktor einen Fehlalarm gegeben.

Potsdam - Laut einer E-Mail aus dem Helmholtz-ZentrumBerlin (HZB), die den PNN vorliegt, soll es "zu einer Fehlauslösung des Reaktoralarms" am Experimentierreaktor BER II gekommen sein. Ursache soll eine technische Störung an einem Druckknopfmelder gewesen sein. Auf dem Gelände des Helmholtz-Zentrums in Berlin-Zehlendorf steht der sogenannte Wannsee-Reaktor, der Neutronen für wissenschaftliche Untersuchungen liefert und nicht mit einem Atomkraftwerk zu vergleichen ist.

 

Noch in der Nacht habe ein Servicetechniker den defekten Druckknopfmelder ausgetauscht. Ein einminütiger zweimal unterbrochender Heulton habe den Fehlalarm angezeigt. Schließlich wurde per Lautsprecherdurchsage entwarnt.

 

Der BER II war in der Zeit des Fehlalarms im Normalbetrieb, heißt es weiter in der Mail. "Die Bedienungsmannschaft des BER II hat vorschriftsgemäß die Alarmierungskette abgearbeitet und alle zuständigen Personen des HZB sowie die Aufsichtsbehörde informiert." Der Leiter des Reaktorbetriebs habe sich sofort zum Reaktor begeben und sich vom störungsfreien Betrieb überzeugt.

 

Bei einem Reaktorunfall wäre auch Potsdam betroffen. Der Notfallplan sieht vor, dass etwa Anwohner in Babelsberg zeitweise ihre Häuser nicht verlassen sollten.

 

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