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  • 09.02.2018
  • von Birte Förster

Schulen in Potsdam: Bürgerversammlung zu Plänen in Waldstadt II: Stadt will Schulcampus vorstellen

von Birte Förster

Waldstadt - Über die Planungen für den Neubau des großen Schul- und Sportcampus in Waldstadt II will die Stadtverwaltung im April bei einer Bürgerversammlung informieren. Das teilte das Rathaus am gestrigen Donnerstag mit. Zeitpunkt und Ort stehen noch nicht fest und sollen im März bekannt gegeben werden.

Wie berichtet soll unweit vom Bahnhof Potsdam-Rehbrücke ein Großkomplex für 1400 Kinder und Jugendliche entstehen – inklusive einer sechszügigen Gesamtschule, einer Förderschule, einem Hort, einer Kita und zwei Sportplätzen, die auch an Wochenenden und Abenden genutzt werden können. Die Stadtverordneten hatten im vergangenen Jahr beschlossen, einen Bebauungsplan für das etwa sieben Hektar große Areal zwischen Bahndamm und der Wohnbebauung Caputher Heuweg aufzustellen. Auch der Flächennutzungsplan muss geändert werden.

Durch die Abholzung eines Waldes und den Bau eines Großkomplexes wird sich die Waldstadt stark verändern

Die Planungsgrundlagen und städtebaulichen Lösungsvorschläge will die Stadt im April vorstellen. Da das fragliche Areal teilweise im Landschaftsschutzgebiet „Potsdamer Wald- und Havelseengebiet“ liegt, besteht das städtebauliche Ziel laut Stadt darin, die Eingriffe in das Landschaftsschutzgebiet und in den Waldbestand so gering wie möglich zu halten. Eine Bürgerinitiative hatte gegen die Pläne protestiert, da sich durch die Abholzung eines Waldes und den Bau eines Großkomplexes die Waldstadt stark verändern werde.

Potsdam muss in den kommenden 15 Jahren etwa ein Dutzend neue Schulgebäude errichten und Schulen eröffnen. Im aktuellen Wirtschaftsplan des Kommunalen Immobilienservice (Kis) stehen allein für die nächsten vier Jahre 173 Millionen Euro für den Ausbau und Neubau von Schulen und Sportstätten zur Verfügung. Der Standort in der Waldstadt ist Bestandteil des Schulentwicklungsplanes. Der Waldstadt-Campus soll im Jahr 2022 eröffnen.

Aufgrund der neuen Bevölkerungsprognose für die Landeshauptstadt müssen bis zum Jahr 2035 zusätzlich weitere fünf Schulstandorte gefunden und Schulen gebaut werden. Die neueste Bevölkerungsprognose der Landeshauptstadt zeigt, dass die Stadt bis 2030 von aktuell etwa 22140 Schülern bis auf etwa 26 700 wachsen wird, bis 2035 wird mit 30 000 Schülern gerechnet. 

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