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Barberini

  • 20.01.2018
  • von Heidi Jäger

Barberini in Potsdam: Glückwunsch, Barberini!

von Heidi Jäger

Foto: R. Budweth

Heute vor einem Jahr wurde das Museum Baberini in Potsdam eröffnet. Ein guter Zeitpunkt, um zu fragen: Wie schauen Kunstkenner aus Potsdam, Deutschland und der Welt auf den neuen Player am Alten Markt?

Für Potsdam war die Eröffnung des Museums Barberini vor einem Jahr eine Zäsur. Mit dem neuen Museum am Alten Markt hat die Stadt ein vibrierendes Zentrum erhalten, das seit dem ersten Tag Besucher aus nah und fern anzieht. Was haben Potsdams Kunstschaffende dem Museum zum ersten Geburtstag zu sagen?

Jutta Götzmann, Direktorin des Potsdam Museums

Was wünschen Sie dem Museum Barberini?

Das Barberini hat sich als hervorragende Kulturinstitution in Potsdam etabliert. Ich wünsche dem Museum, dass es seinen Leuchtturmcharakter beibehält und internationalem Publikum den Weg nach Potsdam weisen kann.

Was wünschen Sie sich vom Barberini?

Als Nachbar am Kulturstandort Alter Markt wünsche ich mir weiterhin einen kollegialen Austausch, der die interkulturelle Bedeutung Potsdams widerspiegelt. Die ersten beiden Veranstaltungskooperationen zu den Künstlern Harald Metzkes und Fritz Ascher haben gezeigt, wie großartig sich Potsdamer und Brandenburger Positionen im internationalen Kontext präsentieren können.

Andreas Hüneke, Vorsitzender des Potsdamer Kunstvereins

Was wünschen Sie dem Museum Barberini?

Ich wünsche dem Barberini weitere so großartige Erwerbungen wie das Gemälde „Raumdurchblick“ von Stefan Plenkers in der Ausstellung „Hinter der Maske“, durch die sich die DDR-Sammlung der nötigen Vielfalt annähern kann.

Was wünschen Sie sich vom Barberini?

Ansonsten könnte ich mir im Foyer eine Tafel oder einen Aufsteller vorstellen mit Informationen zu Kunstausstellungen anderer Veranstalter in Potsdam.

Ursula von Keitz, Direktorin des Filmmuseums Potsdam

Was wünschen Sie dem Museum Barberini?

Ich wünsche dem Museum Barberini weiterhin viel Erfolg für seine spannenden Ausstellungen und Projekte.

Was wünschen Sie sich vom Barberini?

Eine zukünftig gegebenenfalls noch engere Zusammenarbeit an der Schnittstelle von Kunstgeschichte, Projektionskultur und Film.

Alexander Hollensteiner, Geschäftsführer Kammerakademie Potsdam

Was wünschen Sie dem Barberini?

Die Kammerakademie Potsdam wünscht dem Museum Barberini weiterhin so zahlreiche Besucher und herausragende Ausstellungen, die weit über Potsdams Grenzen hinausstrahlen.

Was wünschen Sie sich vom Barberini?

Wir freuen uns auf viele weitere musikalisch-künstlerische Begegnungen mit Musikern der KAP und den Kunstwerken bei unserer gemeinsamen Gesprächskonzert-Reihe „KlangFarben“.

Gerrit Gohlke, Künstlerischer Leiter des Brandenburgischen Kunstvereins

Was wünschen Sie dem Barberini?

Den Mut, den Museen heute brauchen, um sich Kontroversen zu stellen und Debatten in die Gesellschaft zu tragen.

Was wünschen Sie sich vom Barberini?

Wir alle in Potsdam müssen unsere Kultureinrichtungen gemeinsam noch weiter für Menschen öffnen, die sonst nicht in Museen und Kunstvereine kommen. Kunst spielt sich nur zu einem kleinen Teil im Ausstellungsraum ab. Der größere Teil ereignet sich draußen – in den Köpfen, Schulen und der gesamten Gesellschaft. Kunst ist ein wirksames Medikament gegen bequeme Vorurteile und populistische Homogenität. Darum muss sie überall sichtbar werden.

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