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  • 12.01.2018
  • von Peer Straube

Bevölkerungsprognose korrigiert: Potsdam im Jahr 2035: Rathaus rechnet mit mehr als 220 000 Einwohnern

von Peer Straube

Die Stadt hat ihre Bevölkerungsprognose für Potsdam erneut korrigiert. Foto: S. Gabsch

Das Rathaus korrigiert seine Bevölkerungsprognose für Potsdam: Laut Statistikchef Reiner Pokorny knackt die Stadt die 200 000-Einwohner-Marke voraussichtlich bereits im Jahr 2027.

Potsdams Einwohnerzahl wird weitaus stärker wachsen als bislang angenommen. Nach der neuesten Bevölkerungsprognose werden im Jahr 2035 etwas mehr als 220 000 Menschen in Brandenburgs Landeshauptstadt leben, fast 45 000 mehr als heute. Die Zahlen gab Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) am Freitag bekannt. Bereits im Jahr 2027 werde Potsdam voraussichtlich die Marke von 200 000 Einwohnern knacken, sagte Statistikchef Reiner Pokorny. Bei der letzten Prognose war man im Rathaus noch davon ausgegangen, dass diese Schwelle frühestens nach 2030 überschritten wird. Auf den aktuellen Doppelhaushalt 2018/19 habe die neueste Prognose wohl noch keine Auswirkungen, sagte Finanzdezernent Burkhard Exner (SPD).

Allerdings werde man die mittelfristige Investitionsplanung des Kommunalen Immobilien Service wahrscheinlich anpassen müssen. Um wie viel Geld es dabei geht, sei aber noch unklar. Fest stehe aber, dass eine neue Schulentwicklungs- und Kitaplanung erarbeitet werden müsse, so Exner. Beim Bau von Schulen und Kitas hinkt die Stadt trotz neuer Millioneninvestitionen regelmäßig der Bevölkerungsentwicklung hinterher. Wachsen werde Potsdam vor allem im Norden, so Jakobs. Er schloss nicht aus, dass dabei auch die Planungen für den neuen Stadtteil Krampnitz noch einmal nach oben korrigiert werden. Bislang geht man im Rathaus perspektivisch von 7000 Anwohnern auf dem ehemaligen Kasernengelände aus. Weitere Potenziale gebe es in Marquardt und Fahrland. 

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