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  • 02.01.2018

Alte Weihnachtsbäume: Ausgedient und verwertet

Foto: Daniel Naupold/dpa

Wie lassen sich die ausgedienten Weihnachtsbäume in Potsdam entsorgen? Besitzer haben da mehrere Möglichkeiten.

Potsdam - Raus mit dem Baum – ob nun protestantisch traditionell nach dem Dreikönigstag am 6. Januar, im Rahmen des skandinavischen Knut-Fests oder aus pragmatischen Gründen, weil die Nadeln abfallen. Die Stadtentsorgung Potsdam (Step) bereitet sich – wie alle Jahre zuvor – auf Unmengen ausgedienter Weihnachtsbäume vor.

Rund 100 Tonnen an Tannen, Kiefern und anderen Nadelbäumen transportiert die Step in den ersten Wochen des neuen Jahres ab (Termine siehe Kasten). Für eine unkomplizierte Entsorgung sollte der Baum komplett vom Weihnachtsschmuck befreit sein, so Step-Pressesprecher Stefan Klotz. Ferner sollten die Bäume ab 18 Uhr des Vortages bis 6 Uhr am Abholtag möglichst gesammelt in Fahrbahnnähe aufgeschichtet werden, so die Empfehlung. Die ausgedienten Weihnachtsbäume gehören nicht zum Restabfall, die Step lässt die Bäume in einer Holzrecyclinganlage weiterverwerten, so Klotz. Wer die Termine verpasst, kann den Baum auch bei den Recyclinghöfen oder Annahmestellen für Grünschnitt selbst abgeben.

Gehäckselt oder geschreddert können Bäume auch auf dem Kompost oder über die Biotonne entsorgt werden

Neben dem organisierten Abtransport durch die Stadtentsorgung können Weihnachtsbäume auch in privaten Gärten verwertet werden. Gehäckselt oder geschreddert können sie sowohl auf den Kompost geworfen oder sogar in der Biotonne entsorgt werden. Einzig das Verbrennen ist generell verboten, sagte Stadtsprecher Jan Brunzlow. Eine Ausnahme bilden die organisierten Traditions- und Brauchtumsfeuer. So lädt die Freiwillige Feuerwehr Satzkorn am 6. Januar um 17 Uhr zur Weihnachtsbaumverbrennung auf die Festwiese im Ortsteil, in Bornim findet eine ähnliche Aktion am 13. Januar ab 16 Uhr hinter dem Gerätehaus der Freiwilligen Feuerbekämpfer statt. Und der SC Potsdam lädt am 7. Januar zum bereits traditionellen Knutfest auf den Marktplatz im Kirchsteigfeld.

Den ehemaligen Weihnachtsbaum im Wald zu entsorgen, ist vielleicht eine naheliegende, aber die schlechteste Lösung. „Dort würde er zwar verdorren, sich aber nur langsam zersetzen“, erklärt Joachim Wuttke vom Bundesumweltamt. Solch eine Baum-Entsorgung in der Natur zählt tatsächlich als unerlaubt entsorgter Abfall. Die illegale Entsorgung kann deshalb auch teuer werden: „Die zuständigen Behörden haben dafür sogar Bußgelder festgelegt“, so Wuttke. Sie liegen meist zwischen fünf und 100 Euro pro Baum. (mit dpa)


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Abholtermine

Berliner Vorstadt, Jägervorstadt, Klein-Glienicke, Nauener Vorstadt und Zentrum Ost: Dienstag, 2. und 16. Januar

Groß Glienicke, Marquardt und Neu Fahrland: Mittwoch, 3. und 17. Januar

Kirchsteigfeld, Babelsberg (östlich der Bahnstrecke Drewitz) und Musikerviertel: Donnerstag, 4. und 18. Januar

Bornim, Bornstedt, Eiche, Golm und Nedlitz: Freitag, 5. und 19. Januar

Stadtzentrum, Potsdam-West, Kiewitt, Brandenburger Vorstadt: Montag, 8. und 22. Januar

Fahrland, Paaren, Uetz, Satzkorn: Dienstag, 9. und, 23. Januar

Sacrow, Krampnitz, Kartzow und Babelsberg (nördlich der Rudolf-Breitscheid- Straße): Mittwoch, 10. Januar und 24. Januar

Grube, Nattwerder, Schlänitzsee und Babelsberg (südlich der Rudolf-Breitscheid-Straße): Donnerstag, 11. und 25. Januar

Am Stern und Drewitz: Freitag, 12. und 26. Januar

Waldstadt, Schlaatz, Teltower Vorstadt, Templiner Vorstadt und Hermannswerder: Montag 15. und 29. Januar

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