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  • 23.11.2017
  • von Henri Kramer

Vereine: Millionen für Potsdams Sportstätten

von Henri Kramer

Am Kuhforter Damm in Golm spielt die SG Grün-Weiß Golm. Dort soll ein neuer Kunstrasenplatz entstehen. Foto: Sebastian Gabsch

Die Stadt will Plätze und Turnhallen sanieren. Förderungen gibt es dafür nicht. Potsdam müsste Kredite aufnehmen.

Die Stadt will in den kommenden Jahren mehrere Turnhallen und Sportplätze sanieren lassen. Dazu sind im Haushalt bereits Millionensummen eingeplant. Das geht aus einer Antwort des Sportdezernats auf Anfrage des CDU/ANW-Fraktionschefs Matthias Finken hervor. Damit könnten mittelfristig bestehende Defizite bei Potsdamer Sportstätten abgebaut werden, heißt es in der Antwort.

Konkret sollen bis 2020 rund 900.000 Euro für den Sportplatz Templiner Straße fließen – und bis 2019 sogar eine Million Euro für einen Sportplatz im Stadtteil Schlaatz. Für Beleuchtungsanlagen auf diversen weiteren Sportanlagen stünden laut dem Papier rund 270 000 Euro zur Verfügung. Alle Maßnahmen stünden unter dem Vorbehalt von Beschlüssen der Stadtverordneten und der Genehmigung durch die Kommunalaufsicht, da auch Kredite zur Finanzierung vorgesehen seien.

Situtation in Potsdam kritisch

Zudem seien im Wirtschaftsplan des Kommunalen Immobilienservice (Kis) weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Sportstätten-Situation vorgesehen, die in den vergangenen Jahren immer wieder kritisiert worden ist. Aufgelistet wird etwa der bis 2019 geplante und bei Anwohnern umstrittene Neubau eines Sportplatzes am Lerchensteig für 1,87 Millionen Euro oder die bis 2021 vorgesehene Sanierung der Turnhalle in der Straße Zum Kahleberg für zwei Millionen Euro.

Im gleichen Jahr soll die Sanierung der Rundlaufbahn am Sportplatz Kirchsteigfeld für 400.000 Euro in Angriff genommen werden. Bereits für 2019 ist der Neubau eines Kunstrasenplatzes am Kuhforter Damm in Golm für 250.000 Euro geplant. Dann soll auch der Kunststoffbelag des Sportplatzes an der Kirschallee erfolgen.

Sanierung von Babelsberger Vereinsheims wird geprüft

All diese Maßnahmen muss die Stadt aus eigener Tasche zahlen, heißt es in dem Papier: Es seien aktuell keine entsprechenden Förderprogramme für Kommunen bekannt. Keine Termine werden für die nötigen Sanierungen der Preußenhalle und einer alten Turnhalle in Groß Glienicke genannt, diese Projekte würden insgesamt knapp 4,5 Millionen kosten. Die zuletzt von den Linken erneut geforderte Sanierung des Vereinsheims von Fortuna Babelsberg in der Newton Straße würde demnach 327.000 Euro kosten – der Bildungsausschuss beschloss am Dienstagabend, die Maßnahme zumindest zu prüfen. 

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