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  • 10.11.2017
  • von Henri Kramer

Potsdam: Weitgehende Ideen zur Zukunft des Seesportclubs

von Henri Kramer

Foto: Ralf Hirschberger/dpa

Die Grünen haben eine Idee, wie es mit dem Seesportklub nach dem geplanten Grunstücklstausch zwischen Stadt und Schlösserstiftung weiter gehen könnte. Allerdings dürfte fraglich sein, was der Verein davon hält.

Babelsberg - Nächster Vorstoß im Ringen um die Zukunft des Seesportclubs am Tiefen See: Die Grünen schlagen nun mit einem Antrag für das Stadtparlament vor, dass sich der Verein samt seiner Jugendarbeit von seinem angestammten Gelände trennen soll, um an einen kommunalen Standort am Zentrum-Ost südwestlich der Humboldtbrücke unterzukommen. „Vorausgesetzt, die dort ansässigen Vereine wären zur Kooperation bereit“, schränkte Saskia Hüneke, baupolitische Sprecherin der Grünen, aber ein. Allerdings könnte sich der alternative Standort mit dem neuen Partner auch langfristig sichern lassen, so ihre Hoffnung.

Der Konflikt zwischen der Schlösserstiftung, der Potsdamer Stadtverwaltung und dem Verein muss bis Ende des Jahres gelöst sein, weil dann ein Pachtvertrag der Stiftung für den Club ersatzlos endet. Eine Standortsuche der Stadt für den Verein war bisher erfolglos geblieben. Die Grünen und Hüneke drängen zugleich auf einen auch von der Stiftung gewollten Flächentausch zwischen Clubgelände und dem benachbarten Strandbad Babelsberg. Die dafür nötigen Kosten von rund 1,6 Millionen Euro hatte die Stadtverwaltung zuletzt aber als finanziell nicht darstellbar bezeichnet. Dagegen sagte Hüneke, eine Investition „für eine so wichtige Freizeitnutzung“ sei angemessen. Mit dem Vorstoß könnte man allen Interessenlagen gerecht werden, so Hüneke. Zwei andere Vorstöße von SPD und Linken zu dem Thema würden dagegen nur den Status quo fortschreiben, statt die realen Probleme vor Ort zu lösen. 

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