21.11.2017, 4°C
  • 09.11.2017
  • von Henri Kramer

Müllentsorgung in Potsdam: Die Müllabfuhr in Potsdam wird teurer

von Henri Kramer

Foto: A. Klaer

Die Müllgebühr soll in Potsdam schon im nächsten Jahr um 11,6 Prozent steigen. Das Rathaus begründet die Preissteigerung vor allem mit den rasant wachsenden Einwohnerzahlen.

Potsdam  - Im nächsten Jahr müssen die Potsdamer mehr Geld für die Müllentsorgung zahlen. Unter anderem steigt die Grundgebühr für Haushalte von 25,08 Euro auf 27,99 Euro pro Person und Jahr – ein Plus von 11,6 Prozent. Diesem Plan aus dem zuständigen Ordnungsamt haben die Stadtverordneten am Mittwoch zugestimmt. Demnach erhöht sich auch die sogenannte Leistungsgebühr für Restabfall um acht bis zehn Prozent. Das Rathaus hatte die Preissteigerungen vor allem mit zusätzlichen Kosten für die Müllabfuhr im Zusammenhang mit den rasant wachsenden Einwohnerzahlen begründet. Der Mieterverein hatte die Erhöhung als nicht vermittelbar kritisiert. Die Gebühren in Potsdam seien im Vergleich schon hoch.

In der Sitzung scheiterte die Linke mit einem Antrag, für alle Gebührenpflichtigen nur die real erfolgten Müllabfuhren zu Grunde zu legen – und entsprechende Abschläge zu gewähren, wenn Tonnen gar nicht regelmäßig geleert werden müssen. Unter anderem hatte Ordnungsdezernent Mike Schubert gewarnt, man dürfe – gerade aus finanziellen Gründen – nicht einfach „im Galopp“ ein System umwerfen. Allerdings werde an so einer für 2020 vorgesehenen Umstellung gearbeitet. Entsprechend wurde ein SPD-Appell verabschiedet, dass in Potsdam mittelfristig die Gebühr für Rest- und für Bioabfall nach der tatsächlich erfolgten Zahl der Müllabfuhren abgerechnet werden soll. 

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