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  • 12.10.2017

Polizei ermittelt nach Schändung von Laubhütte

Geschändet. Die Laubhütte in der Yorckstraße wurde als Klo missbraucht. Foto: Klaer

Innenstadt - Die Polizei ermittelt nach der Schändung der Laubhütte der Gesetzestreuen Jüdischen Landesgemeinde. Eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs und Beleidigung laufe, bestätigte ein Polizeisprecher. Geprüft werden solle auch, ob die Tat einen politischen Hintergrund hat: „Momentan haben wir keine konkreten Hinweise darauf.“

Wie berichtet hatten Unbekannte die temporär errichtete Laubhütte in der Yorckstraße als Toilette missbraucht. Gemeindemitglieder hatten Kot und ein benutztes Taschentuch gefunden und daraufhin die Polizei eingeschaltet. Gemeindevorstand Schimon Nebrat sprach gegenüber den PNN von einem „klar antisemitischen Angriff“: „Die Hütte ist entweiht und geschändet.“ Derartige Angriffe habe es in den gut 20 Jahren, in denen die Gemeinde in Potsdam aktiv ist, noch nie gegeben. In der Laubhütte kommen die Gemeindemitglieder während des mehrtägigen Laubhüttenfestes zusammen, um zu beten und zu essen. Die Mitglieder müssten nun auf zwei andere Laubhütten in Potsdam ausweichen.

Die Grünen-Landtagsabgeordnete Marie Luise von Halem verurteilte den Vorfall scharf: „Dass Orte jüdischen Lebens in Brandenburg immer wieder entehrt werden, ist ein Schande für uns alle.“ Alle seien gefordert, sich „gegen jede Form antisemitischen Denkens und Handelns einzusetzen“. jaha

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