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Wohnen in Potsdam

  • 30.09.2017
  • von Henri Kramer und Sandra Calvez

Wohnen in Potsdam: Wohnung einfacher tauschen

von Henri Kramer und Sandra Calvez

Ist die eigene Wohnung zu groß geworden, könnte ein Wohnungstausch infrage kommen. Foto: Dieter Assmann/dpa

Die Pro Potsdam hat ein neues Programm vorgestellt, das Senioren günstigere Wohnungen vermitteln soll. Ab dem kommenden Jahr soll es eine Wohntauschzentrale geben.

Potsdam - Günstigere Wohnungen für Senioren: Das ist eines der Ziele des Wohnungstauschprogramms der Pro Potsdam. Der Ansatz besteht darin, dass Bestandsmieter einer großen Wohnung beispielsweise nach dem Auszug der eigenen Kinder in eine kleinere Wohnung der kommunalen Bauholding wechseln können. Das erklärte der Geschäftsführer der Pro Potsdam, Jörn-Michael Westphal, am Mittwoch im Hauptausschuss. In der neuen Wohnung bezahlen die Bewohner eine Miete, die zehn Prozent unter dem normalerweise fälligen Quadratmeterpreis liegt. Bisher haben 140 Potsdamer das Programm genutzt und in eine kleinere und vergünstigte Wohnung gewechselt.

Die Initiative stieß im Hauptausschuss auf ein positives Echo. Zu Diskussionen führte nur die Frage, ob die Vergünstigung um zehn Prozent ausreicht, um das Programm für Mieter attraktiv zu gestalten. Wolfhard Kirsch vom Bürgerbündnis betonte, er habe bereits den Vorschlag gemacht, dass die neue Miete sich an der früheren Miete orientieren oder es eine Deckelung geben sollte. „Grundsätzlich gilt aber: Über günstigere Wohnungen für Ältere freue ich mich“, sagte Kirsch. Westphal erklärte, es gebe zusätzliche Anreize wie beispielsweise eine anteilige Übernahme der Umzugskosten.

Kurz darauf stellte Gregor Jekel, Bereichsleiter Wohnen in der Landeshauptstadt, die Pläne für eine Wohntauschzentrale in Potsdam vor. Dort soll ab dem kommenden Jahr Menschen geholfen werden, wenn sie eine andere Wohnung haben möchten. Dafür werden von der Stadt insgesamt 100 000 Euro pro Jahr geplant. 

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