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  • 13.09.2017
  • von Henri Kramer

Schule in Potsdam: Weniger Stundenausfall an Schulen

von Henri Kramer

Durchschnittlich fallen an Potsdams Schulen 1,8 Prozent aller Unterrichtsstunden aus. Foto: Caroline Seidel/dpa

Die Zahl der ausgefallenen Unterrichtsstunden an Potsdamer Schulen ist leicht gesunken. Damit liegt die Stadt unter dem Landesschnitt.

Potsdam - An den mehr als 45 Potsdamer Schulen ist der Anteil der ersatzlos ausgefallenen Unterrichtsstunden leicht gesunken. Im vergangenen Schulhalbjahr fielen 1,8 Prozent aller Schulstunden ersatzlos aus. In der ersten Hälfte des Schuljahres 2016/2017 hatte die Quote noch bei zwei Prozent gelegen. Das teilte ein Sprecher des Bildungsministeriums den PNN auf Anfrage mit.

Gleichwohl lag die Ausfallquote in Potsdam im gesamten Schuljahr 2015/2016 etwas niedriger, im Schnitt zwischen 1,6 und 1,9 Prozent. Insgesamt liege der ersatzlose Ausfall von Stunden weiterhin auf einem „sehr niedrigem Niveau“, so ein Ministeriumssprecher. Nach wie vor seien Krankheiten von Lehrkräften der Hauptgrund für Vertretung oder Ausfall von Unterricht. Im Landesschnitt seien zuletzt 2,1 Prozent der Stunden ersatzlos ausgefallen, ein leichten Plus von 0,1 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Für jede zehnte Unterrichtsstunde muss ein Ersatzlehrer her

Etwas gestiegen ist dagegen laut der Statistik des Ministeriums im vergangenen Schulhalbjahr der durchschnittliche Vertretungsbedarf an den Potsdamer Einrichtungen – und zwar auf 10,4 Prozent. In der ersten Hälfte des Schuljahres 2016/2017 hatte diese Quote bei 9,7 Prozent gelegen, im Schuljahr 2015/2016 im Schnitt bei 10,25 Prozent. Zum Vergleich: Die Landesquote lag 2015/2016 bei 10,5 Prozent und zuletzt bei 11,6 Prozent. Das heißt, für etwa jede zehnte Unterrichtsstunde musste ein Ersatzlehrer gefunden werden.

Für einzelne Schulen machte der Sprecher keine detaillierten Angaben. Vor einem halben Jahr hatten etwa einzelne Schulen im Potsdamer Süden zum Teil Ausfallquoten von etwas mehr als fünf Prozent der Stunden gemeldet. Landesweit war der Versorgungsbedarf zuletzt auch gewachsen, weil zu qualifizierende Seiteneinsteiger neben dem Unterricht auch Fortbildungsangebote nutzen mussten. Zudem zeigen die reinen Zahlen nicht das gesamte Bild: Schon länger kritisieren zum Beispiel Elternvertreter oder auch der Deutsche Philologenverband, dass zum Beispiel auch in Brandenburg – wie in anderen Bundesländern – nicht extra ausgewiesen wird, wenn in einer Vertretungsstunde nur Aufgaben erteilt werden, die Schüler dann lösen müssen. Dauerhafter Stundenausfall führe zu Leistungsabfall, warnen Experten. 

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