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  • 12.09.2017
  • von Anne-Kathrin Fischer
Update

37-Jähriger schwer verletzt: Mercedesfahrer überschlägt sich nach Verfolgungsjagd

von Anne-Kathrin Fischer

Bei einer Verfolgungsjagd ist in Nuthetal ein 37-Jähriger verunglückt. Foto: Patrick Pleul/dpa

37-Jähriger rast mit seinem Wagen mit bis zu 160 Stundenkilometern vor Polizeikontrolle in Babelsberg davon. Am Bahnübergang Rehbrücke endet die Fahrt - mit einem Unfall.

Potsdam/Nuthetal - Ein 37-Jähriger hat sich in der Nacht zu Dienstag eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert, an deren Ende sich sein Wagen am Bahnhofsübergang in Nuthetal überschlug. Der Fahrer wurde schwer verletzt und liegt jetzt im Krankenhaus.

Zuvor war der Mann der Polizei in der Großbeerenstraße in Babelsberg aufgefallen, weil er mit seinem Mercedes Schlangenlinien fuhr. Als die Beamten ihn zwecks einer Verkehrskontrolle überprüfen wollten, erhöhte er das Tempo rasant und versuchte, die Polizei abzuhängen. Polizei und Fahrer lieferten sich eine gut fünf Kilometer lange Verfolgungsjagd mit teilweise mehr als 160 Stundenkilometern. Gegen ein Uhr nachts kam der Flüchtige dann in der Arthur-Scheunert-Allee kurz vor dem Bahnübergang mit seinem Wagen von der Straße ab und überschlug sich.

Auto landet auf dem Dach

Das Auto prallte gegen ein Geländer, flog über die Bahngleise und landete auf dem Dach. Der Wagen fing Feuer, das jedoch schnell von der Polizei gelöscht werden konnte.
Der 37 Jahre alte Fahrer wurde bei dem Unfall schwer, aber nicht lebensbedrohlich verletzt. Da Fahrzeugteile auch auf den Gleisen lagen, musste der Bahnverkehr zunächst eingestellt werden. Momentan wird am Bahnübergang Potsdam/Bergholz-Rehbrücke der Verkehr gesondert geregelt, da die Signalanlage nicht mehr funktioniert.

Medienberichte, wonach der Mann unter anderem wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz gesucht werde, wollte eine Sprecherin der Polizeidirektion West den PNN nicht bestätigen. Außerdem hatte der 37-Jährige keinen gültigen Führerschein und war alkoholisiert.

Derzeit wird der Bahnübergang noch manuell geregelt. Wie Gisbert Gahler, Kommunikationsbeauftragter bei der Deutschen Bahn den PNN mitteilte, ist aufgrund der Störung der Signalanlage noch bis Dienstagabend 22 Uhr mit Störungen im Nah-, Fern- und Güterverkehr zu rechnen.

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