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  • 10.08.2017
  • von Alexander Fröhlich

Kommentar über den Kompromiss für das Rechenzentrum: Rechenzentrum und Garnisonkirche: Versöhnung

von Alexander Fröhlich

Bis 2023 soll das Rechenzentrum noch stehen bleiben. Foto: A. Klaer

Ein Städtebau-Verfahren an der Plantage mit neuem Kreativhaus wäre ein Signal an die Stadtgesellschaft. Auch an die FH-Abriss-Gegner im Streit um die Mitte, meint PNN-Autor Alexander Fröhlich in seinem Kommentar.

Mehr als ein Jahr vor Amtsende schlägt Oberbürgermeister Jann Jakobs bei einem Kernstreitthema Pflöcke für die Zukunft ein. Was Kritikern als Verstoß gegen Beschlüsse der Stadtverordneten – kein Staatsgeld für den Wiederaufbau – gilt, ist eine Wegmarke für eine weitsichtige Lösung.

Es war Jakobs, der das Haus der Kreativen überhaupt ermöglichte. Nun will er den Erhalt des Rechenzentrums an einem neuen Standort, in direkter Nachbarschaft. Eine Rettung des Rechenzentrums? Zu teuer. Das weiß auch die Betreiber-Stiftung SPI. Und es wäre ein Vertragsbruch mit der Garnisonkirchen-Stiftung.

Ausgerechnet die setzt selbst Zeichen: für eine Potsdam-Versöhnung. Die Mehrkosten für den Bau des Kirchturms als Bruch mit Stadtbeschlüssen zu werten, ist naiv. Die Kosten entstehen auf der Kirchturmbaustelle durch den Fortbestand des Rechenzentrums bis 2023. Ein Städtebau-Verfahren an der Plantage mit neuem Kreativhaus wäre ein Signal an die Stadtgesellschaft. Auch an die FH-Abriss-Gegner im Streit um die Mitte. Mit dem, was politisch und rechtlich möglich ist. Das ist nicht wenig.

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Bericht: Weshalb der Erhalt des Rechenzentrums die Kosten für den Bau des Garnisonkirchturms in die Höhe treibt.

Bericht: Eine überraschende Annäherung zeichnet sich ab: Die Kreativen im Rechenzentrum könnten künftig eine Bleibe im Langen Stall oder sogar in der Garnisonkirche finden.

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