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  • 08.08.2017
  • von Rochus Görgen

Mediengipfel in Potsdam: M100 ehrt Journalistin Sindejewa

von Rochus Görgen

Unter dem Motto "Demokratie oder Despotie? - Die Renaissance der dunklen Mächte" wird beim M100-Gipfel über die Zukunft von Medien und Demokratie diskutiert. Foto: Ralf Hirschberger/dpa

Beim M100-Mediengipfel in Sanssouci wird am heutigen Donnerstag die russische Journalistin Natalja Sindejewa ausgezeichnet. In Russland wird ist ihr Kanal vielfältigen Repressionen ausgesetzt.

Potsdam - Unter dem Motto «Demokratie oder Despotie? - Die Renaissance der dunklen Mächte» wollen am Donnerstag Chefredakteure, Historiker und Vertreter politischer Organisationen über die Zukunft von Medien und Demokratie diskutieren. Eröffnet wird die Konferenz von dem türkischen Journalisten Can Dündar, der seit mehr als einem Jahr in Deutschland im Exil lebt.

Am Abend wird der M100 Media Award verliehen. Damit werden Persönlichkeiten geehrt, die sich für den Schutz der Presse- und Meinungsfreiheit und die Stärkung der Demokratie einsetzen. Dieses Jahr wird die russische Journalistin Natalja Sindejewa ausgezeichnet.

Sindejewa wird für ihr Engagement als Gründerin und Leiterin des regierungskritischen Fernsehsenders Doschd geehrt. Der im Jahr 2010 ins Leben gerufene Kanal und seine Mitarbeiter sind in Russland vielfältigen Repressionen ausgesetzt. Der Sender ist inzwischen nur noch über das Internet empfangbar. Sindejewas Einsatz könne nicht hoch genug gewürdigt werden, erklärte der M100-Beirat und „Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo. Die 46-jährige Sindejewa folgt als Preisträgerin auf den italienischen Mafiareporter Roberto Saviano. Die Auszeichnung findet in der Orangerie im Park Sanssouci statt. Die Laudatio hält „Bild“-Chefredakteurin Tanit Koch. Die Hauptrede sollte Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) halten, er musste jedoch aus gesundheitlichen Gründen absagen. Die Preisverleihung erfolgt während der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium, die von der Stadt Potsdam und dem Verein Potsdam Media International als Forum für Journalisten und Medienunternehmen gegründet wurde. (dpa/AFP)

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